6.6 Ziele für eine naturbezogene Erholung

Im Sinne einer übergeordneten Leitlinie gilt es in der Region Main-Rhön Verluste an erlebniswirksamen Landschaftselementen und Beeinträchtigungen der Erholungseignung durch Verlärmung, Zerschneidung und Flächeninanspruchnahme zu vermeiden.

Allgemeine Ziele

Zur Erhaltung und Entwicklung der Region Main-Rhön in ihrer Eignung für die naturbezogene Erholungsnutzung gelten in allen Teilen der Region grundsätzlich die folgenden Ziele:

E 1    In den Städten und dichter besiedelten Gemeinden, insbesondere in und um

  • Schweinfurt,
  • Haßfurt,
  • Bad Neustadt a.d. Saale und
  • Bad Kissingen

sollen innerstädtische Flächen und siedlungsnahe Gebiete, die sich für eine naturbezogene Erholung eignen, nachhaltig gesichert und weiterentwickelt werden. Auf eine gute und attraktive Anbindung der siedlungsnahen Erholungsräume über Fuß- und Radwege soll hingewirkt werden.

 

Siedlungsnahe Erholungsräume sind insbesondere für die Feierabend- und Wochenenderholung von hoher Bedeutung. Gerade im Umfeld größerer Siedlungen sind geeignete Freiräume aber einem hohen Bebauungsdruck ausgesetzt und bedürfen daher einer nachhaltigen Sicherung.
Die Eignung von Gebieten für die naturbezogene Erholung wächst mit dem Anteil an naturnahen und naturbetonten Strukturen, Grünland und Gewässern und sinkt mit zunehmenden Beeinträchtigungen durch technische Einrichtungen, Infrastruktur, Lärm und bauliche Flächeninanspruchnahme. Durch geeignete Maßnahmen (Renaturierungsmaßnahmen, Neuschaffung naturnaher Strukturen, Erhöhung der landwirtschaftlichen Nutzungsvielfalt) soll der Erholungswert insbesondere in der direkten Umgebung von Wohngebieten gesteigert werden. Damit geeignete Flächen ihrer Erholungsfunktion gerecht werden können und von den Erholungssuchenden angenommen werden, ist es wichtig, das attraktive Fuß- und Radwegeverbindungen bestehen bzw. geschaffen werden.

E 2         Beim Rohstoffabbau in der Region Main-Rhön soll durch entsprechende Rahmenkonzepte eine Konfliktminimierung zwischen der Erholungsnutzung und anderen Ansprüchen an die Landschaft erzielt werden. In besonderer Weise gilt dies für den Kiesabbau im Maintal und den Basaltabbau in der Rhön.      

Einige Baggerseen im Maintal gehören in den Sommermonaten zu den beliebten Zielen der Nah- und Feierabenderholung. Zum Teil haben sich ehemalige Kiesentnahmestellen auch zu wertvollen Lebensräumen entwickelt. In der Region Main-Rhön ergeben sich derzeit keine schwerwiegenden Konflikte aus den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholungsnutzung. Diese Situation gilt es durch Rahmenkonzepte, die eine klare Funktionstrennung bei der Nachfolgenutzung von Baggerseen vorsehen, zu erhalten und nachhaltig zu sichern. Im Falle neuer Abbaustellen sollen die geeigneten Nachfolgenutzungen durch entsprechende Konzepte geregelt werden.
In Siedlungsnähe soll hierbei in besonderem Maß der Erholungsfunktion Rechnung getragen werden. Abbaustellen in der offenen Landschaft und in der Nähe wertvoller Auenlebensräume sollen vor allem der Verbesserung der Lebensbedingungen wildlebender Tier- und Pflanzenarten und der Schaffung eines überregionalen Biotopverbundes dienen.
In der Rhön kann der Rohstoffabbau, insbesondere der Basaltabbau, zu einer empfindlichen Störung des Landschaftsbildes und damit zu einer Minderung der besonderen Erholungseignung der Landschaft führen. Durch entsprechende Begleituntersuchungen und Rahmenkonzepte gilt es Konflikte zwischen Rohstoffabbau und Erholungsnutzung frühzeitig zu erkennen und den Rohstoffabbau so zu lenken, dass exponierte Lagen von Abbaumaßnahmen freigehalten und Beeinträchtigungen der Erholungseignung der Landschaft möglichst vermieden werden.

E 3         Siedlungsnahe Waldgebiete, insbesondere die stadtnahen Wälder bei Schweinfurt, Bad Kissingen, Bad Bocklet und Bad Brückenau sollen erhalten und entsprechend ihrer bedeutenden Erholungsfunktion bewirtschaftet werden. Auf eine gute und attraktive Anbindung der siedlungsnahen Wälder über Fuß- und Radwege soll hingewirkt werden.      

Gut erreichbare Waldgebiete in Stadtnähe sind wichtige Erholungsräume und tragen wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität in den Städten bei. In der großflächig und intensiv ackerbaulich genutzten Landschaft um Schweinfurt kommt den stadtnahen Wäldern im Hesselbacher Waldland und den Waldflächen im Süden der Stadt (zwischen Stadtrand und Schwebheim) eine wichtige Erholungsfunktion zu. Eine hohe Bedeutung als Erholungsräume erfüllen ebenso große Wälder im Nahbereich von Kurorten. Für die Nutzbarkeit der siedlungsnahen Wälder als Erholungsräume ist es wichtig, dass sie über Fuß- und Radwegeverbindungen einfach und gefahrlos erreichbar sind. Vorhandene Barrieren sollten durch entsprechende Wege oder Übergänge abgebaut werden.
Um der besonderen Erholungsfunktion der Wälder Rechnung zu tragen, ist es wichtig, dass im Zuge der Bewirtschaftung naturnahe Laub- und Mischwälder, die eine hohe Strukturvielfalt aufweisen, gefördert werden.


Gebiete mit hervorragender Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung

E 4         Besonders erlebnisreiche Landschaften, die für Fremdenverkehr, Wochenend- und Naherholung von hervorragender Bedeutung sind, sollen nachhaltig gesichert und entwickelt werden.

Nutzungen und Nutzungsänderungen in der Landschaft sollen nur mit Rücksicht auf die hervorragende Erholungsfunktion erfolgen.

Es soll darauf hingewirkt werden, dass attraktive Anbindungen der Gebiete mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestehen.

In der Region Main-Rhön gilt dies insbesondere für große Teile der Landschaftsbild-räume Rhön und Rhönvorland sowie für die überwiegenden Teile des Landschafts-bildraums Tal der Fränkischen Saale mit angrenzenden Muschelkalkhängen unter-halb der Lauermündung. Ebenso sind

  • die Einschnittstrecke des Milztals mit den angrenzenden Wäldern,
  • die Traufzonen und die großen Laubwaldgebiete der Haßberge und des Steigerwalds,
  • das Haßbergevorland um Prappach,
  • die Kulturlandschaft der Haßberge um Neubrunn und Jesserndorf,
  • die Kulturlandschaft um Altenstein,
  • das Maintal zwischen Zeil a. Main und der östlichen Regionsgrenze,
  • die stadtferneren Teilbereiche des stark reliefierten Teils des Waldlandes um Hesselbach sowie
  • die großen Laubwaldflächen im flachwelligen Teil des Waldlandes um Hesselbach zu nennen.
 

Große Landschaftsräume von herausragender landschaftlicher Attraktivität stellen wichtige Erholungslandschaften für Fremdenverkehr, Wochenend- und Naherholung dar. Bei solchen Gebieten handelt es sich in der Regel um

  • naturnahe Landschaften,
  • Landschaften mit sehr hoher Eigenart: in der Regel vielfältige, strukturreiche und kulturstättenreiche Landschaften (kleinteilig bzw. extensiv genutzte Kulturlandschaften, häufig mit hohen Grünlandanteilen),
  • Landschaften mit hohem Anteil an Fließ- oder Stillgewässern,
  • laub- und mischwaldreiche Landschaften bzw. Landschaften mit hohen Anteilen an Feld-Wald-Grenzflächen,
  • Landschaften mit hoher und sehr hoher Reliefdynamik.

Diese Gebiete werden als "Gebiete mit hervorragender Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung" in Karte 4.4 dargestellt. Dort sind zudem die Zonen dargestellt, in denen es zu einer Beeinträchtigung der Erholungseignung durch Verkehrslärm kommen kann.

Die Gebiete stellen in ihren lärmarmen Teilbereichen überregional bedeutsame Erholungsgebiete und Ausflugsziele dar; nicht zuletzt auch für die Gäste der Kurbäder Bad Kissingen, Bad Bocklet, Bad Neustadt, Bad Brückenau und Bad Königshofen. Zudem haben sie für die Bewohner des ländlichen Raumes eine hohe Bedeutung als wohnortnahe Erholungsmöglichkeiten und ihr diesbezüglicher Erholungswert steigt mit zunehmender Nähe zu dichter besiedelten Städten und Gemeinden.

Diese Gebiete sind aufgrund ihres hohen landschaftlichen Eigenwertes, ihres hohen Erholungswertes und ihrer wichtigen Bedeutung für den Fremdenverkehr zu sichern. Ihr landschaftliches Erscheinungsbild soll durch bestehende und geplante Nutzungen nicht beeinträchtigt werden. Vielmehr sollen die anderen Nutzungen auf die hervorragende Erholungseignung der Landschaft abgestimmt werden. Damit die Räume für jeden Erholungssuchenden erreichbar sind und nicht durch übermäßiges Verkehrsaufkommen in ihrer Erholungsfunktion beeinträchtigt werden, sollen diese Gebiete in ein ausreichendes und attraktives Netz öffentlicher Verkehrsmittel eingebunden sein.

E 5         In der Region Main-Rhön sollen große und lärmarme Laub- und Mischwälder als geschlossene Waldgebiete in ihrem Bestand und in ihrer Qualität für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten werden. In Wiesentälern und Lichtungen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen entgegengewirkt werden.      

Wälder mit einer Ausdehnung von über 200 ha gelten für die Erholungsnutzung als besonders geeignet. Die Größenordnung ist als Faustzahl zu verstehen und entspricht in etwa der Flächengröße, die für einen einstündigen Spaziergang im Wald-Innenbereich (also ohne Ausblick ins Offenland) mindestens erforderlich ist.
Die Region Main-Rhön ist reich an Laub- und Mischwäldern dieser Größenordnung. Dies gilt insbesondere für die außerordentlich waldreichen Mittelgebirge Rhön, Haßberge und Steigerwald. Aber auch außerhalb dieser Waldlandschaften finden sich in vielen Teilen der Region, sogar in den waldarmen Ackerbaugebieten um Schweinfurt, großflächige, für eine ruhige, naturbezogene Erholung hervorragend geeignete Laub- und Mischwälder.
Die besonders hohe Erlebniswirksamkeit dieser Wälder begründet sich unter anderem durch ihre Großflächigkeit und durch den jahreszeitlich bedingten Wechsel ihres Erscheinungsbildes. Daher sollen sie als geschlossene, unzerschnittene Waldgebiete und mit ihrem hohen Anteil an Laubgehölzen erhalten bleiben. Durch eine Förderung der Strukturvielfalt kann im Zuge der Bewirtschaftung die Erlebniswert der Wälder weiter erhöht werden.
Innerhalb der großen Waldflächen liegen häufig schmale Wiesentäler und Lichtungen. Diese Offenlandflächen gehören zu den besonders erlebniswirksamen Bereichen. Um diese Bereich in ihrem besonderen Wert für die ruhige, naturbezogene Erholung zu erhalten, ist es wichtig, dass Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen, z.B. infolge von Verbrachung und Verbuschung, entgegengewirkt wird.
Standörtlich oder nutzungsbedingt treten innerhalb der Waldgebiete z.T. besondere Waldtypen (z.B. Feuchtwälder, Mittelwälder) mit ungewöhnlichen und erlebnisreichen Waldbildern auf. Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen, in ihrer Ausdehnung zurückdrängen oder zerschneiden, sollen vermieden werden.


Gebiete mit besonderer Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer siedlungsnahen, naturbezogenen Erholung

E 6         Die stadtnahen Gebiete, die aufgrund ihrer landschaftlichen Ausprägung hervorragende Bedeutung für die Nah- und Feierabenderholung der Bevölkerung der Stadt Schweinfurt besitzen, sollen hinsichtlich dieser Erholungsfunktion gesichert und entwickelt werden. Dies gilt insbesondere für

  • große Bereiche des stark reliefierten Teil des Waldlandes um Hesselbach,
  • das Maintal zwischen Schonungen und Schweinfurt sowie
  • das Waldgebiet nördlich von Schwebheim.
 

Bei den für die stadtnahe, naturbezogene Erholung hervorragend geeigneten Teilräumen handelt es sich um

  • Gebiete mit hoher landschaftlicher Eigenart,
  • Gebiete mit hoher Reliefenergie und
  • große Waldgebiete,

die in unmittelbarer Stadtnähe oder innerstädtisch liegen und fußläufig oder mit dem Rad gut zu erreichen sind.

Sie werden als "Gebiete mit hervorragender Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer siedlungsnahen, naturbezogenen Erholung" in Karte 4.4 dargestellt.


Gebiete mit besonderer Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung

E 7         Landschaften mit guten Voraussetzungen für eine ruhige, naturbezogene Erholungsnutzung, sollen in ihrer Eignung für entsprechende Formen der Erholung gesichert und entwickelt werden.
Nutzungen und Nutzungsänderungen in der Landschaft, die zu einer Abwertung der Teilräume in ihrer Eignung für eine ruhige, naturbezogene Erholungsnutzung führen, sollen vermieden werden.
In großflächiger Ausprägung kommen Gebiete dieser Art in der Region insbesondere

  • im Nordosten des Landschaftsbildraums „Rhönvorland“ (nördlich und nordöstlich von Oberelsbach, um Bastheim)
  • nördlich Ostheim v. d. Rhön
  • in den Talräumen der Thulba und der Lauer sowie im Tal der Fränkischen Saale oberhalb der Lauermündung,
  • im südlichen Teil des Hügellandes an Itz- und Baunach
  • im Südosten der Haßberge und
  • in den Talräumen des Steigerwaldes vor.
 

Gebiete dieser Art weisen eine hohe landschaftliche Eigenart (bei gleichzeitig sehr geringer bis mittlerer Reliefenergie) auf und sind für die Erholungsnutzung, insbesondere auch die Nah- und Feierabenderholung, attraktiv (z.B. strukturreichere Kulturlandschaften). Darüber hinaus sind sie in großen Teilen von visuellen Belastungen nur wenig beeinträchtigt. Sie sollen deshalb in ihrer Attraktivität erhalten und gesteigert werden. In Karte 4.4 werden sie als "Gebiete mit besonderer Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung" dargestellt. Dort sind außerdem die Zonen dargestellt, in denen es zu einer Beeinträchtigung der Erholungseignung durch Verkehrslärm kommen kann.

E 8         Große und lärmarme Waldgebiete mit hohem Nadelholzanteil sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung als geschlossene Waldgebiete erhalten werden. Die Erholungseignung dieser Wälder soll durch eine Erhöhung des Laubholzanteils langfristig erhöht werden. In Wiesentälern und Lichtungen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen entgegengewirkt werden.      

Da die Großflächigkeit dieser Wälder einen wichtigen Aspekt ihrer besonderen Erlebniswirksamkeit darstellt, sollen sie als geschlossene, unzerschnittene Waldgebiete erhalten bleiben.
Nadelwäldern fehlt unter anderem der jahreszeitlich bedingte Wechsel ihres Erscheinungsbildes und der häufig nur spärlich ausgeprägte Bodenbewuchs kann als zusätzliche Einschränkung in ihrer Erlebniswirksamkeit gewertet werden. Zur Aufwertung ihres Erscheinungsbildes sollen die nadelholzdominierten Bestände daher langfristig in Laub- und Mischwälder mit hoher Strukturvielfalt umgewandelt werden.
Innerhalb der großen Waldflächen liegen z.T. schmale Wiesentäler und Lichtungen. Diese offenen Bereiche stellen innerhalb der Waldgebiete besonders erlebniswirksame Bereiche dar und sind wichtige Bestandteile der landschaftlichen Eigenart des Waldgebietes. Um diese Bereiche in ihrem besonderen Wert für die ruhige, naturbezogene Erholung zu erhalten, ist es wichtig, dass Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen, z.B. infolge von Verbrachung und Verbuschung, entgegengewirkt wird.
Standörtlich bedingt treten innerhalb der Waldgebiete z.T. besondere Waldtypen (z.B. Feuchtwälder) mit ungewöhnlichen und erlebnisreichen Waldbildern auf. Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen, in ihrer Ausdehnung zurückdrängen oder zerschneiden, sollen vermieden werden.


Gebiete mit besonderer Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer siedlungsnahen, naturbezogenen Erholung bzw. für die Entwicklung städtischer Erholungsflächen

E 9         Landschaftsteile, insbesondere die Fluß- und Bachtäler, die innerstädtisch oder in der Nähe der Stadt Schweinfurt fußläufig gut erreichbar sind und daher der Nah- und Feierabenderholung dienen können bzw. weiter entfernt liegende Erholungsmöglichkeiten besser an das städtische Erholungsnetz anzubinden vermögen, sind im Hinblick auf eine naturbezogene Erholung aufzuwerten.
Im städtischen Raum Schweinfurt sollen Freiräume als zusammenhängendes "Grünsystem" unter Einbeziehung bereits vorhandener Freiräume und unter Berücksichtigung geeigneter Verbindungen zur freien Landschaft weiterentwickelt werden.
 

Zur Schaffung gesunder Arbeits- und Lebensbedingungen für die städtische Bevölkerung gehört auch die Bereitstellung von Erholungsflächen im städtischen Umfeld, die fußläufig oder mit dem Fahrrad leicht und schnell erreichbar sind. Die in Karte 4.4 dargestellten "Gebiete mit besonderer Bedeutung für die Entwicklung einer stadtnahen, naturbezogenen Erholung“ eignen sich aufgrund ihrer stadtnahen Lage in besonderer Weise als Freiräume für die Feierabend- und Wochenenderholung um Schweinfurt. Um die gewünschte Funktion für eine naturbezogene Erholungsnutzung ausreichend erfüllen zu können, bedürfen die Gebiete aber häufig einer Aufwertung im Sinne einer Anreicherung mit naturnahen und naturbetonten Strukturen. Entsprechende Maßnahmen gilt es auf besonders geeignete Teilbereiche wie z.B. die die Bachtäler zu konzentrieren.
In Schweinfurt soll insbesondere für die innerstädtische Kurzzeiterholung auf die Entwicklung eines Netzes ausreichender Grünflächen geachtet werden. Größere Freiräume innerhalb der Stadt, die mit den Erholungsflächen der freien Landschaft in Verbindung stehen, besitzen eine besondere Bedeutung für die Erholungsvorsorge. Neben ihrer Erholungsfunktion dienen solche Flächen auch der Kaltluftentstehung und Durchlüftung der dicht bebauten städtischen Bereiche.


 

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