6.6 Ziele für eine naturbezogene Erholung

Ziele für einzelne --> Teilräume

Landschaften, die vielfältig und reich gegliedert sind, Landschaften von hoher Eigenart, naturnahe, reliefreiche Landschaften sowie Landschaften mit einem reichhaltigen Bestand an historischen Kulturlandschaftselementen entsprechen dem ästhetischen Bedürfnis der Menschen. Sie besitzen hohen Erholungswert und tragen wesentlich zum Wohlbefinden der dort lebenden Menschen und von Besuchern bei. Dadurch ergibt sich ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Ausprägung des Landschaftsbildes und der Erholungseignung eines Raumes. In den Landschaftsbildeinheiten, in denen die Erholungseignung neben der Qualität des Landschaftsbildes durch keine weiteren Faktoren maßgeblich beeinflusst wird, wird daher auf eine ausführliche Begründung der Zielformulierung verzichtet. Stattdessen wird auf das entsprechende Landschaftsbild-Ziel mit seiner Begründung verwiesen. Dadurch sollen unnötige Wiederholungen verhindert und eine Straffung des Zielteil des LEK´s erreicht werden.

Im folgenden werden insbesondere für die Gebiete, die für die naturbezogene Erholung von hervorragender bzw. besonderer Bedeutung sind, gebietsspezifische Ziele genannt.
Die Ziele für einzelne Teilräume sprechen regionsspezifische, auf bestimmte Landschaftsteile beschränkte Erfordernisse an. Die Zieltexte sind nach Landschaftsbildräumen geordnet. Die Ziffern vor den Zieltexten stellen denn Bezug zu der Zielkarte (Karte 4.4) her. Bei Teilraumzielen, die Gebiete von hervorragender Bedeutung betreffen, sind diese Zielgebietsnummern durch Unterstreichung hervorgehoben, bei Gebieten von allgemeiner Bedeutung sind die Zielgebietsnummern durch Normaldruck gekennzeichnet. Die Zielaussagen beziehen sich, wenn nicht anders benannt, auf die in der Karte 4.4 dargestellten und in Tabelle 4.1 aufgelisteten Landschaftsbildeinheiten.

Rhön (I)

 

 

 

 

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


E I. 1

Die Hochfläche der Langen Rhön und die Höhenlagen nördlich Leubach sollen in ihrer hervorragenden Eignung für die ruhige und naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dabei soll die Erholungsnutzung so gesteuert werden, dass „Naturnähe“, „landschaftliche Eigenart“ und „Ruhe“ als kennzeichnende Merkmale der hohen Erholungseignung nachhaltig gesichert und entwickelt werden. Intensivere Formen der Erholungsnutzung sollen unterbleiben.

Durch die Erholungsnutzung verursachte Beeinträchtigungen der Gebiete in ihrem hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz sind zu vermeiden.

 

Aufgrund der Abgeschiedenheit der Landschaftsbildräume kommt bei der Erholungseignung dem Aspekt der „Ruhe“ eine besondere Bedeutung zu. Beeinträchtigungen der ruhigen, naturbezogenen Erholungsnutzung durch Lärm gilt es daher zu vermeiden.
Die Gebiete, insbesondere die Lange Rhön, zeichnen sich durch ihren hohen Wert für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume aus. Störungen der wertvollen Lebensräume durch die Erholungsnutzung sollen daher vermieden werden.
Daneben ergibt sich die Erholungseignung vor allem aus der Qualität des Landschaftsbildes. Die dem Landschaftsbild förderlichen Ziele dienen damit auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaft (vgl. Ziele L I.1 und L I.5).

E I. 2

Im Bereich des Hochplateaus um das Schwarze Moor sind Beeinträchtigungen des Ökosystems Hochmoor durch die Erholungsnutzung zu vermeiden. Der gegenwärtige Erschließungsgrad des Moores soll erhalten und nicht weiter ausgebaut werden. Um den Besuchern auch in Zeiten hohen Andrangs ein ruhiges, naturbezogenes Landschaftserlebnis zu ermöglichen, sollen Möglichkeiten zur Regulierung der Besucherdichte erarbeitet und erprobt werden.

 

Das Schwarze Moor gehört als weitgehend intaktes Hochmoor zu den besonders seltenen und störungsempfindlichen Ökosystemen. Die Erholungsnutzung hat sich daher hier den Erfordernissen des Arten- und Biotopschutzes unterzuordnen. Der bestehende Holzbohlenweg ermöglicht es, das Moor mit seinen unterschiedlichen Zonen trockenen Fußes zu erleben und verhindert gleichzeitig eine Störung der äußerst trittempfindlichen Vegetation. Damit ist eine Erschließung geschaffen, die sowohl den Erfordernissen der Erholungsnutzung als auch des Arten- und Biotopschutzes Rechnung trägt.
Das Schwarze Moor gehört zu den Hauptanziehungspunkten der Hohen Rhön. Infolge der hohen Besucherzahl ist ein ruhiges, naturbezogenes Landschaftserlebnis zum Teil nicht mehr möglich. Weitere Erschließungsmaßnahmen wären in diesem Falle weder für den Arten- und Biotopschutz noch für die Erholungsnutzung zielführend. Stattdessen sollte über Möglichkeiten zur Regulierung der Besucherdichte im Schwarzen Moor nachgedacht werden. Geeignet erscheinende Konzepte sollten hinsichtlich ihrer Effektivität erprobt werden.

E I. 3

Die Erlebniswirksamkeit der großflächig bewaldeten Vorder- und Kuppenrhön für die ruhige, naturbezogene Erholung soll erhalten und entwickelt werden.
Dazu soll die Landschafteinheit als weitgehend unzerschnittener und kaum verlärmter Raum gesichert werden. Die Eigenart der Landschaft mit ihren großen Waldgebieten und den kleinfächigen Rodungsinseln soll ebenfalls erhalten und die Rodungsinseln in ihrer Strukturvielfalt entwickelt werden.
Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldverjüngung in den großflächig nadelholzdominierten Wäldern künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird.

 

Die Landschaftsbildeinheit gehört zu den weitgehend unzerschnittenen Teilräumen der Region. Entsprechende visuelle oder akustische Störeinflüsse sind daher sehr gering. Dem Aspekt der „Ruhe“ kommt daher bei der Erholungseignung eine besondere Bedeutung zu. Beeinträchtigungen der ruhigen, naturbezogenen Erholungsnutzung durch Lärmeinflüsse gilt es daher zu vermeiden.
Daneben ergibt sich die Erholungseignung vor allem aus der Großflächigkeit der Wälder und der Qualität des Landschaftsbildes. Die Waldflächen sind allerdings in nennenswertem Umfang nadelholzdominiert. Die dem Landschaftsbild förderlichen Ziele dienen damit auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaft (vgl. Ziel L I.2).

E I. 4

Das Vorland der Langen Rhön bei Fladungen und der Talraum von Oberweißenbrunn sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung als Kulturlandschaften mit einer kleinteiligen räumlichen Gliederung, hoher Strukturvielfalt und naturnahem und traditionell geprägtem Erscheinungsbild erhalten und entwickelt werden. Aufforstungen sowie der Wiederbewaldung durch Verbuschung soll entgegengewirkt werden. Das vorhandene Wegenetz soll so erhalten und gestaltet werden, dass die Gebiete für Wanderer zu Fuß oder mit dem Rad möglichst in Form von Rundwegen erschlossen und erlebbar sind.

 

Die Erholungseignung ergibt sich vor allem aus der Qualität des Landschaftsbildes, die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziele L I.3 und L I.8).
Zur Erholungseignung eines Gebietes gehört auch, dass die Schönheit der Landschaft für den Erholungssuchenden erlebbar ist. Da im Rahmen der ruhigen, naturbezogenen Erholung dem Wandern (zu Fuß oder mit dem Rad) eine besondere Bedeutung zukommt, ist auf ein entsprechendes Angebot an markierten Wanderwegen zu achten, wobei insbesondere auch die Möglichkeit zu Rundwanderungen gegeben sein sollte.

E I. 5

Die Erlebniswirksamkeit des waldreichen östlichen Anstiegs der Langen Rhön für die ruhige, naturbezogene Erholung soll erhalten und entwickelt werden. Dazu soll insbesondere der Wechsel zwischen großen, teils naturnahen Waldflächen und kleinräumigem Offenland erhalten bleiben, eine weitere Erschließung der Mittelgebirgsflanke für intensive Formen der Erholungsnutzung unterbleiben und darauf hingewirkt werden, dass die Wälder in ihrer Naturnähe erhalten und entwickelt werden.

 

Die Erholungseignung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L I.6).
Nahe der Rother Kuppe wurde in der jüngeren Vergangenheit ein großer Hotelkomplex errichtet. Erholungseinrichtungen dieser Art entsprechen nicht den Zielvorstellungen einer ruhigen, naturbezogenen Erholung. Eine weitere Inanspruchnahme des Raumes für intensive Formen der Erholungsnutzung soll daher vermieden werden.

E I. 6

Der strukturreiche südliche und östliche Anstieg der Langen Rhön soll für die ruhige, naturbezogene Erholung in seinem naturnahen und traditionell geprägten Erscheinungsbild erhalten und entwickelt werden. Aufforstungen sowie der Wiederbewaldung durch Verbuschung soll entgegengewirkt werden.

 

Die Erholungseignung ergibt sich vor allem aus der Qualität des Landschaftsbildes, die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L I.7).

E I. 7

Die Hochlagen der Rhön vom Kreuzberg bis zu den Schwarzen Berge sollen in ihrer Erlebniswirksamkeit für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll insbesondere die Eigenart der Landschaft in ihrem charakteristischen, parkartigen Wechsel zwischen Waldflächen und strukturreichem Offenland erhalten und wieder entwickelt werden. Intensivere Formen der Erholungsnutzung sollen unterbleiben.

Die Erholungsnutzung soll in Art und Intensität so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung des Gebietes in seinem hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz möglichst ausgeschlossen werden kann.

 

Die Erholungseignung der Landschaftseinheit ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L I.9).
Das Gebiet zeichnet sich durch seinen hohen Wert für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume aus. Um Beeinträchtigungen durch die Erholungsnutzung zu verhindern, soll das Gebiet ausschließlich der ruhigen, naturbezogenen Erholung vorbehalten bleiben. Dabei gilt es die Erholungsnutzung durch geeignete Maßnahmen so zu lenken, dass Störungen der wertvollen Lebensräume weitestmöglich ausgeschlossen werden können .
Der besondere Erlebniswert der „Schwarzen Berge“ liegt im parkartigen Charakter der Landschaft mit ihrem Wechsel zwischen Waldflächen und offenen Wiesen- und Weideflächen. Allerdings hat sich in der Vergangenheit das Wald-Offenland-Verhältnis stark zugunsten der Waldflächen verschoben. Im Sinne der Entwicklung des Gebietes bezüglich seiner Erholungseignung sollten daher Maßnahmen zur Entbuschung bzw. Entwaldung ehemaliger Offenlandflächen in Erwägung gezogen werden. Ansonsten droht die Landschaft ihre besondere Eigenart zunehmend zu verlieren.

E I. 8

Die Talräume der kleinen Sinn und der Döllau sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden.

Dazu soll der Eindruck einer überwiegend naturnahen und traditionell geprägten Landschaft erhalten und entwickelt, eine Ausweitung der verlärmten Bereiche verhindert und weiteren Beeinträchtigungen des Erlebniswertes entgegengewirkt werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldverjüngung in den nadelholzdominierten Wäldern künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird.

 

Die Erholungseignung der Landschaftseinheit ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziele L I.10).
Die B 27 quert die Landschaftseinheit der Länge nach und führt daher in den zentralen Bereichen der Einheit zu einer Beeinträchtigung der Erholungseignung durch Verkehrslärm. Um das Gebiet in seiner Erholungseignung nicht weiter zu zerstückeln, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung der Störeinflüsse vermieden werden.

E I. 9

Die Höhenlage zwischen den Tälern der Sinn und der kleinen Sinn soll in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu sollen wichtige Blickbezüge erhalten, ein Verlust naturnaher Flächen und Strukturen verhindert und die Rodungsinsel um Volkers in ihrer Strukturvielfalt entwickelt werden. Eine Ausweitung der verlärmten Bereiche soll verhindert und weiteren Beeinträchtigungen des Erlebniswertes entgegengewirkt werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldverjüngung in den nadelholzdominierten Wäldern künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziele L I.11).
Die weiten Ausblicke und die markante Lage der prägenden Gebäudegruppe von Kloster Volkersberg sind wichtige Fixpunkte der hervorragenden Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung, die es in ihrer Wirkung auf das Landschaftserleben zu erhalten gilt.  Dies bedeutet vor allem, dass wichtige Blickbezüge vor Verbauung oder sonstigen Beeinträchtigungen freigehalten werden sollen.
Die Erholungseignung der Landschaftseinheit wird am Ostrand durch den Verkehrslärm der B 27 und der A 7 beeinträchtigt. Um das Gebiet in seiner Erholungseignung nicht weiter einzuschränken, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung der Störeinflüsse vermieden werden.

E I. 10

Das Sinntal oberhalb Bad Brückenau und das Sinntal unterhalb von Saatsbad Brückenau sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden.
Dazu sollen die Talräume in ihrem naturnahen und traditionell geprägten Erscheinungsbild erhalten, entwickelt und optimiert werden. Eine Ausweitung der verlärmten Bereiche soll verhindert und weiteren Beeinträchtigungen des Erlebniswertes entgegengewirkt werden.
Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldverjüngung in nadelholzdominierten Waldbeständen der Talflanken künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird.
In den beiden Talabschnitten sollen intensivere Formen der Erholungsnutzung unterbleiben.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziele L I.12 und L I.14).
Das Sinntal wird in seiner Erholungseignung in Teilbereichen durch den Verkehrslärm der St 2289 beeinträchtigt. Um die Erholungseignung des Tals nicht weiter einzuschränken, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung der Störeinflüsse vermieden werden.
Der Kurort Bad Brückenau bildet den zentralen Ort im Sinntal, in dem auch Einrichtungen für intensivere Formen der Erholungsnutzung zu finden sind. Um in den naturnahen Talabschnitten ober- und unterhalb des Kurortes Beeinträchtigungen durch die Erholungsnutzung zu verhindern, sollen dieses Talabschnitte ausschließlich der ruhigen, naturbezogenen Erholung vorbehalten bleiben.

E I. 11

Im Sinntal um Bad Brückenau sollen insbesondere die Sinnauen und die Waldflächen für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll insbesondere einem weiteren Vordringen überbauter Flächen in die Talaue bzw. an den bewaldeten Hängen entgegengewirkt werden und darauf hingewirkt werden, dass nadelholzdominierter Waldbestände langfristig durch einen Umbau in Wälder mit überwiegendem Laubholzanteil für die Erholung aufgewertet werden.

Einrichtungen für intensivere Erholungsformen sollen auf das bebaute Stadtgebiet von Bad Brückenau beschränkt werden.

 

Der Kurort Bad Brückenau bildet den zentralen Ort im Sinntal, in dem auch Einrichtungen für intensivere Formen der Erholungsnutzung Platz finden. Als Flächen für die ruhige, naturbezogene Erholung stehen vor allem die unbebauten Bereiche der Sinnaue und die Wälder der Talhänge zur Verfügung. Um diese in ihrer Eignung für ruhige, naturbezogene Erholungsformen zu erhalten, gilt es in erster Linie, eine weitere Überbauung dieser Flächen zu vermeiden.

Vor allem die Wälder an den nordexponierten Hängen südlich der Sinn sind zu einem erheblichen Teil nadelholzdominiert. Diese gilt es zur Aufwertung ihrer Erholungseignung langfristig in Wälder mit überwiegendem Laubholzanteil umzubauen (vgl. Ziel L I.13).

 

Rhönvorland (II)

 

 

 

 

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziele L II.1).

E II. 1

Das Vorland der Langen Rhön nordöstlich von Oberelsbach soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll der Eindruck einer überwiegend naturnahen, kleinteiligen und traditionell geprägten Landschaft erhalten und entwickelt werden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes und der Häufung historischer Kulturlandschaftselemente. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, die Landschaft in ihrer Schönheit zu erhalten und zu entwickeln und den historischen Reichtum der Landschaft zu bewahren (vgl. Ziel L II.2).

E II. 2

Der waldreiche Raum um Bastheim soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden.

Dazu soll insbesondere der kleinräumige Wechsel von Wald- und Offenlandflächen erhalten und die nicht bewaldeten Bereiche in ihrer Strukturvielfalt erhalten und entwickelt werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldflächen und die Waldränder in ihrer  Vielfältigkeit erhalten bzw. entwickelt und optimiert werden. Dazu soll insbesondere in den nadelholzdominierten Wäldern die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird.

Mögliche Störungen der historischen Aussagekraft der Landschaft und ihrer Kulturlandschaftselemente sind zu vermeiden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes und der Häufung historischer Kulturlandschaftselemente. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, die Landschaft in ihrer Schönheit zu erhalten und zu entwickeln und den historischen Reichtum der Landschaft zu bewahren (vgl. Ziel L II.2).

E II. 3

Die Heckenlandschaft um Unterweißenbrunn soll als „historische Kulturlandschaft“ von hoher Anziehungskraft in ihrem Erscheinungsbild und ihrer historischen Aussagekraft erhalten und vor Beeinträchtigungen jeglicher Art bewahrt werden. Das vorhandene Wegenetz soll so erhalten und gestaltet werden, dass die Streifenflur für Wanderer möglichst in Form von Rundwegen erschlossen und erlebbar ist.

Die Erholungsnutzung soll in Art und Intensität so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung des Gebietes in seinem hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz möglichst ausgeschlossen werden kann.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus dem guten Erhaltungszustand der historischen Kulturlandschaft und ihrem hohen landschaftlichen Reiz. Die Streifenflur von Unterweißenbrunn gehört damit zu den herausragenden landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Region. Die Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben, die Landschaft in ihrer Schönheit zu erhalten und ihre historisch begründete Eigenart zu bewahren (vgl. Ziel L II.3).
Zur Erholungseignung eines Gebietes gehört auch, dass die Landschaft in ihrer besonderen Ausprägung für den Erholungssuchenden erlebbar ist. Die Streifenflur von Unterweißenbrunn sollte daher auf markierten Wegen erwandert werden können. Dabei gilt es vor allem des vorhandene Wegenetz zu nutzen. Zur Ermöglichung von attraktiven Rundwanderungen kann im Einzelfall auch die Neuanlage schmaler Wanderpfade in Erwägung gezogen werden. Eine Verunklärung der historischen Situation sollte dabei jedoch ebenso vermieden werden wie die Gefahr von Störungen im Bereich wertvoller Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

E II. 4

Der Burgwallbacher Forst soll für die ruhige, naturbezogene Erholung  als geschlossenes und von störenden Lärmquellen kaum beeinträchtigtes Waldgebiet erhalten werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass zur Aufwertung der Erholungseignung in nadelholzdominierten Waldbeständen die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird. In traditionellen Offenlandbereichen wie z.B. dem Rodungsbereich um Burgwallbach oder in schmalen Wiesentälern soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen, Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung und dem Verlust naturnaher Strukturen entgegengewirkt werden.

 

Da die Großflächigkeit dieser Wälder einen wichtigen Aspekt ihrer besonderen Erlebniswirksamkeit darstellt, soll der Burgwallbacher Forst als geschlossenes, unzerschnittenes Waldgebiet erhalten bleiben. Das Forstgebiet gehört zu den großflächig unzerschnittenen Teilräumen der Region. Entsprechend sind visuelle oder akustische Störeinflüsse sehr gering. Dem Aspekt der „Ruhe“ kommt daher bei der Erholungseignung eine besondere Bedeutung zu. Beeinträchtigungen der ruhigen, naturbezogenen Erholungsnutzung durch Lärmeinflüsse gilt es daher zu vermeiden. Die übrigen Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben das Erscheinungsbild des Waldgebietes in seiner Vielfalt zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L II.4).

E II. 5

Das Offenland westlich von Burgwallbacher Forst und Klauswald soll für die ruhige, naturbezogene Erholung in seinem naturnahen und traditionell geprägten Erscheinungsbild erhalten und entwickelt werden. Die planmäßigen Dorfanlagen des spät besiedelten Raumes sollen als sehenswürdige Siedlungsformen in ihrer Eigenart erhalten und gestärkt werden.

Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldflächen und die Waldränder in ihrer Vielfältigkeit erhalten bzw. entwickelt und optimiert werden. Dazu soll insbesondere in den nadelholzdominierten Wäldern die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet werden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, die Landschaft in ihrer Schönheit und Erlebnisvielfalt zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L II.5).
Der Nordteil der Landschaftseinheit gehört zu den am spätesten besiedelten Gebieten der Region. Die Straßenangerdörfer Langenleiten, Waldberg und Sandberg konnten ihre Eigenart als planmäßig angelegte Siedlungen bis heute gut bewahren und sind trotz der weitgehend modernisierten Bausubstanz sehenswert. Es sollte daher in Erwägung gezogen werden, diese Eigenart des Raumes (spätes Siedlungsland in landwirtschaftlichen Extremlagen mit charakteristischen Plansiedlungen) als Potenzial für die Entwicklung der Erholungsnutzung zu nutzen. Als weitere besondere Siedlungsanlage ist die nahezu idealtypisch ausgeprägte Rodungsinsel von Waldfenster zu nennen.

E II. 6

Die strukturreiche Vorder- und Kuppenrhön südlich des Sinntals soll für die ruhige, naturbezogene Erholung in ihrem naturnahen und traditionell geprägten Erscheinungsbild erhalten und entwickelt werden. Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung soll entgegengewirkt werden. Eine Zunahme der verlärmten Bereiche und weitere Beeinträchtigungen des Erlebniswertes z.B. durch zerschneidungswirksame Eingriffe sollen verhindert werden. Intensivere Formen der Erholungsnutzung sollen unterbleiben.

 

Die Erholungseignung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziele L II.6).
In Teilbereichen ist die Erholungseignung der Landschaftseinheit allerdings eingeschränkt. Als maßgebliche Störfaktoren sind insbesondere die Lärmkorridore der A 7 und der B 286 zu nennen. Zusätzlich führen der Straßenkörper der A 7 und eine Freileitung, die die Landschaftseinheit nordöstlich von Geroda quert, zu visuellen Zerschneidungseffekten. Zur Erhaltung der Eignung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ist es daher erforderlich, eine weitere Zunahme von Störeinflüssen und damit eine weitere Verfremdung der landschaftlichen Eigenart zu verhindern. Dies gilt auch für Störungen wie sie außerhalb der Siedlungen durch intensive Formen der Erholungsnutzung auftreten können.

E II. 7

Die großflächigen Wälder des Roßbacher, Detter und Neuwirthshauser Forstes sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung als geschlossenes, überwiegend von Laub- und Mischwaldbeständen geprägtes Waldgebiet erhalten werden. Die Vielfältigkeit der Waldbestände soll erhalten und entwickelt werden. Einer Zunahme der lärmbeeinträchtigten Bereiche soll entgegengewirkt werden. In den Wiesentälern und Lichtungen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung entgegengewirkt werden.

     

Da die Großflächigkeit dieser Wälder einen wichtigen Aspekt ihrer besonderen Erlebniswirksamkeit darstellt, sollen die Wälder des Roßbacher, Detter und Neuwirthshauser Forstes als geschlossenes, unzerschnittenes Waldgebiet erhalten bleiben. Die übrigen Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben das Erscheinungsbild des Waldgebietes in seiner Vielfalt und Naturnähe zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L II.7).
Die Erholungseignung des Waldgebietes wird in Teilbereichen durch den Verkehrslärm der A 7 beeinträchtigt. Um die Landschaftseinheit in ihrer Erholungseignung nicht weiter einzuschränken, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung von Störeinflüsse vermieden werden.

E II. 8

Die nadelholzreichen Wälder nördlich und östlich von Detter sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung als geschlossenes Waldgebiet erhalten werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass naturnahe Waldbestände erhalten und in den Nadelwäldern zur Aufwertung ihrer Erholungseignung die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird. In den Wiesentälern und Lichtungen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung entgegengewirkt werden. Einer Zunahme der lärmbeeinträchtigten Bereiche soll entgegengewirkt werden.

     

Da die Großflächigkeit dieser Wälder einen wichtigen Aspekt ihrer besonderen Erlebniswirksamkeit darstellt, sollen die Wälder des Roßbacher, Detter und Neuwirthshauser Forstes als geschlossenes, unzerschnittenes Waldgebiet erhalten bleiben. Die übrigen Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben das Erscheinungsbild des Waldgebietes in seiner Vielfalt und Naturnähe zu erhalten und insbesondere zu entwickeln (vgl. Ziel L II.8).
Das Waldgebiet des Roßbacher, Detter und Neuwirthshauser Forstes, zu dem auch die nadelholzreichen Wälder nördlich und östlich Detter gehören, wird in seiner Erholungseignung in Teilbereichen durch den Verkehrslärm der A 7 beeinträchtigt. Um die Landschaftseinheit in ihrer Erholungseignung nicht weiter einzuschränken, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung von Störeinflüsse vermieden werden.

E II. 9

Zur Aufwertung ihrer Erholungseignung soll die Rodungsinsel um die Dörfer Rossbach, Weißenbach und Detter in ihrer Naturnähe und Strukturvielfalt entwickelt werden. Die besonderen historischen Kulturlandschaftselemente der Landschaftseinheit sollen als sehenswürdige Objekte in ihrer Aussagekraft erhalten und gestärkt werden.

 

Im westlichen Teil der Landschaftseinheit liegen in räumlicher Nähe mehrere bedeutende historische Kulturlandschaftselemente unterschiedlicher Epochen. Zum einen handelt es sich um die Anlagen im Umfeld der Thüngenschlösser von Roßbach und Weißenbach und zum anderen um die Relikte der sogenannten „Strecke 46“, der im Dritten Reich begonnenen, aber nie vollendeten Reichsautobahn von Fulda nach Würzburg. Die Unterschiedlichkeit und räumliche Nähe der historischen Kulturlandschaftselemente macht die Ablesbarkeit von Geschichte in der Landschaft besonders anschaulich. Es sollte daher in Erwägung gezogen werden, die historischen Kulturlandschaftselemente als Potenzial für die Entwicklung der Erholungsnutzung zu nutzen. Gleichzeitig sollte zur Entwicklung der Erholungseignung das z.T. strukturarm erscheinende Landschaftsbild der Rodungsinsel aufgewertet werden (vgl. Ziel L II.9).

E II. 10

Das Thulbatal soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll des naturnahe Erscheinungsbild des Talraums insbesondere in von Verkehrslärm nicht beeinträchtigen Zonen erhalten, entwickelt und optimiert werden. Eine Ausweitung der verlärmten Bereiche soll verhindert und weiteren Beeinträchtigungen des Erlebniswertes entgegengewirkt werden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der naturnahen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L II.10).
Das Thulbatal wird in seiner Erholungseignung in Teilbereichen durch den Verkehrslärm der St 2291 und der A 7 beeinträchtigt. Um die Erholungseignung des Tals nicht weiter einzuschränken, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung der Störeinflüsse vermieden werden und die Maßnahmen zur Aufwertung des Talraums in den Talbereichen konzentriert werden, die vom Verkehrslärm wenig oder nicht beeinträchtigt sind.

E II. 11

Die großflächigen Wälder rechts der Saale sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung als geschlossenes, überwiegend von Laub- und Mischwaldbeständen geprägtes Waldgebiet erhalten werden. Eine Ausweitung der verlärmten Bereiche soll verhindert und weiteren Beeinträchtigungen des Erlebniswertes entgegengewirkt werden.
Es soll darauf hingewirkt werden, dass nadelholzdominierte Teilbestände langfristig zur Aufwertung ihrer Erholungseignung in vielfältige Waldbestände mit überwiegendem Laubholzanteil umgewandelt werden. In den Wiesentälern und anderen traditionellen Offenlandflächen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung entgegengewirkt werden.

 

Da die Großflächigkeit dieser Wälder einen wichtigen Aspekt ihrer besonderen Erlebniswirksamkeit darstellt, sollen die Wälder rechts der Saale als überwiegend geschlossenes Waldgebiet erhalten bleiben.
Die Landschaftseinheit wird insbesondere im Teilbereich nordwestlich von Bad Kissingen von mehreren Straßen gequert und somit durch Verkehrslärm in ihrer Erholungseignung beeinträchtigt. Um das Waldgebiet als großflächigen Erholungsraum nicht weiter zu zerstückeln, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung der Störeinflüsse vermieden werden.
Die übrigen Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben das Erscheinungsbild des Waldgebietes in seiner Vielfalt und Naturnähe zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziele L II.11).

E II. 12

Die stadtnahen Wälder westlich von Bad Kissingen sollen in ihrer Bedeutung als wichtiges Spazierwandergebiet der Bewohner und Kurgäste von Bad Kissingen für die Erholungsnutzung erhalten und vor allem ruhigen, naturbezogenen Formen der Erholung vorbehalten bleiben.

     

Den Wäldern, die im Westen unmittelbar an das Siedlungsgebiet von Bad Kissingen angrenzen, kommt eine besondere Erholungsfunktion zu. Sie dienen einerseits den Bewohnern von Bad Kissingen für die ruhige, naturbezogene Nah- und Feierabenderholung und werden andererseits von den Kurgästen als nahegelegenes Wandergebiet genutzt.
Aufgrund ihrer Stadtnähe sind die Wälder gut für die ruhige, naturbezogene Erholungsnutzung erschlossen. Bei der weiteren Entwicklung gilt es daher frühzeitig einer möglichen Überlastung des Gebietes entgegenzuwirken. Das Angebot der Freizeitinfrastruktur gilt es speziell an den Bedürfnissen ruhiger, naturbezogener Erholungsformen auszurichten.

 

 

Tal der Fränkischen Saale mit angrenzenden Muschelkalkhängen (III)

 

 



Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


E III. 1

Das Saaletal oberhalb von Niederlauer soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll des naturnahe Erscheinungsbild des Talraums insbesondere in den von Verkehrslärm nicht beeinträchtigen Zonen erhalten, entwickelt und optimiert werden. Weiteren Beeinträchtigungen der Erholungseignung soll soweit möglich entgegengewirkt werden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus dem naturnahen Erscheinungsbild des Talraums. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L III.1).
Das Saaletal oberhalb von Niederlauer wird in Teilbereichen durch den Verkehrslärm der B 19 und der B 279 in seiner Erholungseignung beeinträchtigt. Südöstlich von Hollstadt wird die Talquerung der in Bau befindlichen A 71 zu einer weiteren Störung der Erholungsfunktion führen. Um den Erholungsraum nicht noch weiter zu zerstückeln, gilt es weitere Störeinfllüsse nach Möglichkeit zu vermeiden. Außerdem sollten Maßnahmen zur Aufwertung des Talraums schwerpunktmäßig in den Talbereichen konzentriert werden, die vom Verkehrslärm wenig oder nicht beeinträchtigt sind.

E III. 2

Die Saaleaue bei Bad Neustadt soll als Spazierwandergebiet für die Einwohner und Gäste des Kurorts gesichert und in ihrer Naturnähe und ihrer Eignung für die naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden.

     

Die Saaleaue gehört im Nahbereich von Bad Neustadt zu den Gebieten, die sich aufgrund ihrer natürlichen Ausstattung für die ruhige, naturbezogene Erholung besonders eignen. Gerade in Hinblick auf die Bedeutung Bad Neustadts als Kurort bietet sich die ebene Aue als Erholungsraum für wenig anstrengende Spazierwanderungen an. Die Saaleaue zwischen Herschfeld im Norden und Salz im Süden soll daher vor Überbauung bewahrt werden und als stadtnaher Erholungsraum erhalten und entwickelt werden. Dabei gilt es die Erholungsinfrastruktur ausschließlich an den Bedürfnissen einer ruhigen, naturnahen Erholungsnutzung auszurichten. Die Attraktivität des Erholungsraumes soll sich vorrangig aus seiner Naturnähe ergeben. Maßnahmen zur Entwicklung der Erholungseignung sollen sich daher der ökologischen Sensibilität des Raumes unterordnen.

E III. 3

Das Saaletal zwischen Bad Neustadt und Bad Kissingen soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll das naturnahe Erscheinungsbild des Talraums erhalten, entwickelt und optimiert werden. Ein Ausbau der Erholungsinfrastruktur soll außerhalb der Ortschaften nur in dem Maße erfolgen, wie er an den Bedürfnissen einer ruhigen, naturbezogenen Erholung ausgerichtet ist.

Die Erholungsnutzung soll in Art und Intensität so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung des Flusses in seinem hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz möglichst ausgeschlossen werden kann.

     

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus dem naturnahen Erscheinungsbild des Talraums. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L III.2).
Das Element Wasser besitzt für die Erholungsnutzung eine hohe Attraktivität. Daher kommt es im Bereich von Still- und Fließgewässern nicht selten zu einer Konzentration der Erholungsnutzung, in deren Folge die Gewässer in ihrer Lebensraumfunktion beeinträchtigt werden. Davon sind wegen ihres Fluchtverhaltens vor allem Tiere, wie z.B. Vögel und Fische besonders betroffen. Daher gilt es die Erholungsnutzung durch geeignete Maßnahmen so zu lenken, dass nachhaltige Störungen der Tierwelt, wie sie an der Fränkischen Saale z.B. infolge des beliebten Bootswanderns zu beobachten sind, möglichst ausgeschlossen werden können.

E III. 4

Im Raum um Nüdlingen sollen insbesondere die Muschelkalkhänge und das Tal des Nüdlinger Baches als erlebnisreiche Teilbereiche in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden.

 

Die Muschelkalkhänge im Süden, Osten und Norden von Nüdlingen stellen sich aufgrund ihres ausgeprägten Reliefs und dem überwiegend hohen Strukturreichtum als Bereiche dar, die für die ruhige, naturbezogene Erholung besonders geeignet sind. Dasselbe gilt auf Grund seines naturnahen Erscheinungsbilds für das Tal des Nüdlinger Baches. Dabei bieten sich die beiden Teilräume nicht nur für Nüdlingen, sondern aufgrund der räumlichen Nähe auch für Bad Kissingen als Gebiete für die Nah- und Feierabenderholung an.
Da sich die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung vor allem aus dem naturnahen und vielfältigen Erscheinungsbild ergibt, gelten die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und deren Begründungen auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L III.3).

E III. 5

Das Saaletal unterhalb von Bad Kissingen soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll das naturnahe Erscheinungsbild des Talraums insbesondere in den von Verkehrslärm nicht beeinträchtigen Zonen erhalten, entwickelt und optimiert werden. Einer weiteren Zerschneidung und Verlärmung des Talraums soll entgegengewirkt werden.

Die Erholungsnutzung soll in Art und Intensität so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung des Flusses in seinem hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz möglichst ausgeschlossen werden kann.

 

Das Saaletal unterhalb von Bad Kissingen eignet sich besonders als Feierabend- und Naherholungsgebiet für die Bewohner von Bad Kissingen und Hammelburg. Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der naturnahen und vielfältigen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L III.4).
Das Saaletal unterhalb von Bad Kissingen wird in seiner Erholungseignung in Teilbereichen durch Verkehrslärm (z.B. B 27 bzw. 287, A 7) beeinträchtigt. Um die Erholungseignung des Tals nicht weiter einzuschränken, sollten zusätzliche oder eine Ausweitung der Störeinflüsse vermieden werden und die Maßnahmen zur Aufwertung des Talraums in den Talbereichen konzentriert werden, die vom Verkehrslärm wenig oder nicht beeinträchtigt sind.
Das Element Wasser besitzt für die Erholungsnutzung eine hohe Attraktivität. Daher kommt es im Bereich von Still- und Fließgewässern nicht selten zu einer Konzentration der Erholungsnutzung, in deren Folge die Gewässer in ihrer Lebensraumfunktion beeinträchtigt werden. Davon sind wegen ihres Fluchtverhaltens vor allem Tiere, wie z.B. Vögel und Fische besonders betroffen. Daher gilt es die Erholungsnutzung durch geeignete Maßnahmen so zu lenken, dass nachhaltige Störungen der Tierwelt, wie sie an der Fränkischen Saale z.B. infolge des beliebten Bootswanderns zu beobachten sind, möglichst ausgeschlossen werden können .

E III. 6

Die Muschelkalk-Erhebungen nördlich und nordwestlich von Hammelburg sollen als geeignetes Gebiet für die Nah- und Feierabenderholung der Bewohner von Hammelburg erhalten und entwickelt werden. Dazu soll das vorhandene Wegenetz so erhalten und gestaltet werden, dass sich attraktive Möglichkeiten für stadtnahe Rundwanderungen unterschiedlicher Länge bieten. Maßnahmen für die ruhige, naturbezogene Erholung sollen in den von Lärm nicht beeinträchtigten Bereichen konzentriert werden.

 

Die Muschelkalk-Erhebungen nördlich und nordwestlich von Hammelburg eignen sich als schnell erreichbares Gebiet für die Nah- und Feierabenderholung der Stadt Hammelburg. Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der räumlichen Nähe zu Hammelburg, dem ausgeprägten Relief und dem zum großen Teil naturnahen Erscheinungsbild. Der Teilraum nördlich von Hammelburg wird am östlichen Rand durch den von der A 7 ausgehenden Verkehrslärm beeinträchtigt. Maßnahmen zur Entwicklung der Erholungseignung gilt es daher vorrangig in den nicht verlärmten Bereichen zu konzentrieren. Daneben gelten die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und deren Begründungen auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L III.5).

E III. 7

Die Muschelkalkzone südlich des Saaletals soll als Gebiet für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und in seiner Anziehungskraft entwickelt werden. Dabei sollen bei der Entwicklung der Erholungseignung Konzepte erarbeitet und erprobt werden, die Synergieeffekte zwischen der Erholungsnutzung und der Erhaltung des traditionellen Erscheinungsbildes der Landschaft zu nutzen versuchen.

 

Die Muschelkalkzone südlich des Saaletals besitzt als stark reliefierte, weitgehend traditionell geprägte und vom Weinanbau beeinflusste Kulturlandschaft einen außergewöhnlich hohen landschaftlichen Reiz. Nutzungsaufgabe bzw. Nutzungsintensivierung drohen allerdings die besondere Qualität der Landschaftseinheit zu beeinträchtigen. Um dies zu verhindern, gilt es verstärkt, das touristische Potenzial der Landschaft zu nutzen, damit auf diese Weise auch Anreize zur Erhaltung der Kulturlandschaft in ihrem traditionellen Erscheinungsbild geschaffen werden. Darüber hinaus sollte die Landschaft in ihrer besonderen Erholungseignung durch geeignete Maßnahmen und Konzepte stärker bekannt gemacht werden.
Danaben gelten die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und deren Begründungen auch für die Erhaltung der Erholungseignung der Landschaftseinheit (vgl. Ziel L III.6).

 

Agrarlandschaft zwischen
Rhön und Main (IV)

 

 

 



Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


E IV. 1

Die Waldgebiete bei Waltershausen sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung als geschlossene und weitgehend unverlärmte Waldgebiete erhalten werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass in den nadelholzdominierten Wäldern zur Aufwertung ihrer Erholungseignung die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil ausgerichtet wird.

     

Das Waldgebiet bei Waltershausen wird vom tief eingeschnittenen Milztal in einen nördlichen („Weigler“) und einen südlichen Teil („Lindenhart“) aufgeteilt. Da die Großflächigkeit dieser Wälder einen wichtigen Aspekt ihrer besonderen Erlebniswirksamkeit darstellt, sollen die Wälder nördlich und südlich von Waltershausen als geschlossenes, unzerschnittenes Waldgebiet erhalten bleiben. Während der südlich des Milztals gelegene Teil des Waldgebietes überwiegend von Laub- und Mischwäldern bestimmt wird, sind im nördlichen Waldgebiet größere nadelholzdominierte Waldbestände anzutreffen. Ein Bedarf zum Umbau nadelholzdominierter Bestände in Wälder mit überwiegendem Laubholzanteil ergibt sich daher vorrangig im Waldgebiet nördlich der Milz.

E IV. 2

Die Einschnittstrecke des Milztals und die strukturreichen Kulturlandschaftsausschnitte um Waltershausen und Gollmuthhausen sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten bleiben. Dazu soll der enge Talraum als naturnahes Wiesental und die Bereiche östlich und westlich der Einschnittstrecke in ihrer kleinteiligen Gliederung und ihrer Strukturvielfalt erhalten werden und Störeinflüsse durch Verlärmung verhindert werden.

 

Die Einschnittstrecke der Milz liegt in einem Teil der Region, der weitgehend frei ist von Beeinträchtigungen durch Lärm. Außerdem zeichnet sich die Landschaftsbildeinheit durch ein naturnahes und abwechslungsreiches Erscheinungsbild aus. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben diese Qualitätsmerkmale der Landschaft zu erhalten (vgl. auch Ziel L IV.2).

E IV. 3

Das waldreiche Gebiet westlich von Kleineibstadt soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten bleiben. Dazu sollen die großflächigen Wälder als geschlossenes, überwiegend von Laub- und Mischwaldbeständen geprägtes Waldgebiet erhalten und das Vorland im Osten des Waldgebietes in seiner Naturnähe und Strukturvielfalt erhalten und entwickelt werden.

 

Die Landschaftseinheit teilt sich auf in ein großes geschlossenes Waldgebiet und einen im Osten vorgelagerten Bereich, der sich als überwiegend offene Kulturlandschaft darstellt. Das große Waldgebiet, das sich nach Westen hin in der angrenzenden Landschaftseinheit fortsetzt, ist überwiegend von Laub- und Mischwäldern geprägt. Dominanz von Laubholzbeständen und Großflächigkeit sind wichtige Faktoren für die Erholungseignung von Waldgebieten. Daher soll das zusammenhängende Waldgebiet nordöstlich von Maria Bildhausen in seinem Bestand erhalten und zerschneidungswirksame Eingriffe vermieden werden. Das östlich angrenzende Vorland eignet sich vor allem wegen des ansprechenden Landschaftsbildes als Gebiet für die ruhige, naturbezogene Erholungsnutzung. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele dienen daher auch der Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L IV.3).

E IV. 4

Das Lauertal mit den bei Münnerstadt einmündenden Seitentälern soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll das naturnahe Erscheinungsbild der Talräume insbesondere in den von Verkehrslärm kaum oder nicht beeinträchtigten Zonen erhalten, entwickelt und optimiert werden. Eine Ausweitung der verlärmten Bereiche soll verhindert und weiteren Beeinträchtigungen des Erlebniswertes entgegengewirkt werden.

 

Die Bedeutung der Talräume für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich in erster Linie aus der naturnahen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele dienen daher auch der Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaftseinheit (vgl. Ziel L IV.4). Westlich von Münnerstadt wird künftig die in Bau befindliche A 71 den Talraum queren. Es ist daher davon auszugehen, dass der Talraum im Umfeld der A 71 wegen erhöhtem Lärm und den zu erwartenden Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes in seiner Erholungseignung stark eingeschränkt wird.
Zwischen Brünn und Stadtlauringen ist der Talraum derzeit durch Verkehrslärm kaum beeinträchtigt. Diese ist eine für Talräume eher seltene Situation. Einen Anstieg des Verkehrslärms gilt es in diesem Talabschnitt daher vorrangig zu vermeiden. Um Poppenlauer streift allerdings der Lärmkorridor der geplanten A 71 diesen Talabschnitt. In diesem Bereich wird daher die besondere Qualität des Talabschnittes vermutlich nur durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen zu erhalten sein.

E IV. 5

Das Waldland südöstlich von Bad Kissingen soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden.

Dazu sollen die Waldflächen in ihrem überwiegend laubholzdominierten Bestand und in ihrer standortbedingten Vielfältigkeit erhalten und zerschneidungswirksame Eingriffe verhindert werden. Die Offenlandflächen sollen in ihrer Strukturvielfalt entwickelt und in den schmalen Wiesentälern und kleinflächigen Lichtungen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung entgegengewirkt werden.

 

Dominanz von Laubholzbeständen und Großflächigkeit sind wichtige Faktoren für die Erholungseignung von Waldgebieten. Daher sollen die großen Waldflächen südöstlich von Bad Kissingen in ihrem Bestand erhalten und zerschneidungswirksame Eingriffe vermieden werden. Die Erholungseignung der Offenlandflächen ist entscheidend von der naturnahen Wirkung ihres Erscheinungsbildes abhängig. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele dienen daher auch der Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaftseinheit. (vgl. Ziel L IV.5).


Gebiete mit Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung einer stadtnahen, naturbezogenen Erholung


E IV. 6

Die stadtnahe Agrarlandschaft nordwestlich von Schweinfurt soll als stadtnaher Erholungsraum erhalten und im Sinne einer verbesserten Erholungseignung entwickelt werden.

 

Die Agrarlandschaft zwischen Rhön und Main besitzt nördlich von Schweinfurt aufgrund ihrer Stadtnähe sowie als überwiegend ländlich geprägtes Gebiet ein ausreichendes Potenzial für die Nah- und Feierabenderholung. Dieses Potenzial gilt es zu erhalten und für die Erholungsnutzung auszubauen. Naturnahe Strukturen sollen deshalb vorrangig erhalten werden und die Erlebniswirksamkeit der Agrarlandschaft erhöht werden. Hierzu sollen z.B.

  • landschaftstypische, gliedernde Elemente und Strukturen entwickelt und
  • ein kleinteiligeres und abwechslungsreicheres Nutzungsmuster angestrebt

werden.
Das Erholungspotenzial des Gebietes gilt es durch die Anlage und den Erhalt von markierten Rad- und Wanderwegen zu erschließen, wobei die Wegeverbindungen möglichst auf bestehenden Feld- und Waldwegen geführt werden sollen.
Durch den Bau der A 71 werden am Ostrand von Poppenhausen entlang dieser Autobahn zusätzliche Lärmbelastungen auftreten, die in einem breiten Korridor zu einer Minderung der Erholungseignung des Gebietes führen werden. Maßnahmen zur Förderung der Erholungseignung des Gebietes sollten daher vorrangig außerhalb dieses Lärmkorridors durchgeführt werden.

 

Hügelland an Itz und Baunach (V)

 

 

 

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


E V. 1

Die Kulturlandschaft um Altenstein soll als „historische Kulturlandschaft“ von hoher Anziehungskraft in ihrem Erscheinungsbild und ihrer historischen Aussagekraft erhalten und vor Beeinträchtigungen jeglicher Art bewahrt werden. Das vorhandene Wegenetz soll so erhalten und gestaltet werden, dass die „historische Kulturlandschaft“ in ihrer Vielfalt für Wanderer möglichst in Form von Rundwegen erschlossen und erlebbar ist.

Die Erholungsnutzung soll in Art und Intensität so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung des Gebietes in seinem hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz möglichst ausgeschlossen werden kann.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus dem guten Erhaltungszustand der traditionell geprägten Kulturlandschaft und ihrem hohen landschaftlichen Reiz. Die Kulturlandschaft um Altenstein gehört damit zu den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Region. Die Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben, die Landschaft in ihrer Schönheit und ihrer historisch begründeten Eigenart zu bewahren (vgl. Ziel L V.1).
Zur Erholungseignung eines Gebietes gehört auch, dass die Landschaft in ihrer besonderen Ausprägung für den Erholungssuchenden erlebbar ist. Die Kulturlandschaft um Altenstein sollte daher auf markierten Wegen erwandert werden können. Dabei gilt es vor allem des vorhandene Wegenetz zu nutzen. Zur Ermöglichung von attraktiven Rundwanderungen kann im Einzelfall auch die Neuanlage schmaler Wanderpfade in Erwägung gezogen werden. Eine Verunklärung der historischen Situation sollte dabei jedoch ebenso vermieden werden wie die Gefahr von Störungen im Bereich wertvoller Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

E V. 2

Das Baunachtal um Ebern soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll des naturnahe Erschei nungsbild des Talraums erhalten, entwickelt und optimiert werden.

 

Die Bedeutung dieses Talabschnittes für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus dem naturnahen Erscheinungsbild des Talraumes. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L V.2).

E V. 3

Das Itztal und der Talraum am Unterlauf der Alster sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten werden. Dazu sollen vorrangig die kleinräumige Gliederung der Talhänge im Itztal und das naturnahe Erscheinungsbild der Talauen erhalten werden.

 

Die Bedeutung der Talabschnitte für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus ihrem naturnahen und traditionell geprägten Erscheinungsbild. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L V.3).

E V. 4

Das stärker reliefierte Hügelland um Burgpreppach soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. An naturbetonten Strukturen verarmte Teilbereiche sollen entsprechend aufgewertet werden. Die besonderen historischen Kulturlandschaftselemente der Landschaftseinheit sollen als sehenswürdige Objekte in ihrer Aussagekraft erhalten und gestärkt werden.

 

Die Landschaftseinheit unterscheidet sich in ihrer Strukturvielfalt nur unwesentlich von dem nördlich anschließenden Teil des Itz-Baunach-Hügellandes. Aufgrund des ausgeprägteren Reliefs wirkt die Landschaft in diesem Teil des Hügellandes aber kleinräumiger und abwechslungsreicher. Dies wirkt sich positiv auf die Erholungseignung der Landschaft aus.
Abgesehen vom Relief ist es vor allem das Landschaftsbild, das die Erholungseignung der Landschaftseinheit bestimmt. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen dienen daher auch der Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaftseinheit (vgl. Ziel L V.4).
Die Landschaftseinheit zeichnet sich außerdem durch das Vorhandensein mehrerer besonderer historischer Kulturlandschaftselemente aus (vgl. Kap. 4.2.5, Tabelle 4.2). Diese gilt es als ablesbare Geschichte in der Landschaft in ihrer Substanz und Aussagekraft zu erhalten. Es sollte in Erwägung gezogen werden, die historischen Kulturlandschaftselemente als Potenzial für die Entwicklung der Erholungseignung zu nutzen (z.B. Erstellung entsprechender Informationsunterlagen). Dies könnte sowohl der Attraktivität des Erholungsraumes als auch der Akzeptanz der Erhaltung historischer Kulturlandschaftselemente zuträglich sein.

E V. 5

Das Hügelland östlich von Ebern und das schwach reliefierte Hügelland an der oberen Baunach sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. An naturbetonten Strukturen verarmte Teilbereiche sollen entsprechend aufgewertet werden. Die besonderen historischen Kulturlandschaftselemente der Landschaftseinheit sollen als sehenswürdige Objekte in ihrer Aussagekraft erhalten und gestärkt werden.

 

Die beiden Landschaftseinheiten unterscheiden sich in ihrer Strukturvielfalt nur unwesentlich von dem stärker reliefierten Teil des Hügellandes um Burgpreppach (vgl. Ziel E V.4). Aufgrund des schwächer ausgeprägten Reliefs wirkt die Landschaft hier aber weniger abwechslungsreich, was sich auf die Erholungseignung der Landschaft nachteilig auswirkt.
Die Landschaftseinheiten zeichnen sich aber durch das Vorhandensein mehrerer besonderer historischer Kulturlandschaftselemente aus (vgl. Kap. 4.2.5, Tabelle 4.2). Diese gilt es als ablesbare Geschichte in der Landschaft in ihrer Substanz und Aussagekraft zu erhalten. Gleichzeitig stellen die historischen Kulturlandschaftselemente ein Potenzial für die Entwicklung der Erholungsnutzung dar. Durch die bewusste Einbindung der historischen Kulturlandschaftselemente in das Angebot für die ruhige, naturbezogene Erholung könnte die Attraktivität des Erholungsraumes in gewissem Umfang gestärkt werden. Gleichzeitig sollten Maßnahmen zur Aufwertung des Landschaftsbildes durchgeführt werden. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaftseinheit (vgl. Ziel L V.4).

 

Waldland um Hesselbach (VI)

 

 

 

 

 

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


E VI. 1

Der von Kerbtälern geprägte Teil des Waldlandes um Hesselbach soll für die ruhige, naturbezogene Erholung in seiner Naturnähe und seinem hohen landschaftlichen Abwechslungsreichtum erhalten und entwickelt werden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VI.1).

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer stadtnahen, naturbezogenen Erholung


E VI. 2

Der von Kerbtälern geprägte Teil des Waldlandes um Hesselbach soll im Nahbereich der Stadt Schweinfurt als stadtnaher Erholungsraum gesichert und bezüglich seiner Eignung für die stadtnahe, naturbezogene Erholung erhalten werden. Dazu sollen insbesondere die Naturnähe und der hohe landschaftliche Abwechslungsreichtum des Erholungsraums erhalten werden.  

Das Waldland um Hesselbach gehört zu den wenigen attraktiven Räumen für die naturbezogene Erholung im Nahbereich der Stadt Schweinfurt. Der unmittelbar an das Stadtgebiet angrenzende, stark reliefierte Teilraum weist mit seinem Wechsel zwischen schmalen Wiesentälern, strukturreichen Rodungsinseln und naturnahen Laubwäldern ein hohes Erholungspotenzial auf und ist als Naherholungsgebiet für die Stadt Schweinfurt von herausragender Bedeutung. Gleichzeitig unterliegt der Raum ausgehend von der Stadt Schweinfurt einem enormen Siedlungsdruck, der die Erholungseignung des Raumes zu beeinträchtigen droht. Daher ist es wichtig, Maßnahmen zur Sicherung des Raumes für die naturbezogene Erholung zu ergreifen und seine Erholungseignung in vollem Umfang zu erhalten. Außerdem gilt es das Erholungspotenzial des Gebietes durch die Anlage und den Erhalt von markierten Rad- und Wanderwegen ausreichend zu erschließen.
Die hervorragende Bedeutung der Landschaftseinheit für die stadtnahe, naturbezogene Erholung ergibt sich nicht zuletzt aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaftseinheit (vgl. Ziel L VI.1).

E VI. 3

Die stadtnahen Gebiete des flacheren Teils des Waldlandes um Hesselbach sollen als Erholungsraum für die Stadt Schweinfurt erhalten und im Sinne einer verbesserten Erholungseignung entwickelt werden.

 

Diese flacheren und strukturärmeren Teilgebiete des Waldlandes um Hesselbach besitzen aufgrund ihrer Stadtnähe sowie als überwiegend ländlich geprägte Gebiete ein ausreichendes Potenzial für die Nah- und Feierabenderholung. Dieses Potenzial gilt es zu erhalten und für die Erholungsnutzung auszubauen. Naturnahe Strukturen sollen deshalb vorrangig erhalten werden und die Erlebniswirksamkeit der Agrarlandschaft erhöht werden. Hierzu sollen z.B.

  • landschaftstypische, gliedernde Elemente und Strukturen entwickelt und
  • ein kleinteiligeres und abwechslungsreicheres Nutzungsmuster angestrebt

werden. Das Erholungspotenzial der Gebiete gilt es durch die Anlage und den Erhalt von markierten Rad- und Wanderwegen zu erschließen, wobei die Wegeverbindungen möglichst auf bestehenden Feld- und Waldwegen geführt werden sollen.

 

Waldlandschaften beiderseits des Mains (VII)

 

  

 

 

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


E VII. 1

Die Wälder der nördlichen Hochfläche der Haßberge sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung als geschlossenes und von störenden Lärmquellen weitgehend unbeeinträchtiges Waldgebiet erhalten werden. Naturnahe Waldbestände sollen erhalten werden. Es  soll darauf hingewirkt werden, dass die großen nadelholzdominierten Waldbestände zur Aufwertung ihrer Erholungseignung langfristig in strukturreiche Wälder mit hohem Laubholzanteil umgewandelt werden wird. In den Wiesentälern und Lichtungen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung entgegengewirkt werden.

     

Die nördliche Hochfläche der Haßberge bildet ein großes, geschlossenes Waldgebiet und gehört zu den wenigen großflächig unzerschnittenen Teilräumen der Region. Entsprechende visuelle oder akustische Störeinflüsse sind daher sehr gering. Dem Aspekt der „Ruhe“ kommt daher bei der Erholungseignung eine besondere Bedeutung zu. Beeinträchtigungen der ruhigen, naturbezogenen Erholungsnutzung durch Lärmeinflüsse gilt es daher zu vermeiden.

Die übrigen Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben das Erscheinungsbild des Waldgebietes in seiner Vielfalt und Naturnähe zu erhalten und zu entwickeln. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VII.1).

E VII. 2

Der Trauf und das Vorland der Haßberge östlich und nördlich von Hofheim i. Ufr. und der Steigerwaldtrauf sollen für die ruhige, naturbezogene Erholung in ihrem naturnahen und traditionell geprägten Erscheinungsbild erhalten und entwickelt werden. Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung soll entgegengewirkt werden. Intensivere Formen der Erholungsnutzung sollen unterbleiben.

 

Die Erholungseignung ergibt sich vor allem aus der Qualität des Landschaftsbildes. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VII.2).

E VII. 3

Die Wälder der Hochfläche der Haßberge südöstlich von Hofheim i. Ufr. und die Waldgebiete des Steigerwaldes sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten werden. Dazu sollen sie als geschlossene, überwiegend von Laub- und Mischwaldbeständen geprägte und von störenden Lärmquellen größtenteils unbeeinträchtigte Waldgebiete erhalten werden. Die standortbedingte Vielfalt der Waldbestände soll erhalten und entwickelt werden. In den Wiesentälern und Lichtungen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung entgegengewirkt werden.

     

Die Hochfläche der Haßberge südöstlich von Hofheim i. Ufr. bildet ebenso wie die Waldgebiete im Steigerwald ein geschlossenes Waldgebiet, das überwiegend von Laubhölzern geprägt ist. Die Wälder gehören zu den großflächig unzerschnittenen Teilräumen der Region. Entsprechend sind visuelle oder akustische Störeinflüsse sehr gering. Dem Aspekt der „Ruhe“ kommt daher bei der Erholungseignung eine besondere Bedeutung zu. Beeinträchtigungen der ruhigen, naturbezogenen Erholungsnutzung durch Lärmeinflüsse gilt es daher zu vermeiden.
Die übrigen Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben das Erscheinungsbild des Waldgebietes in seiner Vielfalt und Naturnähe zu erhalten und zu entwickeln. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VII.3).

E VII. 4

Der südliche Trauf der Haßberge soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten werden. Dazu sollen insbesondere die engen Kerbtäler in ihrem charakteristischen Wechsel zwischen strukturreichem Offenland und bewaldeten Steilhängen und Hochflächen erhalten werden. Aufforstungen und Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung im Bereich der offenen Talflächen soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt entgegengewirkt werden.

 

Neben dem ausgeprägten Relief sind vor allem die Naturnähe und der Strukturreichtum entscheidende Faktoren für die Erholungseignung der Landschaftseinheit. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VII.4).

E VII. 5

Das Vorland der Haßberge um Prappach soll als traditionell geprägte Kulturlandschaft von hoher Anziehungskraft in ihrem Erscheinungsbild erhalten und vor Beeinträchtigungen jeglicher Art bewahrt werden. Das vorhandene Wegenetz soll so erhalten und gestaltet werden, dass die Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt und mit ihren aussichtsreichen Höhen für Wanderer möglichst in Form von Rundwegen erschlossen und erlebbar ist.

Die Erholungsnutzung soll in Art und Intensität so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung des Gebietes in seinem hohen Wert für den Arten- und Biotopschutz möglichst ausgeschlossen werden kann.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus dem guten Erhaltungszustand der traditionell geprägten Kulturlandschaft und ihrem hohen landschaftlichen Reiz. Zudem bieten sich von den markanten Bergkuppen der Landschaftseinheit beeindruckende Rundblicke Die Kulturlandschaft um Prappach gehört damit zu den besonders attraktiven Teilgebieten der Region. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten ebenso für die Erhaltung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VII.5).
Zur Erholungseignung eines Gebietes gehört, dass die Landschaft in ihrer besonderen Ausprägung für den Erholungssuchenden auch erlebbar ist. Die Kulturlandschaft um Prappach sollte daher auf markierten Wegen gut erwandert werden können. Dabei gilt es vor allem des vorhandene Wegenetz zu nutzen. Zur Ermöglichung von attraktiven Rundwanderungen kann im Einzelfall auch die Neuanlage schmaler Wanderpfade in Erwägung gezogen werden.
Das Gebiet zeichnet sich in Teilbereichen durch seinen hohen Wert für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume aus. Um Beeinträchtigungen durch die Erholungsnutzung zu verhindern, soll das Gebiet ausschließlich der ruhigen, naturbezogenen Erholung vorbehalten bleiben. Dabei gilt es die Erholungsnutzung durch geeignete Maßnahmen so zu lenken, dass Störungen der wertvollen Lebensräume weitestmöglich ausgeschlossen werden können .

E VII. 6

Die Kulturlandschaft um Neubrunn und Jesserndorf soll in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll die Kulturlandschaft in ihrer traditionellen Prägung erhalten werden und insbesondere die historischen Flurformen der Landschaftseinheit als sehenswürdige Objekte in ihrer Aussagekraft erhalten und gestärkt werden. Nadelholzdominierte Waldflächen sollen zur Aufwertung ihrer Erholungseignung langfristig in strukturreiche Waldbestände mit überwiegendem Laubholzanteil umgewandelt werden.

 

Die Erholungseignung der Landschaftseinheit ergibt sich in erster Linie aus dem Reiz der traditionell geprägten Kulturlandschaft. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher ebenso für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaftseinheit (vgl. Ziel L VII.6).
Die Landschaftseinheit zeichnet sich durch das Vorhandensein besonderer historischer Flurparzellierungen aus (z.B. Breitstreifenflur „Rosengarten“ bei Dörflis). Diese sollen als Zeugnisse der Geschichte in der Landschaft in ihrer Aussagekraft erhalten werden. Gleichzeitig können die historischen Flurformen ein Potenzial für die Entwicklung der Erholungsnutzung darstellen. Durch ihre Thematisierung und bewusste Einbindung in das Angebot für die ruhige, naturbezogene Erholung könnten sie zu einem Anziehungspunkt für Erholungssuchende und historisch Interessierte werden. Allerdings sind diese Flurformen durch laufende Verfahren der Ländlichen Entwicklung akut gefährdet.

E VII. 7

Das Waldland westlich von Ebern soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden.

Dazu sollen in den Waldgebieten zerschneidungswirksame Eingriffe verhindert werden. Auf die Umwandlung nadelholzdominierter Waldbestände in Wälder mit überwiegendem Laubholzbestand soll hingewirkt werden. In den Offenlandbereichen sollen naturnahe Strukturen erhalten und entwickelt werden.

 

Da die Großflächigkeit von Wäldern einen wichtigen Aspekt ihrer besonderen Erlebniswirksamkeit darstellt, sollen die großen Waldflächen westlich von Ebern als geschlossene und unzerschnittene Waldgebiete erhalten bleiben. Die übrigen Ziele begründen sich in erster Linie aus dem Bestreben das Erscheinungsbild der Landschaftseinheit in seiner Vielfalt zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L VII.8).

E VII. 8

Die Haßberge im Umfeld des Lautertals sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu sollen naturnahe und traditionell geprägte Teilbereiche erhalten und die weniger attraktiven Gebiete entsprechend der Eigenart der Landschaft entwickelt werden. 

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VII.7).

E VII. 9

Die besiedelten Talräume des Steigerwaldes sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu sollen naturnahe und traditionell geprägte Teilbereiche erhalten und die weniger attraktiven Gebiete entsprechend der Eigenart der Landschaft entwickelt werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass nadelholzdominierte Waldbestände langfristig in Laub- und Mischwälder umgewandelt werden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus der besonderen Ausprägung des Landschaftsbildes. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten daher auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VII.7).

 

 

Maintal (VIII)

 

 

 

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer ruhigen, naturbezogenen Erholung


E VIII. 1

Im Maintal östlich Zeil a. Main sollen die von Infrastruktur, Siedlung und Gewerbe wenig beeinträchtigten Teilbereiche für die ruhige, naturbezogene Erholung gesichert werden. Eine Zunahme von Störeinflüssen, die den Talabschnitt in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung beeinträchtigen, soll vermieden und vorhandene Störungen soweit möglich gemindert werden. Die besonderen landschaftlichen Anziehungspunkte des Talraums sollen in ihrer Wirkung ungeschmälert erhalten werden.

 

Das Maintal östlich von Zeil a. Main besitzt aufgrund seiner landschaftlichen Ausprägung eine hohe Anziehungskraft als Erholungsraum. Als besonders erlebniswirksame Elemente lassen sich z.B. die steilen Talflanken mit ihren aussichtsreichen Höhen, kulturhistorische Besonderheiten, wie die weithin sichtbare Wallfahrtskirche Maria Limbach oder die historischen Weinberge bei Steinbach und naturnahe bzw. naturnah wirkende Flächen der Mainaue (z.B. zwischen Limbach, Sand und Zeil) nennen.
Allerdings wird der Talabschnitt in seiner Erholungseignung bereits durch akustische und visuelle Störeinflüsse eingeschränkt (z.B. Verkehrslärm, Freileitungen, Industrie- und Gewerbebauten). Um die Bedeutung des Talraums für die ruhige, naturbezogene Erholung nicht weiter zu beeinträchtigen, gilt es die für eine entsprechende Erholungseignung maßgeblichen Flächen und Elemente zu sichern und in ihrer Ausprägung und Wirkung zu erhalten. Dabei gilt es auch interessante und reizvolle Blickbezüge zu und von den Talflanken als Teil der Attraktivität des Landschaftsraumes zu berücksichtigen und zu erhalten. Da das Landschaftsbild einen wichtigen Bestandteil der Erholungseignung darstellt, gelten auch die dort formulierten Ziele und Begründungen (vgl. Ziel L VIII.1).

E VIII. 2

Das Maintal bei Haßfurt und das Maintal zwischen Grafenrheinfeld und Hirschfeld sollen in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung aufgewertet werden. Dazu sollen insbesondere Störeinflüsse soweit möglich gemindert werden und die Talabschnitte in ihrer Naturnähe entwickelt werden. Die Erholungsnutzung soll so gesteuert werden, dass eine Beeinträchtigung der Teilgebiete, die für den den Arten- und Biotopschutz von hohem Wert sind, möglichst ausgeschlossen werden kann.

 

Flüsse und ihre Täler besitzen für den Menschen generell eine hohe Anziehungskraft und sind daher als Erholungslandschaften potentiell sehr gut geeignet. Die Talabschnitte entlang des Mains bei Haßfurt und zwischen Grafenrheinfeld und Hirschfeld sind durch landwirtschaftliche, bauliche und industriell-gewerbliche Nutzungen z.T. in erheblichem Umfang überprägt. Dennoch hat die Flusslandschaft ihre Anziehungskraft nicht gänzlich verloren. In Teilbereichen haben sich sogar Reste einer sehr naturnahe Auenlandschaft erhalten. Dies gilt insbesondere für den Talabschnitt zwischen Haßfurt und Wonfurt.
Es gilt daher einerseits dafür zu sorgen, dass die Talabschnitte infolge der vielfältigen Nutzungsansprüche nicht als Räume für die Erholungsnutzung verloren gehen und in ihrer Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung wieder aufgewertet werden; andererseits sollen in den Bereichen, die sich durch einen hohen Wert für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten auszeichnen, Beeinträchtigungen der Lebensraumfunktion durch die Erholungsnutzung weitestmöglich ausgeschlossen werden. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen gelten auch für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung der Landschaftseinheiten (vgl. L VIII.3).

E VIII. 3

Das Maintal südlich Hirschfeld soll in seiner Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung erhalten und entwickelt werden. Dazu soll das naturnahe Erscheinungsbild des Talraums erhalten und optimiert werden. Beeinträchtigungen der Erholungseignung soll soweit möglich entgegengewirkt werden.

 

Die Bedeutung der Landschaftseinheit für die ruhige, naturbezogene Erholung ergibt sich vor allem aus dem naturnahen Erscheinungsbild des Talraums. Die Ziele begründen sich daher in erster Linie aus dem Bestreben, das Landschaftsbild in seiner Qualität zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Ziel L VIII.4).


Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer stadtnahen, naturbezogenen Erholung


E VIII. 4

Das Maintal zwischen Schonungen und Schweinfurt soll für die Stadt Schweinfurt als stadtnaher Erholungsraum gesichert werden. Eine zunehmende Bebauung des Talabschnittes soll verhindert werden. Dies gilt auch für Bauten, die zu privaten Zwecken im Zuge der Freizeit- und Erholungsnutzung errichtet werden. Die Zugänglichkeit und Erlebbarkeit des Raumes in Form von Spazierwegen soll erhalten und entwickelt werden.

 

Das Maintal zwischen Schonungen und Schweinfurt gehört zu den wenigen attraktiven Räumen für die naturbezogene Erholung im Nahbereich der Stadt Schweinfurt. Der unmittelbar an das Stadtgebiet angrenzende Talabschnitt mit seinem ausgeprägten Prallufer weist aufgrund der geringen städtischen Überprägung ein hohes Erholungspotenzial auf und ist als Naherholungsgebiet für die Stadt Schweinfurt von herausragender Bedeutung. Daher gilt es den Raum in seiner Erholungseignung in vollem Umfang zu erhalten und das Erholungspotenzial des Gebietes durch die Anlage und den Erhalt eines geeigneten Wegenetzes ausreichend zu erschließen. Die für das Landschaftsbild formulierten Ziele und Begründungen dienen ebenso für die Erhaltung und Entwicklung der Erholungseignung (vgl. Ziel L VIII.2).

E VIII. 5

Im Maintal am Südrand von Schweinfurt und im Raum Grafenrheinfeld sollen insbesondere entlang des Mains Freiräume als stadtnahe Erholungsflächen gesichert und entsprechend dieser Zweckbestimmung aufgewertet werden.

 

Flüsse und ihre Täler besitzen für den Menschen generell eine hohe Anziehungskraft und sind daher als Erholungslandschaften potentiell sehr gut geeignet. Im Südwesten von Schweinfurt liegen die großen Industriegebiete der Stadt. Südlich der A 70 sieht die Flächennutzungsplanung weitere Flächen für die Entwicklung von Industrie und Gewerbe vor. Damit das Maintal südwestlich von Schweinfurt für die stadtnahe Erholung nicht gänzlich verloren geht, sollten bei der weiteren Bebauung dieses Teils des Maintals Freiräume entlang des Flusses gesichert und zu gut erreichbaren, stadtnahen Erholungsflächen entwickelt werden.

 

Strukturarme Agrarlandschaft um Schweinfurt (IX)

 

 

 

 

Gebiete mit Bedeutung für die Erhaltung und Entwicklung einer stadtnahen, naturbezogenen Erholung


E IX. 1

Die stadtnahen Agrarlandschaften im Westen und Südosten von Schweinfurt sollen als stadtnahe Erholungsräume erhalten und im Sinne einer verbesserten Erholungseignung entwickelt werden.

 

Diese Bereiche der strukturarmen Agrarlandschaft um Schweinfurt besitzen aufgrund ihrer Stadtnähe sowie als überwiegend ländlich geprägte Gebiete ein ausreichendes Potenzial für die Nah- und Feierabenderholung. Dieses Potenzial gilt es zu erhalten und für die Erholungsnutzung auszubauen. Naturnahe Strukturen sollen deshalb vorrangig erhalten werden und die Erlebniswirksamkeit der Agrarlandschaft erhöht werden. Hierzu sollen z.B.

  • landschaftstypische, gliedernde Elemente und Strukturen wie z.B. Einzelbäume, Baumreihen, Streuobstbestände, Hecken, extensiv genutzte magere Säume und Raine, gewässerbegleitende Gehölze entwickelt und
  • ein kleinteiligeres und abwechslungsreicheres Nutzungsmuster angestrebt

werden.
Das Erholungspotenzial der Gebiete gilt es durch die Anlage und den Erhalt von markierten Rad- und Wanderwegen zu erschließen, wobei die Wegeverbindungen möglichst auf bestehenden Feld- und Waldwegen geführt werden sollen.
Durch den Bau der A 71 wird westlich von Schweinfurt entlang dieser Autobahn eine zusätzliche Lärmbelastung auftreten, die in einem breiten Korridor zu einer Minderung der Erholungseignung der Gebiete führen wird. Maßnahmen zur Förderung der Erholungseignung der stadtnahen Agrarlandschaften um Schweinfurt sollten daher vorrangig außerhalb dieses Lärmkorridors durchgeführt werden.


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