11.8 Rohstoffabbau

Bei der Nutzung von Bodenschätzen soll grundsätzlich auf einen sparsamen Verbrauch von Flächen und Bodenschätzen geachtet werden (LEP B IV 1.1). Bei der Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten in den Regionalplänen sollen u.a. besondere Anforderungen

  • bezüglich des Grundwasserschutzes und
  • bezüglich des Schutzes ökologisch besonders empfindlicher Landschaftsräume

berücksichtigt werden (LEP B IV 1.1.2).

Die Abbaugebiete sollen entsprechend einer vorausschauenden Gesamtplanung einer Folgefunktion zugeführt werden, wobei nach Beendigung des Abbaus möglichst eine Bereicherung des Landschaftsbildes erreicht, neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen sowie Ergänzungsflächen für Biotopverbundsysteme bereitgestellt werden sollen (LEP B IV 1.1.3).

Bei der Sicherung und beim Abbau von Bodenschätzen sollen in der Region Main-Rhön folgende Grundsätze beachtet werden:

  • Außerhalb der im Regionalplan dargestellten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für die Sicherung von Bodenschätzen soll ein Abbau nicht erfolgen.
  • In folgenden Landschaftsteilen soll ein Abbau von Rohstoffen und eine Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten nicht erfolgen:
    • auf Flächen, die nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz als Naturschutzgebiete, geplante Naturschutzgebiete, 13d-Flächen, Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale oder geschützte Landschaftsbestandteile unter Schutz stehen
    • Natura 2000-Gebiete
    • Kern- und Pflegezonen des Biosphärenreservats Rhön
    • Pufferzonen um Naturschutzgebiete und Landschaftsbestandteile
    • Auwälder
    • Bannwälder und Erholungswälder
    • Wasserschutzgebiete
    • Grundwassereinzugsgebiete von öffentlichen Wasserversorgungsanlagen
    • Überschwemmungsgebiete
    • landschaftsprägende Hanglagen und Kuppen (z.B. Hanglagen am Anstieg zur Langen Rhön)
    • Gebiete mit ursprünglichen und seltenen Bodenbildungen, besonderen Bodenaufschlüssen und Bodendenkmalen
    • Gebiete mit natürlicher/naturnaher Entwicklung (vgl. Kap. 7.2)
    • Gebiete, in denen die Landnutzung vorherrschende Leistungen für Naturhaushalt und Landschaftsbild erbringen soll (vgl. Kap. 7.2).
    • Gebiete, die sich durch besonders bedeutsame historische Kulturlandschaftselemente auszeichnen oder die in ihrer gesamten Ausdehnung als „historische Kulturlandschaftsauschnitte“ bezeichnet werden können, z.B. Lange Rhön (vgl. auch Kap 4.2.5)
    • In folgenden Landschaftsteilen soll ein Abbau von Rohstoffen möglichst unterbleiben und keine Darstellung von Vorranggebieten für den Abbau erfolgen:
    •  landwirtschaftliche Gebiete mit günstigen Erzeugungsbedingungen, wenn keine Rekultivierung für die landwirtschaftliche Nutzung möglich ist;
    •  Waldgebiete, wenn keine Wiederaufforstung bzw. Ersatzaufforstung möglich ist, insbesondere Wald mit besonderen Funktionen gemäß Waldfunktionsplan sowie laut LEK;
    • Gebiete, in denen die Landnutzung bedeutende Leistungen für Naturhaushalt und Landschaftsbild erbringen soll (vgl. Kap. 7.2), sofern nicht durch die Nachfolgenutzung der Abbaustelle oder durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen eine der Zweckbestimmung entsprechende Verbesserung des bisherigen Zustandes erreicht werden kann;
    •  Gebiete, die für die zukünftige Siedlungsentwicklung von Städten und Gemeinden Bedeutung erlangen könnten;
    • regionale Grünzüge.
  • Großflächige Abbaugebiete sollen auf wenige, landschaftlich und naturhaushaltlich weniger empfindliche Landschaftsteile begrenzt werden.
  • Eine weitere Offenlegung des Grundwassers im Maintal durch Nassabbau von Kies ist in Hinblick auf Beeinträchtigungen des Grundwasserstandes und der Grundwasserbeschaffenheit nicht unproblematisch. Es soll deshalb alles in Richtung Reduzierung der Abbaumenge und sparsamer Umgang mit Rohstoffen unternommen werden, z.B. durch Förderung alternativer Bauweisen und Rohstoffrecycling (vgl. Kap.6.2).
  • Bei bestehenden und geplanten Abbaumaßnahmen soll darauf geachtet werden, dass schutzwürdige Biotope sowie wertvolle und strukturreiche Waldränder erhalten bleiben. Eingriffe in den Wasser- und Stoffhaushalt benachbarter Lebensräume und angrenzender land- und forstwirtschaftlicher Flächen sollen so gering wie möglich gehalten werden. Durch geeignete Eingrünungsmaßnahmen und Sichtschutzvorkehrungen sollen die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes für den Abbauzeitraum gering gehalten werden. Besiedelte Bereiche und bestehende Erholungsgebiete sollen durch Lärm- und Staubemissionen nicht beeinträchtigt werden.
  • Bei der Nachfolgenutzung von Abbaustellen sollen folgende Grundsätze gelten:
    • In der Region Main-Rhön soll einer teilweisen bis vollständigen Renaturierung der Abbaustellen (Schwerpunktziel Naturschutz) der Vorzug gegenüber einer vollständigen Rekultivierung (z.B. für die Land- und Forstwirtschaft) gegeben werden. Im Maintal ist die Renaturierung und die Erholungsnutzung aufeinander abzustimmen. Die renaturierten Abbaustellen sind möglichst in ein Biotopverbundsystem einzubinden. Hierzu sollen geeignete Entwicklungs- und Rahmenkonzepte erstellt werden.
    • Um die Beeinträchtigungen landschaftlicher, ökologischer, land- und forstwirtschaftlicher sowie wasserwirtschaftlicher Belange so gering wie möglich zu halten, soll die Neugestaltung im Sinne einer Nachfolgenutzung bereits während des Abbaubetriebes eingeleitet werden und möglichst bald nach Beendigung des Abbaubetriebes abgeschlossen werden.



Besondere Einzelhinweise


A1 Vorranggebiet für Ton und Lehm TO/LE (3) "Östlich Roßrieth" und Vorbehaltsgebiet TO/LE (6) "Nördlich Willmars"

Das Vorbehaltsgebiet TO/LE (6) liegt in einem Gebiet mit allgemeiner Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Es grenzt im Norden an ein Waldgebiet, das diesbezüglich eine besondere Bedeutung aufweist. Zudem liegt es in einem Bereich mit besonderer Landschaftsbildqualität und besonderer Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung. Für den Abbau in diesem Gebiet werden daher folgende Hinweise gegeben:

  • Der Wald und seine Randzonen sollen durch die Abbautätigkeit nicht beeinträchtigt werden.
  • Durch frühzeitige Anlage geeigneter Sichtschutzpflanzungen sollen nachteilige Wirkungen auf das Landschaftsbild während des Abbaus minimiert werden.
  • Die Nachfolgenutzung soll naturschutzorientiert sein und zu einer ökologischen und visuellen Anreicherung der Landschaft beitragen.

Das Vorranggebiet TO/LE (3) liegt in einem Bereich, der sowohl für den Arten- und Biotopschutz als auch hinsichtlich des Landschaftsbildes und der naturbezogenen Erholung nur allgemeine Bedeutung hat. Hier soll im Zuge der Nachfolgenutzung ebenfalls eine ökologische und visuelle Anreicherung der Landschaft angestrebt werden.

A2 Vorranggebiete für Basalt BS (1) "Bauersberg", BS (2) "Stengerts", BS (4) "Steinernes Haus" und Vorbehaltsgebiet BS (2) „Stengerts“

Sämtliche Vorbehalts- und Vorranggebiete liegen im Bereich des Anstiegs zur Hochfläche der Langen Rhön und damit ausschließlich in Gebieten, die für den Arten- und Biotopschutz, für das Landschaftsbild und hinsichtlich der naturbezogenen Erholung von hervorragender Bedeutung sind. In Teilbereichen sind seltene und empfindliche Böden von den Abbauvorhaben betroffen. Bisher findet nur in Gebiet BS (1) Abbau statt. Die Hanglage der geplanten Vorbehalts- und Vorranggebiete führt, wie bei der Abbaufläche nordöstlich von Bischofsheim ersichtlich, zu einer starken Störwirkung im Landschaftsbild.
Wegen der herausragenden Stellung, die diesem Teil der Rhön aus naturschutzfachlicher und landschaftspflegerischer Sicht zukommt, ist die Öffnung neuer Abbaustellen mit den Zielen der Landschaftsplanung unvereinbar. Auf die geplanten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete BS (2) und BS (4) soll daher verzichtet werden.
Die Ausweisung des Vorranggebietes BS (1) sieht keine flächenmäßige Ausdehnung der bisherigen Abbaufläche vor. Daher ist gegen den weiteren Abbau in diesem Gebiet aus der Sicht von Naturschutz und Landschaftspflege nichts einzuwenden. In Hinblick auf einen flächensparenden Rohstoffabbau ist sogar eine möglichst vollständige Ausbeutung der Lagerstätte zu empfehlen, soweit dadurch nicht zusätzliche und nachhaltige Beeinträchtigungen von Lebensräumen sowie des Landschaftsbildes entstehen. Bei der Konzeption der Nachfolgenutzung sind die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bevorzugt zu berücksichtigen.

A3 Vorbehaltsgebiet für Kalkstein CA (10) "Westlich Oberstreu"

Das geplante Vorbehaltsgebiet liegt in einem Wasserschutzgebiet und in einem Waldgebiet, das aufgrund seiner natürlichen Voraussetzungen für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender und für den Arten- und Biotopschutz von besonderer Bedeutung ist. Im Süden grenzt der Truppenübungsplatz Mellrichstadt, dessen Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz als hervorragend einzustufen ist, unmittelbar an das Vorbehaltsgebiet an.
Der Rohstoffabbau widerspricht daher in diesem Gebiet den Zielsetzungen des Trinkwasserschutzes sowie des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Die Erholungseignung des in Stadtnähe gelegenen Waldgebietes würde durch die Abbautätigkeit infolge der Reduzierung der Waldfläche und der Lärmbelastung im Zuge des Abbaus nachhaltig beeinträchtigt. Auf das Vorbehaltsgebiet soll daher aus naturschutzfachlicher und landschaftspflegerischer Sicht, insbesondere auch unter den Aspekten des Trinkwasserschutzes und der Erholungsvorsorge, verzichtet werden.

A4 Vorranggebiete für Sand und Kies SD/KS (9) "Östlich Mittelstreu" und SD/KS (10) "Südlich Mellrichstadt"

Die Vorranggebiete liegen in Bereichen mit allgemeiner und besonderer Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen und deren Arten. Die Teilbereiche mit besonderer Bedeutung zeichnen sich vor allem durch ihre günstigen Voraussetzungen zur Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume aus. Teilweise liegen Flächen mit besonderer und hervorragender Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz in enger Nachbarschaft zu den geplanten Vorranggebieten. Das Landschaftsbild und die Bedeutung der Landschaft für die naturbezogene Erholung sind nachrangig zu bewerten.
Vor allem die Abbaufläche SD/KS (10) reicht im Westen bis unmittelbar an das Streutal heran, das in diesem Bereich eine hohe aktuelle Lebensraumfunktion aufweist. Deshalb wird aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege eine Reduzierung der Fläche im Westen empfohlen. Nach der Abbautätigkeit sollen Teile der beiden geplanten Abbauflächen zur ökologischen und visuellen Anreicherung der Landschaft herangezogen werden. Das Entwicklungspotential der umgebenden Landschaft soll bereits während der Abbauzeit zur Verbesserung der Lebensraumqualität und zur Einbindung der beiden Abbauflächen in den Biotopverbund genutzt werden.

A5 Vorranggebiete für Gips/Anhydrit GI (1) "Nördlich Bad Königshofen", GI (2) "Südlich Bad Königshofen" und Vorbehaltsgebiete für Gips/Anhydrit GI (9) "Irmelshausen", GI (10) "Ottelmannshausen", GI (11) "Nördlich Bad Königshofen", GI (11) „Eyershausen“, GI (11) „Ipthausen“, GI (12) "Südlich Bad Königshofen", GI (12) „Merkershausen und GI (12) „Großeibstadt“

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Die o.g. Gebiete liegen überwiegend in Bereichen, die für den Arten- und Biotopschutz sowie für das Landschaftsbild und für die naturbezogene Erholung nur von allgemeiner Bedeutung sind. Auch die übrigen Schutzgüter zeigen überwiegend keine hohe Empfindlichkeit gegenüber Rohstoffabbau. Allerdings gibt es kleinflächige Bereiche erhöhter Empfindlichkeiten, die bei den Abbauvorhaben entsprechend zu berücksichtigen sind:

  • Das Vorranggebiet GI (1) sowie die Teilflächen des Vorbehaltsgebietes GI (11) grenzen an Waldgebiete mit hervorragender Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Direkte Eingriffe in die Waldflächen sowie mittelbare Beeinträchtigungen durch den Rohstoffabbau sollen vermieden werden. Dabei gilt es auch zu prüfen, inwieweit Eingriffe in den Bodenwasserhaushalt zu Beeinträchtigungen der Waldbestände in ihrer Lebensraumfunktion führen können. Sind entsprechende Auswirkungen nicht auszuschließen, soll das Risiko durch Einhaltung eines ausreichend großen Sicherheitsabstandes minimiert werden.
  • Die Vorbehaltsgebiete GI (12) „Südlich Bad Königshofen“ und GI (12) „Großeibstadt“ reichen im Norden in Teilbereichen bis unmittelbar an die Aue der Fränkischen Saale, der bezüglich ihrer Lebensraumfunktion besondere und als Biotopverbundachse hervorragende Bedeutung zukommt. Das Gebiet um Bad Königshofen hat zudem großflächig besondere Bedeutung für den Schutz von Oberflächengewässern. Die Vorbehaltsgebiete sollen daher in den Grenzbereichen zur Aue in ihrer Flächenausdehnung reduziert werden.

A6 Vorranggebiete für Ton und Lehm TO/LE (1) "Südlich Lebenhan" und TO/LE (2) "Nördlich Brendlorenzen"

Die beiden Gebiete liegen in Bereichen, die für den Arten- und Biotopschutz, das Landschaftsbild sowie die ruhige, naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung sind. Auch die übrigen Schutzgüter weisen gegenüber den Abbauvorhaben keine erhöhten Empfindlichkeiten auf. Die Abbauflächen sollen zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen und visuellen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.

A7 Vorranggebiet für Kalkstein CA (9) "Nordwestlich Oberleichtersbach"

Das vorgeschlagene Gebiet liegt überwiegend in einem Bereich, der in seiner Lebensraum- und Landschaftsbildqualität sowie in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung ist. Allerdings grenzt es im Nordwesten an eine Landschaftseinheit mit besonderer Bedeutung für das Landschaftsbild und hervorragender Eignung für die naturbezogene Erholungsnutzung. Zudem liegt im Bereich der Abbaustelle ein Muschelkalk-Aufschluss, der als Geotop erfasst ist. Aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden daher folgende Hinweise gegeben:

  • Um nachteilige Wirkungen auf das hochwertige Landschaftsbild angrenzender Gebiete zu verhindern, soll auf eine ansprechende landschaftliche Einbindung des Abbaugebietes während und nach dem Abbau besonders geachtet werden. Entsprechende Maßnahmen sollen bereits frühzeitig vor dem Beginn der Abbautätigkeit durchgeführt werden.
  • Die Abbauflächen sollen zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.
  • Eine Beeinträchtigung der Aussagekraft des als Geotop erfassten Aufschlusses soll vermieden werden.
  • Eine eventuelle künftige Ausweitung des Abbaugebietes nach Nordwesten ist aus Gründen des Landschaftsbildes und der Erholungsvorsorge nicht mit den landschaftsplanerischen Zielsetzungen vereinbar.

A8 Vorranggebiet für Kalkstein CA (1) "Nördlich Strahlungen"

Das Gebiet sieht die Erweiterung einer bestehenden Abbaufläche vor. Von den geplanten Erweiterungsflächen ist im Südwesten ein Waldgebiet auf seltenen und empfindlichen Böden betroffen. Dem Waldgebiet und seinem Standort kommt sowohl für den Arten- und Biotopschutz als auch für den Bodenschutz hervorragende Bedeutung zu. Aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege ist daher das gesamte Waldgebiet im Südwesten des Vorranggebietes vom Abbau auszuschließen.

Im übrigen liegen die geplanten Abbauflächen in Bereichen, die bezüglich ihrer Lebensraumqualität teils von besonderer, teils von allgemeiner Bedeutung sind. Bei den Flächen mit besonderer Bedeutung handelt es sich um Waldbestände. Landschaftsbild und Erholungseignung sind im betroffenen Bereich von allgemeiner Wertigkeit. Für den Abbau in diesem Teil des Vorranggebietes werden daher aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege folgende Hinweise gegeben:

  • Die Flächen, auf denen Eingriffe in bestehende Waldbestände erfolgen, sind in ihrer gesamten Ausdehnung einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zuzuführen; auf den übrigen Flächen sollen im Zuge der Nachfolgenutzung zumindest in Teilbereichen Maßnahmen zur Erhöhung der Lebensraumqualität, zur Verbesserung der Biotopvernetzung und zur Aufwertung des Landschaftsbildes durchgeführt werden.
  • Insbesondere wegen des großen Flächenumgriffs des geplanten Gebietes soll auf eine ansprechende landschaftliche Einbindung des Abbaugebietes während und nach dem Abbau besonders geachtet werden.
  • Entlang der infolge des Abbaus neu entstehenden Waldgrenzen sind frühzeitig gestufte, laubholzdominierte Waldmäntel mit breiten vorgelagerten Säumen aufzubauen.

A9 Vorbehaltsgebiete für Gips/Anhydrit GI (13) "Südlich Strahlungen", GI (13) "Nördlich Maßbach", GI (15) "Westlich Großbardorf" GI (15) "Nordöstlich Großbardorf" GI (20alt) "Nördlich Großwenkheim"

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Große Flächen der geplanten Gebiete liegen in Bereichen, in denen die Schutzgüter keine erhöhten Empfindlichkeiten aufweisen. Von Gebiet GI (13) sind aber auch in größerem Umfang Waldflächen betroffen, die in ihrer Lebensraumfunktion von besonderer Bedeutung sind. In geringerem Umfang liegen die vorgeschlagenen Abbauflächen auch in Bereichen, die für den Arten- und Biotopschutz sowie für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung sind. An einigen Stellen ist außerdem ein Abbau im Bereich visueller Leitstrukturen vorgesehen.

Gegenüber der großflächigen Beseitigung von Waldbeständen in Gebiet GI (13) bestehen aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege erhebliche Bedenken. Da es sich bei dem betroffenen Teilgebiet der Region um keinen waldarmen Raum handelt, können die Bedenken zurückgestellt werden, sofern auf den Flächen der vorhandenen Wälder nach dem Abbau laubholzreiche Mischwälder aufgebaut werden. Sollte der Wiederaufbau von laubholzdominierten Wäldern im Bereich der jetzigen Waldflächen z.B. aufgrund der geomorphologischen oder standörtlichen Gegebenheiten nach dem Abbau nicht mehr möglich sein, soll im Bereich der Waldgebiete auf den Rohstoffabbau verzichtet werden.

Darüber hinaus gelten aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege folgende Vorgaben:

  • Die Gebiete GI (13) „Südlich Strahlungen“ und GI (20alt) sind soweit zu reduzieren, dass Eingriffe in Waldbestände mit hervorragender Lebensraumqualität und/oder Erholungseignung unterbleiben und indirekte Beeinträchtigungen der Lebensraumfunktion z.B. infolge abbaubedingter Veränderungen des Bodenwasserhaushaltes ausgeschlossen werden können.
  • Im Gebiet GI (13) „Südlich Strahlungen“ sollen die steilen Talflanken südlich von Fridritt wegen ihrer Bedeutung als visuelle Leitstrukturen nicht in den Abbau miteinbezogen werden.
  • Es soll ein zeitlich gestaffelter Abbau erfolgen mit dem Ziel, die aktuell in Abbau befindlichen Flächen räumlich möglichst eng zu begrenzen.
  • Nach dem Abbau soll im Bereich der durch den Abbau beseitigten Waldflächen unverzüglich mit dem Wiederaufbau von Waldbeständen begonnen werden.
  • Auf den Abbauflächen außerhalb der Wälder sollen im Zuge der Nachfolgenutzung auch Maßnahmen zur Erhöhung der Lebensraumqualität, zur Verbesserung der Biotopvernetzung und zur Aufwertung des Landschaftsbildes durchgeführt werden.
  • GI (15) „Nordöstlich Großbardorf“ liegt in einem Bereich, der bezüglich seines Landschaftsbildes und seiner Erholungseignung von besonderer Bedeutung ist. Das Gebiet gehört zu den wenigen strukturreichen Offenlandschaften des Grabfeldgaus. In Anbetracht der großzügigen Ausweisung von Vorbehaltsgebieten im Raum östlich von Münnerstadt und in Hinblick auf die Seltenheit strukturreicher Kulturlandschaften im Grabfeldgau soll auch aus Gründen der Erholungsvorsorge (z.B. des Kurortes Bad Königshofen) auf das vorgeschlagene Abbaugebiet verzichtet werden.

A10 Vorbehaltsgebiet für Ton und Lehm TO/LE (neu) "Alsleben"

Das geplante Gebiet sieht die Erweiterung einer bestehenden Abbaufläche vor und liegt in einem Bereich, der für das Landschaftsbild und die naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung ist. Für den Arten- und Biotopschutz sind die betroffenen Flächen teils von allgemeiner, teils auch von besonderer Bedeutung. Im Osten grenzen die geplanten Abbauflächen allerdings direkt an das Naturschutzgebiet „Altenburg bei Trappstadt“, das sowohl bezüglich seiner Lebensraumfunktion als auch seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung ist. Zudem ist das NSG als Nieder- und Mittelwaldgebiet ein regional bedeutsamer historischer Kulturlandschaftsteil („Rechtlerwald Trappstadt“).
Gegenüber dem Abbau im unmittelbaren Nahbereich zu einer aus naturschutzfachlicher Sicht höchst wertvollen Fläche bestehen erhebliche Bedenken. Da es sich jedoch um die Erweiterung einer bestehenden Abbaufläche handelt und damit der Zielsetzung einer räumlichen Konzentration des Rohstoffabbaus entsprochen wird, können die Bedenken zurückgestellt werden, sofern

  • die Abbauflächen einen ausreichenden Abstand von den naturschutzfachlich wertvollen Flächen einhalten, so dass auch indirekte Beeinträchtigungen der Flächen in ihrer Lebensraumfunktion vermieden werden können und
  • die Abbaufläche in ihrer gesamten Ausdehnung einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt wird.
    Eine eventuelle künftige Ausweitung des Gebietes in nördlicher oder östlicher Richtung ist mit den Zielsetzungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege unvereinbar.

A11 Vorranggebiet für Basalt BS (3) "Östlich Maroldsweisach"

Das Vorranggebiet sieht die Erweiterung des gegenwärtigen Basaltabbaus am Zeilberg östlich von Maroldsweisach vor. Die bisherige Abbaustelle ist landschaftlich gut eingebunden und trotz ihrer Größe in ihrer Wirkung auf das Landschaftsbild unauffällig. Der Zeilberg bildet den markanten nördlichen Schlusspunkt einer landschaftsprägenden Geländestufe, die sich als visuelle Leitstruktur bis in das Baunachtal südlich von Ebern fortsetzt.

Das Zeilberggebiet mit seinen großflächigen Wäldern ist für den Arten- und Biotopschutz sowie für die naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung. Die besondere Lebensraumfunktion des Gebietes ist z.T. auch eine Folge des Rohstoffabbaus und der damit verbundenen Entstehung wertvoller Sonderstandorte. Mit der Erweiterung bestehender Abbauflächen kann der landschaftsplanerischen Zielsetzung einer räumlichen Konzentration des Rohstoffabbaus entsprochen werden. Die Bedenken gegenüber dem Abbauvorhaben können daher unter folgenden Vorgaben zurückgestellt werden:

  • Eine Zerstörung bzw. Beeinträchtigung von Lebensräumen, die infolge ihrer langen Entwicklungsdauer als nur schwer oder nicht ersetzbar gelten müssen, ist zu vermeiden.
  • Um eine Fernwirkung der Abbaustelle zu vermeiden, gilt es, die steilen Flanken des Zeilbergs durch die Abbautätigkeit nicht anzugreifen.
  • Die Nachfolgenutzung des Abbaugebietes ist ausschließlich an den Belangen des Naturschutzes und der Erholungsvorsorge auszurichten.

A12 Vorranggebiete für Gips/Anhydrit GI (3) "Südöstlich Hofheim" GI (3) „Nordöstlich Hofheim“ und die Vorbehaltsgebiete GI (16) "Wetzhausen", GI (17) "Nördlich Hofheim" GI (18) "Östlich Hofheim" und GI (neu) "Ostheim"

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Die Gebiete liegen überwiegend in Bereichen, die für den Arten- und Biotopschutz, das Landschaftsbild sowie die ruhige, naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung sind. In Teilbereichen sind allerdings auch Flächen betroffen, die bezüglich ihrer Lebensraumqualität bzw. ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung sind. Ein Rohstoffabbau auf diesen Flächen ist mit den Zielsetzungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege nicht vereinbar. Aus Sicht von Naturschutz und Landschaftspflege ist daher eine entsprechende Reduzierung der geplanten Gebiete GI (neu), GI (17) und GI (3) „Südöstlich Hofheim“ erforderlich.

A13 Vorranggebiet für Kalkstein CA (5) "Südöstlich Thulba" und CA (6) "Südlich Machtilshausen" sowie die Vorbehaltsgebiete für Kalkstein CA (4) "Nordöstlich Ramsthal" und CA (8) "Südöstlich Thulba"

Während die Gebiete CA (5) und CA (6) die Erweiterung bestehender Abbaustellen vorsehen, handelt es sich bei den beiden anderen Gebieten um neue Abbauflächen.

Die geplante Erweiterung von Gebiet CA (5) betrifft einen Bereich, der für den Arten- und Biotopschutz sowie für das Landschaftsbild überwiegend von besonderer Bedeutung ist. Gebiet CA (6) befindet sich in einer Landschaftseinheit, deren Landschaftsbild von hervorragender Bedeutung ist und die geplanten Erweiterungsflächen betreffen zusätzlich überwiegend Bereiche mit hervorragender Lebensraumfunktion. Beide geplanten Gebiete liegen in Bereichen, die für die ruhige, naturbezogene Erholung hervorragend geeignet sind. Aufgrund der naturschutzfachlich hohen Wertigkeiten der betroffenen Bereiche bestehen gegenüber den Abbauvorhaben erhebliche Bedenken. Allerdings kann mit der Erweiterung bestehender Abbauflächen dem landschaftsplanerischen Ziel der räumlichen Konzentration des Rohstoffabbaus entsprochen werden. Zudem ist die besondere Lebensraumfunktion der Gebiete z.T. auch eine Folge des Rohstoffabbaus und der damit verbundenen Entstehung wertvoller Sonderstandorte. Die Bedenken gegenüber den geplanten Erweiterungen können daher zurückgestellt werden, sofern beim Abbau die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bevorzugt berücksichtigt werden. Insbesondere sollen

  • durch den Abbau keine Lebensräume, die infolge ihrer langen Entwicklungsdauer als nur schwer oder nicht ersetzbar gelten müssen, zerstört oder beeinträchtigt werden,
  • steile Hangflanken, die die Funktion visueller Leitstrukturen haben, durch den Abbau nicht angegriffen werden,
  • die Nachfolgenutzung der Abbaugebiete ausschließlich an den Belangen des Naturschutzes und der Erholungsvorsorge ausgerichtet werden.

Gebiet CA (4) grenzt unmittelbar an Flächen, die in ihrer Lebensraumfunktion und ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholungsnutzung von hervorragender Bedeutung sind. Die geplanten Abbauflächen sind daher aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege so zu begrenzen, dass direkte Eingriffe in die hochwertigen Flächen und indirekte Beeinträchtigungen ihrer Lebensraumfunktion vermieden werden können

Gebiet CA (8) betrifft einen Bereich mit überwiegend hervorragender Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz und besonderer Bedeutung für das Landschaftsbild und die ruhige, naturbezogene Erholung. Die Landschaft im unmittelbaren Umfeld der geplanten Abbaustelle weist sogar eine hervorragende Erholungseignung auf und teilweise werden von dem Abbauvorhaben auch visuelle Leitstrukturen berührt. Gebiet CA (8) ist aus diesen Gründen nicht mit den Zielsetzungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vereinbar. Auf den geplanten Abbau soll daher verzichtet werden.

A14 Vorbehaltsgebiete GI (30) „Hammelburg/Gauaschach“, GI (30) "Fuchsstadt", GI(31) "Greßthal" und GI (32) "Südlich Ramsthal"

Bei den Gebieten kann aufgrund der geologischen Voraussetzungen (überwiegend Muschelkalk) von einem untertägigen Abbau ausgegangen werden. Auf der Basis der vorliegenden Informationen können keine Aussagen zu evtl. Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt und damit verbundenen indirekten Beeinträchtigungen von Lebensräumen gemacht werden.

A15 Vorranggebiet CA (2) "Nördlich Holzhausen"

Das geplante Gebiet liegt in einem Bereich mit teils allgemeiner, teils besonderer Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz und allgemeiner Bedeutung für das Landschaftsbild und die ruhige, naturbezogene Erholung. Im Zuge der Nachfolgenutzung soll den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege eine hohe Priorität eingeräumt werden. Dabei soll das vorhandene Potential für die Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume zur Verbesserung der Biotopverbundsituation genutzt werden. Im Bereich der vom Abbau betroffenen Waldflächen sollen gestufte Waldmäntel mit breiten vorgelagerten Saumzonen entwickelt werden.

A16 Vorranggebiet für Ton und Lehm TO/LE (4) "Westlich Rügheim"

Das Gebiet liegt überwiegend in Bereichen mit allgemeiner Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz, das Landschaftsbild und die naturbezogene Erholung. Auch die übrigen Schutzgüter zeigen überwiegend keine hohe Empfindlichkeit gegenüber Rohstoffabbau. Die Abbaufläche sollen zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen und visuellen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.

A17 Vorranggebiet für Sandstein SS (1) "Nördlich Buch", SS (2) "Lichtenstein", SS (5) "Nordöstlich Fitzendorf" und Vorbehaltsgebiet SS (17) "Südlich Albersdorf"

Die Gebiete SS (1) und SS (5) sehen die Erweiterung bestehender Abbauflächen vor. Gebiet SS (1) liegt in einem Waldgebiet, das für den Arten- und Biotopschutz von besonderer Bedeutung und für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung ist. Gebiet SS (5) liegt mitten in einem Waldgebiet, das bezüglich seiner Lebensraumfunktion eine hervorragende Bedeutung besitzt und für die naturbezogene Erholungsnutzung besonders geeignet ist. Die besondere Lebensraumqualität des Waldgebietes ist allerdings unter anderem auch auf den Rohstoffabbau und die damit verbundene Entstehung wertvoller Sonderstandorte zurückzuführen. Mit der Erweiterung bestehender Abbauflächen kann zudem prinzipiell der landschaftsplanerischen Zielsetzung einer räumlichen Konzentration des Rohstoffabbaus entsprochen werden. Wegen der hohen Wertigkeiten der betroffenen Gebiete sind die beiden geplanten Gebietserweiterungen aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege aber nicht unproblematisch. Beim Abbau sind daher die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bevorzugt zu berücksichtigen. Insbesondere gilt es folgende Hinweise zu beachten:

  • Eine Zerstörung bzw. Beeinträchtigung von Lebensräumen, die infolge ihrer langen Entwicklungsdauer als nur schwer oder nicht ersetzbar gelten müssen, ist zu vermeiden.
  • Die Nachfolgenutzung des Abbaugebietes ist ausschließlich an den Belangen des Naturschutzes und der Erholungsvorsorge auszurichten.
  • Wegen der Hanglage besteht die Gefahr, dass von Gebiet SS (1) eine nachteilige Fernwirkung auf das Landschaftsbild ausgeht. Es sollen daher frühzeitig Maßnahmen für eine visuelle Abschirmung des Abbaugebietes durchgeführt werden.
  • Gebiet SS (5) liegt in einer Landschaftseinheit, deren Landschaftsbild von besonderer Bedeutung ist. Zur Vermeidung einer störenden Fernwirkung soll daher im Bereich steiler und weithin sichtbarer Hänge des Rauhbergs kein Abbau erfolgen.

Gebiet SS (17) liegt auf der Bergkuppe südlich von Albersdorf. Die vorgeschlagenen Abbauflächen liegen damit in einer Landschaftseinheit, die bezüglich Landschaftsbild und Erholungseignung eine besondere Bedeutung besitzt. Die Bergkuppe bei Albersdorf liegt gegenüber dem Haubeberg mit der bedeutenden Ruine Raueneck und bildet eine markante Erhebung im Itz-Baunach-Hügelland. Die steilen Flanken der Bergkuppe wirken im Landschaftsbild als visuelle Leitstrukturen. Die betroffenen Flächen sind hinsichtlich ihrer Lebensraumfunktion teils von besonderer, teils von hervorragender Bedeutung. Gebiet SS (17) ist aus diesen Gründen nicht mit den Zielsetzungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vereinbar. Auf den geplanten Abbau soll daher verzichtet werden.

Beim Gebiet SS (2) handelt es sich um eine neue Gebietsausweisung:
Gebiet SS (2) liegt in einem Bereich, der für den Arten- und Biotopschutz, das Landschaftsbild und die naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung ist. Die Abbaufläche sollen zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen und visuellen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.

A18   Vorranggebiete für Sandstein SS (6) "Klaubmühle", SS (7) "Westlich Neubrunn", SS (8) "Paßmühle", SS (9) "Nordöstlich Schönbach", SS (10) "Schönbachsmühle", SS (11) "Südlich Hermannsberg" und Vorbehaltsgebiet SS (18) "Westlich Neubrunn

Nur die Gebiete SS (8) und SS (18) sehen die Ausweisung neuer Abbaugebiete vor. Bei allen anderen Gebieten handelt es sich um Erweiterungsvorschlägen für vorhandene Abbaustellen.
Die geplanten Erweiterungsflächen für bestehende Abbaugebiete (SS (6), SS (7), SS (9), SS (10), SS (11)) liegen überwiegend in Bereichen, die für den Arten- und Biotopschutz von hervorragender und besonderer Bedeutung sind. Den betroffenen Flächen kommt zudem eine besondere Eignung, im Falle von Gebiet SS (11) sogar eine hervorragende Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholungsnutzung zu. Die Erweiterungen der Abbauflächen im Bereich dieser naturschutzfachlich hochwertigen Gebiete ist nicht unproblematisch. Allerdings ist die besondere Lebensraumfunktion der Gebiete z.T. auch eine Folge des Rohstoffabbaus und der damit verbundenen Entstehung wertvoller Sonderstandorte. Zudem ist die Ausbeutung bereits genutzter Lagerstätten unter der Zielsetzung der räumlichen Konzentration des Rohstoffabbaus günstiger zu bewerten als die Neuausweisung von Abbauflächen. Die Bedenken gegenüber den geplanten Erweiterungen können daher zurückgestellt werden, sofern beim Abbau die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bevorzugt berücksichtigt werden. Insbesondere soll/sollen

  • durch den Abbau keine Lebensräume, die infolge ihrer langen Entwicklungsdauer als nur schwer oder nicht ersetzbar gelten müssen, zerstört oder beeinträchtigt werden,
  • in den Fällen, in denen Eingriffe in Wälder und Waldrandbereiche erfolgen, entlang der neuen Waldgrenzen breite gestufte Waldränder aufgebaut werden,
  • steile Hangflanken möglichst nicht in die Abbauflächen miteinbezogen werden,
  • auf eine ansprechende landschaftliche Einbindung der Abbaugebiete während und nach dem Abbau geachtet werden.
  • die Nachfolgenutzung der Abbaugebiete ausschließlich an den Belangen des Naturschutzes und der Erholungsvorsorge ausgerichtet werden.

Die Gebiete SS (8) und SS (18) sehen in Bereichen, die für den Arten- und Biotopschutz sowie für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung und bezüglich ihres Landschaftsbildes von besonderer Bedeutung sind, die Ausweisung neuer Flächen für den Rohstoffabbau vor. Wegen der naturschutzfachlich hohen Wertigkeit der betroffenen Flächen und angesichts der Vielzahl der bereits bestehenden Abbauflächen im Raum um Breitbrunn und Neubrunn, soll aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf den Abbau im Bereich der beiden vorgeschlagenen Gebiete verzichtet werden.

A19 Vorranggebiete für Sand und Kies SD/KS (1) "Östlich Roßstadt" und SD/KS (2) "Nördlich Roßstadt"

Der Sand- und Kiesabbau im Maintal hat bereits einen Umfang erreicht, der aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege äußerst kritisch zu beurteilen ist. Der Nassabbau führt zu einer großflächigen Freilegung von Grundwasser. Ein wirksamer Schutz des Grundwassers ist daher nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Baggerseen treten zudem als prägende Landschaftselemente in Erscheinung und wirken infolge ihrer Anzahl und Größe nicht mehr als bereichernde, sondern als verfremdende Elemente im Landschaftsbild der Flusslandschaft. Weiter gilt es zu beachten, dass der Rohstoffabbau nur eine von vielen, sich überlagernden und teilweise miteinander konkurrierenden Nutzungsinteressen im Maintal darstellt. Ein weiterer Flächenverbrauch durch den Sand- und Kiesabbau ist daher auch unter dem Aspekt der begrenzten Flächenverfügbarkeit im Maintal zu beurteilen. Außerdem ist das Maintal wegen der Qualität der vorhandenen Lebensräume und seiner Funktion als Biotopverbundachse von herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung. Eine Ausweitung des Rohstoffabbaus im Maintal ist daher aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege nur noch dann zu vertreten, wenn entsprechende Flächenausweisungen künftig äußerst restriktiv gehandhabt werden und die Abbauflächen ausschließlich auf die bereits vorhandenen Abbauschwerpunkte im Maintal beschränkt bleiben.

Die geplanten Gebiete liegen im Bereich des Abbauschwerpunktes bei Roßstadt und sehen die Erweiterung bestehender Abbauflächen vor. Das Maintal um Roßstadt, hat hinsichtlich seiner Auenfunktionen und der Erholungseignung eine hervorragende Bedeutung. In Gebiet SD/KS (1) sind keine Flächen mit aktuell hoher Lebensraumqualität betroffen, allerdings besitzen die Standorte im Maintal durchwegs ein hohes Entwicklungspotential für seltene und gefährdete Lebensräume. In Gebiet SD/KS (2) sind z.T. auch Flächen betroffen, die eine sehr hohe aktuelle Lebensraumqualität aufweisen. Im Maintal kann es sich bei solchen Flächen aber z.T. um Sekundärbiotope handeln, die sich erst in der Nachfolge des Sand- und Kiesabbaus im Maintal entwickeln konnten. Die geplante Erweiterung der Abbauflächen ist somit aus naturschutzfachlicher Sicht nicht unproblematisch. Beim Abbau sind daher die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bevorzugt zu berücksichtigen. Insbesondere gilt es folgende Hinweise zu berücksichtigen:

  • Der Abbau ist in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden so zu lenken, dass eine nachhaltige Beeinträchtigung von Flächen mit hoher Lebensraumfunktion ausgeschlossen werden kann.
  • Gebiet SD/KS (2) ist vollständig einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zuzuführen; die Belange der Biotopentwicklung gilt es bereits während des Abbaus entsprechend zu berücksichtigen.
  • Das Maintal östlich von Zeil a. Main ist in seinen nicht durch Lärm beeinträchtigten Bereichen hervorragend für die ruhige, naturbezogene Erholung geeignet. Gebiet SD/KS (1) soll daher zusammen mit den übrigen Wasserflächen südöstlich von Roßstadt zu einem Schwerpunktgebiet für die Erholungsnutzung ausgebaut werden.
  • Die Abbaugebiete sollen gegenüber benachbarten, intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen so abgeschirmt werden, dass Stoffeinträge in das offengelegte Grundwasser und in nährstoffarme Abbauflächen minimiert werden können.
  • Der betroffene Abschnitt des Maintals ist bezüglich seines Landschaftsbildes von besonderer Bedeutung; daher soll auf eine ansprechende landschaftliche Einbindung der Abbaugebiete während sowie nach dem Abbau geachtet werden; die Maßnahmen sollen auf die Eigenart der Landschaft abgestimmt werden.
  • Die Abbauvorhaben sind in ein Gesamtkonzept einzubinden, das den weiteren Sand- und Kiesabbau im Maintal unter der Vorgabe eines möglichst sparsamen Flächenverbrauchs regelt und die Nachfolgenutzungen ordnet. Dabei gilt es insbesondere die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie die Erholungsvorsorge für die gesamte Bevölkerung (extensive Erholung) verstärkt zu berücksichtigen.


A20
Vorranggebiete für Sand und Kies SD/KS (3) "Nordöstlich Sand", SD/KS (5) "Südwestlich Augsfeld"(Anmerkung: Diese Fläche wird auf Grund der NSG-Ausweisung im Zuge der Fortschreibung gestrichen) und SD/KS (5alt) "Nordwestlich Sand

Der Sand- und Kiesabbau im Maintal hat bereits einen Umfang erreicht, der aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege äußerst kritisch zu beurteilen ist. Der Nassabbau führt zu einer großflächigen Freilegung von Grundwasser. Ein wirksamer Schutz des Grundwassers ist daher nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Baggerseen treten zudem als prägende Landschaftselemente in Erscheinung und wirken infolge ihrer Anzahl und Größe nicht mehr als bereichernde, sondern als verfremdende Elemente im Landschaftsbild der Flusslandschaft. Weiter gilt es zu beachten, dass der Rohstoffabbau nur eine von vielen, sich überlagernden und teilweise miteinander konkurrierenden Nutzungsinteressen im Maintal darstellt. Ein weiterer Flächenverbrauch durch den Sand- und Kiesabbau ist daher auch unter dem Aspekt der begrenzten Flächenverfügbarkeit im Maintal zu beurteilen. Außerdem ist das Maintal wegen der Qualität der vorhandenen Lebensräume und seiner Funktion als Biotopverbundachse von herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung. Eine Ausweitung des Rohstoffabbaus im Maintal ist daher aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege nur noch dann zu vertreten, wenn entsprechende Flächenausweisungen künftig äußerst restriktiv gehandhabt werden und die Abbauflächen ausschließlich auf die bereits vorhandenen Abbauschwerpunkte im Maintal beschränkt bleiben.

Gebiet SD/KS (5) liegt außerhalb des Abbauschwerpunktes bei Sand a. Main. Der geplante Abbau ist daher mit den Zielsetzungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege nicht vereinbar.

Die Gebiete SD/KS (5alt) und SD/KS (3) liegen im Bereich des Abbauschwerpunktes bei Sand a. Main. Gebiet SD/KS (5alt) betrifft Flächen, deren aktuelle Lebensraumqualität als eher gering einzustufen ist, allerdings besitzen die Standorte im Maintal durchwegs ein hohes Entwicklungspotential für seltene und gefährdete Lebensräume. In unmittelbarer Nachbarschaft des Abbauvorhabens liegen außerdem Flächen mit aktuell sehr hoher Lebensraumqualität.

Gebiet SD/KS (3) sieht die weitere Ausbeutung einer bestehenden Abbaufläche vor. Das Gebiet liegt in einem Abschnitt des Maintals, in dem die Erhaltung des Landschaftsbildes besondere Bedeutung hat und der für die ruhige, naturbezogene Erholung hervorragend geeignet ist. Die betroffenen Flächen sind für die Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen und deren Arten überwiegend von hervorragender Bedeutung. Im Maintal kann es sich bei solchen Flächen aber z.T. um Sekundärbiotope handeln, die sich erst in der Nachfolge des Sand- und Kiesabbaus im Maintal entwickeln konnten. Zudem liegt das Abbaugebiet in einem Bereich, der für die Sicherung und Entwicklung von Auenfunktionsräumen von hervorragender Bedeutung ist.

Aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden daher folgende Hinweise gegeben.

  • Wegen der im Gebiet SD/KS (3) direkt betroffenen, naturschutzfachlich hochwertigen Flächen ist der Abbau dort in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden so zu lenken, dass eine nachhaltige Beeinträchtigung von Flächen mit hoher Lebensraumfunktion ausgeschlossen werden kann.
  • Beide Abbaugebiete sollen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden, die Belange der Biotopentwicklung gilt es bereits während des Abbaus entsprechend zu berücksichtigen.
  • Auf eine ansprechende landschaftliche Einbindung der Abbaugebiete während sowie nach dem Abbau soll geachtet werden; dabei soll die Eigenart der Landschaft besonders berücksichtigt werden; dies gilt wegen der Lage in einer hochwertigen Landschaftsbildeinheit in besonderer Weise für das Gebiet SD/KS (3).
  • Die Abbaugebiete sollen gegenüber benachbarten, intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen so abgeschirmt werden, dass Stoffeinträge in das offengelegte Grundwasser und in nährstoffarme Abbauflächen minimiert werden können.
  • Die Abbauvorhaben sind in ein Gesamtkonzept einzubinden, das den weiteren Sand- und Kiesabbau im Maintal unter der Vorgabe eines möglichst sparsamen Flächenverbrauchs regelt und die Nachfolgenutzungen ordnet. Dabei gilt es insbesondere die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie die Erholungsvorsorge für die gesamte Bevölkerung (extensive Erholung) verstärkt zu berücksichtigen.


A21
Vorranggebiet SD/KS (7) "Östlich Obertheres"

Der Sand- und Kiesabbau im Maintal hat bereits einen Umfang erreicht, der aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege äußerst kritisch zu beurteilen ist. Der Nassabbau führt zu einer großflächigen Freilegung von Grundwasser. Ein wirksamer Schutz des Grundwassers ist daher nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Baggerseen treten zudem als prägende Landschaftselemente in Erscheinung und wirken infolge ihrer Anzahl und Größe nicht mehr als bereichernde, sondern als verfremdende Elemente im Landschaftsbild der Flusslandschaft. Weiter gilt es zu beachten, dass der Rohstoffabbau nur eine von vielen, sich überlagernden und teilweise miteinander konkurrierenden Nutzungsinteressen im Maintal darstellt. Ein weiterer Flächenverbrauch durch den Sand- und Kiesabbau ist daher auch unter dem Aspekt der begrenzten Flächenverfügbarkeit im Maintal zu beurteilen. Außerdem ist das Maintal wegen der Qualität der vorhandenen Lebensräume und seiner Funktion als Biotopverbundachse von herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung. Eine Ausweitung des Rohstoffabbaus im Maintal ist daher aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege nur noch dann zu vertreten, wenn entsprechende Flächenausweisungen künftig äußerst restriktiv gehandhabt werden und die Abbauflächen ausschließlich auf die bereits vorhandenen Abbauschwerpunkte im Maintal beschränkt bleiben.

Gebiet SD/KS (7) liegt nicht im Bereich eines der Schwerpunktgebiete für den Sand- und Kiesabbau im Maintal. Der geplante Abbau ist daher mit den Zielsetzungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege nicht vereinbar.

A22 Vorranggebiet SD/KS (6) "Südlich Schweinfurt"

Der Sand- und Kiesabbau im Maintal hat bereits einen Umfang erreicht, der aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege äußerst kritisch zu beurteilen ist. Der Nassabbau führt zu einer großflächigen Freilegung von Grundwasser. Ein wirksamer Schutz des Grundwassers ist daher nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Baggerseen treten zudem als prägende Landschaftselemente in Erscheinung und wirken infolge ihrer Anzahl und Größe nicht mehr als bereichernde, sondern als verfremdende Elemente im Landschaftsbild der Flusslandschaft. Weiter gilt es zu beachten, dass der Rohstoffabbau nur eine von vielen, sich überlagernden und teilweise miteinander konkurrierenden Nutzungsinteressen im Maintal darstellt. Ein weiterer Flächenverbrauch durch den Sand- und Kiesabbau ist daher auch unter dem Aspekt der begrenzten Flächenverfügbarkeit im Maintal zu beurteilen. Außerdem ist das Maintal wegen der Qualität der vorhandenen Lebensräume und seiner Funktion als Biotopverbundachse von herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung. Eine Ausweitung des Rohstoffabbaus im Maintal ist daher aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege nur noch dann zu vertreten, wenn entsprechende Flächenausweisungen künftig äußerst restriktiv gehandhabt werden und die Abbauflächen ausschließlich auf die bereits vorhandenen Abbauschwerpunkte im Maintal beschränkt bleiben.

Gebiet SD/KS (6) liegt im Bereich des Abbauschwerpunktes am östlichen Rand der Mainaue zwischen Schweinfurt und Grafenrheinfeld und sieht die Erweiterung einer bestehenden Abbaufläche vor. Wegen der unmittelbaren Nähe zu Schweinfurt gehört dieser Teil des Maintals zu den Bereichen, in denen der Entwicklung städtischer und stadtnaher Erholungsflächen eine besondere Bedeutung zukommt. Die vom Abbau betroffenen Flächen sind bezüglich ihrer Lebensraumfunktion teils von allgemeiner, teils von besonderer Bedeutung. Aus der Sicht von Naturschutz und Landschaftspflege werden daher folgende Hinweise gegeben:

  • In Anbetracht des Bedarfs an stadtnahen Erholungsflächen in Schweinfurt und der teilweise bereits an den Baggerseen südlich Schweinfurt vorhandenen Erholungsinfrastruktur sollen die Abbauflächen zu einem stadtnahen Erholungsgebiet ausgebaut werden.
  • Die nicht für die Erholungsnutzung beanspruchten Wasserflächen sollen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden.
  • Durch eine ansprechende landschaftliche Einbindung der Abbaustellen soll zur Aufwertung des Landschaftsbildes beigetragen werden.
  • Das Abbauvorhaben ist in ein Gesamtkonzept einzubinden, das den weiteren Sand- und Kiesabbau im Maintal unter der Vorgabe eines möglichst sparsamen Flächenverbrauchs regelt und die Nachfolgenutzungen ordnet. Dabei gilt es insbesondere die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie die Erholungsvorsorge für die gesamte Bevölkerung (extensive Erholung) verstärkt zu berücksichtigen.


A23
Vorranggebiet für Sandstein SS (15) "Westlich Schleerieth"

Das Gebiet liegt in einem Bereich, der für den Arten- und Biotopschutz, das Landschaftsbild sowie die ruhige, naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung ist. Auch die übrigen Schutzgüter weisen gegenüber den Abbauvorhaben keine erhöhten Empfindlichkeiten auf. Die Abbauflächen sollen zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen und visuellen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.

A24 Vorbehaltsgebiet für Gips/Anhydrit GI (29) "Westlich Schwanfeld"

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Das geplante Gebiet liegt in einem Bereich, der für den Arten- und Biotopschutz, das Landschaftsbild sowie für die ruhige, naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung ist. Im Nordwesten grenzt die Abbauflächen an einen Waldbestand, der für die Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen und deren Arten von besonderer Bedeutung ist. Die Gäulagen um Schwanfeld gehören zu den waldarmen Teilen der Region. Außerdem kommt großräumig dem gesamten Umfeld der geplanten Abbaufläche in Hinblick auf den Schutz von Oberflächengewässern eine besondere Bedeutung zu. Aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden daher folgende Hinweise gegeben:

  • Die Abbaufläche soll im Süden soweit reduziert werden, dass Beeinträchtigungen des Wasserhaushaltes in den Talräumen von Heiligenthal und Neuheiligenthal vermieden werden können.
  • Direkte Eingriffe in den Waldbestand bzw. seine Randzonen sollen vermieden werden; zwischen der Abbaufläche und dem angrenzenden Wald soll ein so großer Abstand eingehalten werden, dass auch indirekte Beeinträchtigungen des Lebensraumes, z.B. infolge abbaubedingter Veränderungen des Bodenwasserhaushaltes, ausgeschlossen werden können.
  • Die Abbaufläche soll zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen und visuellen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.
  • Eine eventuelle künftige Ausweitung der Abbaufläche nach Nordwesten, die zu einer Beseitigung von Waldbestand führen würde, ist wegen des geringen Waldanteils der Landschaft nicht mit den Zielen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vereinbar.

A25 Vorranggebiet Gips/Anhydrit GI (8) "Nordwestlich Sulzheim" und Vorbehaltsgebiete GI (20) "Westlich Grettstadt" und GI (21) "Südlich Grettstadt"

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Bei den Gebieten handelt es sich um Ausweisungen mit einem erheblichen Flächenumgriff. Das Vorranggebiet GI (8) sieht eine großzügige Erweiterung des Gipsabbaus bei Sulzheim in nordwestlicher Richtung vor. Die Vorbehaltsfläche GI (21) dient der nochmaligen Erweiterung dieses Abbaugebietes.

Von Gebiet GI (21) sind Waldbestände direkt betroffen, die für den Arten- und Biotopschutz sowie für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung sind. Die Waldränder wirken in der flachen Landschaft zudem als visuelle Leitstrukturen. Ein Abbau im Bereich der Waldflächen ist daher nicht mit den Zielen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vereinbar.

Die Gebiete GI (8) und GI (20) betreffen teilweise Flächen mit besonderer Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz und grenzen an mehreren Stellen direkt an Flächen mit hervorragender ökologischer Wertigkeit. Überwiegend handelt es sich dabei um Waldbestände mit hervorragender Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen und deren Arten. GI (20) reicht außerdem am Westrand unmittelbar an Standorte heran, die aufgrund ihrer seltenen und empfindlichen Böden von hervorragender ökologischer Bedeutung sind. Aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden daher insbesondere die folgenden Hinweise gegeben:

  • Direkte Eingriffe in Waldbestände sowie in die Waldrandzonen sollen in jedem Fall vermieden werden, zumal das Steigerwaldvorland zu den waldarmen Naturräumen der Region zählt.
  • Zwischen den Abbauflächen und den Flächen mit hervorragender ökologischer Wertigkeit soll ein so großer Abstand eingehalten werden, dass indirekte Beeinträchtigungen ihrer Standort- und Lebensraumqualitäten, z.B. infolge von Veränderungen des Bodenwasserhaushaltes, ausgeschlossen werden können.
  • Risiken, die zu einer Beeinträchtigung des nahegelegenen, naturschutzfachlich herausragenden Unkenbachtals führen könnten, sind zu vermeiden.
  • Es soll ein zeitlich gestaffelter Abbau erfolgen mit dem Ziel, die aktuell in Abbau befindlichen Flächen räumlich möglichst eng zu begrenzen.
  • Im Zuge der Nachfolgenutzung sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Biotopverbundsituation und zur visuellen Aufwertung der Landschaft durchgeführt werden.
  • Eine eventuelle künftige Ausweitung des Gebietes GI (20) nach Westen ist aus Gründen des Bodenschutzes nicht mit den landschaftsplanerischen Zielsetzungen vereinbar.

A26 Vorranggebiet für Gips/Anhydrit GI (7) "Südöstlich Gerolzhofen" und Vorbehaltsgebiete für Gips/Anhydrit GI (25) "Gerolzhofen", GI (26) "Wiebelsberg", GI (26) „Nordwestlich Oberschwarzach“ GI (27) "Westlich Kammerforst" GI (28) "Nordöstlich Siegendorf" und GI (28) "Südöstlich Siegendorf"

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Die Gebiete betreffen überwiegend Bereiche, die für den Arten- und Biotopschutz, für die Erhaltung des Landschaftsbildes und für die ruhige, naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung sind. Allerdings liegen sie in mehreren Fällen im unmittelbaren Grenzbereich zu naturschutzfachlich wertvollen Flächen. So befinden sich die geplanten Abbaustellen in enger Benachbarung zum unmittelbaren Vorfeld des Steigerwaldtraufs, das bezüglich seines Landschaftsbildes von besonderer Bedeutung und für die naturbezogene Erholung sogar von hervorragender Bedeutung ist. Beim Landschaftserleben spielt dabei insbesondere die Aussicht von den Höhen des Steigerwaldes ins Vorland eine besondere Rolle. Maßnahmen zur landschaftlichen Einbindung der Abbaugebiete können daher nur bedingt wirksam sein, da der Blick von oben jederzeit eine freie Sicht auf die Abbaustellen bietet.

Aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden zu den Abbauvorhaben folgende Hinweise gegeben:

  • Die beiden Teilflächen von GI (28) betreffen z.T. Waldflächen im Steigerwaldvorland, die für die Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen und deren Arten von besonderer Bedeutung sind. Die Eingriffe in die Waldflächen sollen minimiert werden, zumal das Steigerwaldvorland zu den waldarmen Räumen der Region zählt. Falls Eingriffe in Wälder bzw. Waldrandbereiche unumgänglich sind, sollen auf den betroffenen Flächen nach dem Abbau generell Mischwald-Neubegründungen sowie breite gestufte Waldränder vorgesehen werden.
  • GI (28) „Nordöstlich Siegendorf“ grenzt im Westen an Standorte, die aufgrund ihrer seltenen und empfindlichen Böden von hervorragender ökologischer Bedeutung sind. Die Flächen GI (25) und GI (27) liegen in Teilbereichen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bereichen, die für den Arten- und Biotopschutz von hervorragender Bedeutung sind. Die Flächen sollen daher ggf. soweit reduziert werden, dass Eingriffe in die ökologisch hochwertigen Bereiche vermieden werden und indirekte Beeinträchtigungen ihrer Standort- und Lebensraumqualitäten, z.B. infolge von Veränderungen des Bodenwasserhaushaltes, ausgeschlossen werden können.
  • Um nachteilige Folgen für die hohe Erlebniswirksamkeit der benachbarten Landschaftseinheit (Aussicht vom Steigerwaldtrauf!) zu minimieren, soll ein zeitlich gestaffelter Abbau erfolgen, wobei die aktuell in Abbau befindlichen Flächen räumlich möglichst eng begrenzt werden sollen.
  • Im Zuge der Nachfolgenutzung sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Biotopverbundsituation und zur visuellen Aufwertung der Landschaft durchgeführt werden.

A27 Vorranggebiet für Gips/Anhydrit GI (5)" Nordöstlich Kleinrheinfeld", GI (6) "Südöstlich Dingolshausen" und Vorbehaltsgebiete GI (22) "Donnersdorf" und GI (22) "Traustadt", GI (24) "Südlich Hundelshausen" und GI (24) „Dingolshausen)

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Bei den geplanten Flächen handelt es sich um großzügige Gebietsausweisungen im Bereich der strukturreichen Kulturlandschaft im unmittelbaren Vorfeld des Steigerwaldtraufs. Die Flächen GI (6) und GI (24) (beide Teilflächen) liegen daher überwiegend, Fläche GI (22) teilweise (östlichen Hälfte der Teilfläche „Traustadt“) in einer Landschaftseinheit, in der der Erhaltung des Landschaftsbildes eine besondere Bedeutung zukommt und die für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung ist. Beim Landschaftserleben spielt dabei insbesondere die Aussicht von den Höhen des Steigerwaldes ins Vorland eine besondere Rolle. Maßnahmen zur landschaftlichen Einbindung der Abbaugebiete können daher nur bedingt wirksam sein, da der Blick von oben jederzeit eine freie Sicht auf die Abbaustellen ermöglicht.
Die westliche Hälfte des Gebietes GI (22) „Traustadt“ betrifft einen Waldbestand, dem im überwiegend waldarmen Steigerwaldvorland eine hervorragende Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen und deren Arten zukommt. Der Südrand von GI (22) „Traustadt“ liegt zudem auf Standorten, die aufgrund ihrer seltenen und empfindlichen Böden von hervorragender ökologischer Bedeutung sind.
Aufgrund der Bedeutung der betroffenen Flächen und Landschaftseinheiten soll daher aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf den geplanten Abbau in den Gebieten GI (6), GI (22) „Traustadt“ und GI (24) verzichtet werden.

Beim Abbau von Gebiet GI (22) „Donnersdorf“ soll ein ausreichender Abstand zur östlich angrenzenden Waldfläche eingehalten werden. Der Waldbestand ist für den Arten- und Biotopschutz von hervorragender Bedeutung. Direkte Eingriffe sollen daher ebenso vermieden werden wie indirekte Beeinträchtigungen seiner Lebensraumqualität, z.B. durch Veränderungen im Bodenwasserhaushalt. Im Westen grenzt die geplante Abbaufläche an ein Wohngebiet des Ortes Donnersdorf. Abbaubedingte Störungen sollen durch geeignete Maßnahmen bzw. gegebenenfalls durch eine Reduzierung der Abbaufläche minimiert werden.

Gebiet GI (5) reicht im Westen in einen Bereich, der für den Arten- und Biotopschutz von hervorragender Bedeutung ist. Das Abbaugebiet soll daher soweit reduziert werden, dass direkte Eingriffe vermieden und indirekte Beeinträchtigungen der Lebensraumqualität, z.B. infolge von Veränderungen des Bodenwasserhaushaltes, ausgeschlossen werden können. Im Zuge der Nachfolgenutzung sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Biotopverbundsituation und zur visuellen Aufwertung der Landschaft durchgeführt werden.

A28 Vorranggebiet für Gips/Anhydrit GI (4) "Westlich Zell" und Vorbehaltsgebiet GI (23) "Nördlich Zell", GI (23) "Zell/Westheim", GI (23) "Östlich Oberschwappach", GI (23) Westlich Oberschwappach"

Die nachfolgenden Hinweise gelten nur im Falle eines obertägigen Abbaus.

Die Gebiete liegen überwiegend in Bereichen, die für die Sicherung und Entwicklung von Lebensräumen und deren Arten von allgemeiner Bedeutung sind. Die beiden Teilflächen GI (23) „Östlich Oberschwappach“ und GI (23) „Westlich Oberschwappach“ liegen allerdings im strukturreichen Vorland des Steigerwaldtraufs, einer Landschaftseinheit, in der der Erhaltung des Landschaftsbildes eine besondere Bedeutung zukommt und die für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung ist. Beim Landschaftserleben spielt dabei insbesondere die Aussicht von den Höhen des Steigerwaldes ins Vorland eine besondere Rolle. Maßnahmen zur landschaftlichen Einbindung der Abbaugebiete können daher nur bedingt wirksam sein, da der Blick von oben jederzeit eine freie Sicht auf die Abbaustellen bietet. Aus Sicht von Naturschutz und Landschaftspflege soll daher v.a. aus Gründen der Erholungsvorsorge auf einen Abbau dieser beiden Teilflächen verzichtet werden.

Für die übrigen Teilflächen gelten folgende Hinweise:

  • Gebiet GI (23) „Zell/Westheim“ und Gebiet GI (4) reichen am Südrand in ein Gebiet, in dem der Erhaltung des Landschaftsbildes besondere Bedeutung zukommt und das sich für die ruhige, naturbezogene Erholung hervorragend eignet. In diesem Bereich sollen Landschaftselemente, die die besondere Landschaftsbildqualität prägen, weder beseitigt noch in ihrer Wirkung auf das Landschaftsbild beeinträchtigt werden.
  • Um nachteilige Folgen für die hohe Erlebniswirksamkeit der südlich angrenzenden Landschaftseinheit (strukturreiches Vorland des Steigerwaldes, Aussicht vom Steigerwaldtrauf) zu minimieren, soll ein zeitlich gestaffelter Abbau erfolgen, wobei die aktuell in Abbau befindlichen Flächen räumlich möglichst eng begrenzt werden sollen.
  • Die Abbauflächen sollen zumindest in Teilen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden; dabei sollen insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung der Biotopverbundsituation und zur visuellen Aufwertung der Landschaft durchgeführt werden.

A29 Vorranggebiet für Sandstein SS (12) "Südlich Sand", SS (14) "Südöstlich Eltmann" und Vorbehaltsgebiet SS (19) "Nordöstlich Kirchaich"

Die Gebiete sehen die Ausweitung bestehender Abbauflächen vor. Die geplanten Abbauvorhaben, sind jedoch wegen der Lebensraumfunktion, des Landschaftsbildes und der Erholungseignung der betroffenen Gebiet nicht unproblematisch.

Gebiet SS (12) liegt in einer Landschaftseinheit, der für die Erhaltung des Landschaftsbildes eine besondere Bedeutung zukommt und die für die ruhige, naturbezogene Erholung eine hervorragende Eignung aufweist. Die Erholungseignung ist jedoch wegen der Lage im Lärmkorridor der A 71 teilweise beeinträchtigt. Die betroffenen Flächen sind für den Arten- und Biotopschutz überwiegend von hervorragender Bedeutung. Allerdings ist die besondere Lebensraumfunktion des Gebietes z.T. auch eine Folge des Rohstoffabbaus und der damit verbundenen Entstehung wertvoller Sonderstandorte. Zudem ist die Ausbeutung bereits genutzter Lagerstätten unter der Zielsetzung der räumlichen Konzentration des Rohstoffabbaus günstiger zu bewerten als die Neuausweisung von Abbauflächen. Die Bedenken gegenüber der geplanten Erweiterung können daher zurückgestellt werden, sofern beim Abbau die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bevorzugt berücksichtigt werden. Insbesondere soll/sollen

  • durch den Abbau keine Lebensräume, die infolge ihrer langen Entwicklungsdauer als nur schwer oder nicht ersetzbar gelten müssen, zerstört oder beeinträchtigt werden,
  • die Nordflanke des Hermannsberges wegen ihrer Funktion als visuelle Leitstruktur nicht in den Abbau miteinbezogen werden,
  • in den Fällen, in denen Eingriffe in Wälder und Waldrandbereiche erfolgen, entlang der neuen Waldgrenzen breite gestufte Waldränder aufgebaut werden,
  • auf eine ansprechende landschaftliche Einbindung der Abbaugebiete während und nach dem Abbau geachtet werden,
  • die Nachfolgenutzung des Abbaugebietes ausschließlich an den Belangen des Naturschutzes und der Erholungsvorsorge ausgerichtet werden.

Die Gebiete SS (14) und SS (19) liegen überwiegend in Bereichen, die für das Landschaftsbild sowie für die ruhige, naturbezogene Erholung von besonderer Bedeutung sind. Die betroffenen Flächen sind für den Arten- und Biotopschutz überwiegend von besonderer Bedeutung. In Gebiet SS (14) sind kleinflächig aber auch Eingriffe in Bestände mit hervorragender Lebensraumfunktion vorgesehen. In unmittelbarer Benachbarung zum Gebiet SS (14) liegen außerdem Waldbestände, die für den Arten- und Biotopschutz und für die ruhige, naturbezogene Erholung von hervorragender Bedeutung sind. Aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Erholungsvorsorge werden daher folgende Hinweise gegeben:

  • Gebiet SS (14) soll soweit reduziert werden, dass Eingriffe in Bereiche mit hervorragender Lebensraumqualität und Erholungseignung unterbleiben und indirekte Beeinträchtigungen ihrer Lebensraumfunktion für Pflanzen und Tiere ausgeschlossen werden können.
  • Auf eine ansprechende landschaftliche Einbindung der Abbaugebiete während und nach dem Abbau soll besonders geachtet werden. Entsprechende Maßnahmen sollen bereits frühzeitig vor dem Beginn der Abbautätigkeit durchgeführt werden.
  • Im Zuge der Nachfolgenutzung sollen die Belange des Naturschutzes und der Erholungsvorsorge bevorzugt berücksichtigt werden.

A30 Vorranggebiet für Ton und Lehm TO/LE (neu) "Stadtlauringen/Thundorf"

Das geplante Abbaugebiet greift teilweise in Waldbestände ein, die für den Arten- und Biotopschutz von besonderer Bedeutung sind. Im Zuge der Nachfolgenutzung sind auf den Flächen der durch den Abbau beseitigten Waldbestände Laubwald-Neubegründungen mit breiten, gestuften Waldrändern anzustreben.

In Hinblick auf das Landschaftsbild und die Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung ist das betroffene Gebiet von allgemeiner Bedeutung. Die übrigen Schutzgüter weisen ebenfalls keine erhöhten Empfindlichkeiten gegenüber dem Rohstoffabbau auf. Die Abbauflächen sollen zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen und visuellen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.

A31 Vorranggebiet Ton und Lehm TO/LE (5) "Westlich Frankenwinheim"

Das Gebiet liegt in einem Bereich, der für den Arten- und Biotopschutz, das Landschaftsbild sowie die ruhige, naturbezogene Erholung von allgemeiner Bedeutung ist. Auch die übrigen Schutzgüter weisen gegenüber dem Abbauvorhaben keine erhöhten Empfindlichkeiten auf. Die Abbauflächen sollen zumindest in Teilbereichen einer naturschutzorientierten Nachfolgenutzung zugeführt werden und damit zur ökologischen und visuellen Aufwertung der Landschaft genutzt werden.


Vorige SeiteSeitenanfangNächste Seite