7.3 Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege

Im folgenden werden die erforderlichen Maßnahmen aufgeführt, die sich aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege ergeben, um in den einzelnen Landschaftsräumen die vordringlichen Schutz-, Sicherungs- und Entwicklungsziele zu erfüllen. Die Reihenfolge der Nennung legt keine Gewichtung der Maßnahmen fest.

Die Durchführung der Maßnahmen ist notwendig, um die für die einzelnen Schutzgüter formulierten Ziele in den verschiedenen Gebieten der Region zu erreichen. Da sie jedoch meist den Zielen mehrerer Schutzgüter gleichzeitig zugute kommen (z.B. ist die naturnahe Gestaltung von Gewässern für die Schutzgüter Wasser, Arten/Lebensräume und Landschaftsbild zielführend), beziehen sich die aufgeführten Maßnahmen auf eine Gebietskulisse, die sich gemäß Überlagerung der schutzgutbezogenen Zielgebiete und innerfachlichem Zielabgleich (Unterscheidung in Haupt- und Nebenziele) ergibt (vgl. Karte 5).

Die Textverweise in der Karte 6 „Leitbild der Landschaftsentwicklung“ nehmen auf diese durch Zielüberlagerung und Zielabgleich entstandenen Gebiete Bezug.

Fachliche Begründungen für die in diesen Gebieten vorgeschlagenen Maßnahmen finden sich in den der jeweiligen Zweckbestimmung entsprechenden schutzgutbezogenen Zielkonzepten (siehe Kapitel 6).

 

Osthessisches Bergland (35)
(Hohe Rhön - 354,
Vorder- und Kuppenrhön - 353)

 

 

 

 

 

35.1 Naturschutzfachlich hochwertige Waldgebiete der südlichen Vorder- und Kuppenrhön
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • Wiedervernässung von Quellstandorten
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche, vor allem Borstgrasrasen, ggf. Rücknahme von jüngeren Aufforstungen
  • Förderung der Vielfalt an Grünlandgesellschaften durch spezielle Nutzung bzw. Pflegemaßnahmen

35.2    Bach- und Flusstäler der Hohen Rhön und der Vorder- und Kuppenrhön

  • Verbesserung der Wasserqualität in einigen Teilstrecken und Nebengewässern
  • Optimierung der Gewässerstruktur vor allem in den Siedlungen
  • Verbesserung der biologischen Durchgängigkeit: sukzessive Beseitigung der Gewässerbarrieren (Mühlwehre und Abstürze), z.B. durch Rückbau, Sohlrampen, Umgehungsgerinne oder Anlage von Fischaufstiegshilfen
  •  Ausweitung und Wiederherstellung auetypischer Lebensräume
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen)
  • extensive Grünlandnutzung beibehalten oder vermehrt fördern
  • Freihalten von Wiesentälern

35.3    Truppenübungsplatz Wildflecken

  • weitere Berücksichtigung ökologischer Belange bei der militärischen Nutzung
  • auf besonders bedeutsamen Lebensräumen weitgehender Ausschluss des militärischen Betriebs, Kennzeichnung als Schutzzonen
  • Erweiterung und Pflege bestehender Schutzgebiete
  • Offenhalten von Basaltfelsen (z.B. am Rabenstein)
  • Offenhalten ökologisch wertvollen Grünlands durch gezielte Pflegemaßnahmen, Verzicht auf weitere Aufforstungen in diesen Bereichen
  • extensive Mahd der Bergwiesen, Rücknahme der Fichtenaufforstungen in diesen Bereichen
  • Umbau fichtendominierter Waldbestände in naturnahe Wälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung (auch um der Bodenversauerung entgegenzuwirken)
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • detailliertere Dokumentation der Pflanzen- und Tierarten
  • in Anbetracht des Waldreichtums und der hohen Versauerungsgefährdung möglichst keine Waldbegründungen; Erstaufforstungen allenfalls als Laubwald

35.4    Schwarze Berge

  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte, Naturwaldreservate)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
  • Überführung einiger Bach- und Talabschnitte in einen naturnäheren Zustand
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche; ggf. Rücknahme von jüngeren Aufforstungen
  • Verhinderung von Verbrachung, Verbuschung, Wiederbewaldung oder Erstaufforstung
  • Förderung der Vielfalt an Grünlandgesellschaften durch spezielle Nutzung bzw. Pflegemaßnahmen, vorrangig der Magerrasen, dabei Gewährleistung einer extensiven Beweidung
  • Ergänzung von Hecken, Rainen, Ranken und Magerrasenresten an den Talhängen

35.5    Kreuzbergrhön mit Osthängen

  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung, Extensivierung der forstlichen Nutzung vor allem in Feucht- und Auwäldern
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • Pflege der vielfältigen Grünland-, Hecken- und Feuchtgebietskomplexe
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche
  • Verhinderung von Verbrachung, Verbuschung, Wiederbewaldung oder Erstaufforstung
  • Fortführung bzw. Wiederaufnahme extensiver Grünlandwirtschaft, Förderung der Vielfalt an Grünlandgesellschaften durch spezielle Nutzung bzw. Pflegemaßnahmen
  • Intensivierungstendenzen entgegenwirken und Förderung extensiver Nutzungsformen
  • Lenkung der Erholungsnutzung
35.6 Naturschutzfachlich hochwertige Kulturlandschaft und Waldgebiete westlich Bischofsheim
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche
  • Fortführung bzw. Wiederaufnahme extensiver Grünlandwirtschaft, Pflege der wertvollen Grünlandgesellschaften
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung, Extensivierung der forstlichen Nutzung vor allem in Feucht- und Auwäldern
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern im Zuge eines naturnahen Waldbaus
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • Verminderung des Einsatzes von Pflanzenschutz- und Düngemitteln auf Böden mit geringem Sorptionsvermögen sowie Unterlassen versauerungsfördernder Maßnahmen
  • bei Flächenstillegungen und Extensivierungsmaßnahmen Bodenuntersuchungen, um eine Mobilisierung von Schadstoffen durch pH-Wert-Absenkungen auszuschließen
35.7 Naturschutzfachlich hochwertiges Hangwaldgebiet südlich des Heidelstein
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern im Zuge eines naturnahen Waldbaus.
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche
35.8    Lange Rhön
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, Fortführung extensiver Grünlandwirtschaft und Förderung der Vielfalt an Grünlandgesellschaften durch spezielle Nutzung bzw. Pflegemaßnahmen
  • ggf. Ergänzung von Heckenkomplexen, extensive Nutzung der Zwischenflächen und Verzicht auf Aufforstungen
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte)
35.9    Naturschutzfachlich hochwertige Osthänge der Langen Rhön
  • Förderung von Feuchtgebieten, trockenen Magerwiesen, Kalkmagerrasen auf Wellenkalk und Borstgrasrasen
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte, Naturwaldreservate)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche; ggf. Rücknahme von jüngeren Aufforstungen
  • Förderung der Vielfalt an Grünlandgesellschaften durch spezielle Nutzung bzw. Pflegemaßnahmen
  • Verminderung des Einsatzes von Pflanzenschutz- und Düngemitteln auf Böden mit geringem Sorptionsvermögen sowie Unterlassen versauerungsfördernder Maßnahmen
  • bei Flächenstillegungen und Extensivierungsmaßnahmen Bodenuntersuchungen, um eine Mobilisierung von Schadstoffen durch pH-Wert-Absenkungen auszuschließen
35.10 Naturschutzfachlich hochwertige Wellenkalkgebiete der nördlichen Vorder- und Kuppenrhön
  • Pflege der wertvollen Trockenstandorte unter Einbeziehung lichter Kiefernwaldbestände
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung, Erhaltung auch ausgewählter lichter Kiefernwälder, da hier den lichten Kiefernwäldern mit Arten der Kalkmagerrasen und thermophilen Säumen eine sehr hohe naturschutzfachliche Bedeutung zukommt
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche
  • Wiederaufnahme der Schafbeweidung auf den Magerrasen, vorrangig an den Streutalhängen
35.11  Gebiete mit besonders empfindlichen Böden im Raum Motten
  • bei Flächenstillegungen, Aufforstungen und Extensivierungsmaßnahmen Bodenuntersuchungen und eine gezielte Aushagerung vornehmen (Vermeidung erhöhter Nitrat-Auswaschung)
  • Minimierung von Stickstoffüberschüssen und Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes sollte
  • nach Möglichkeit vermehrte Grünlandnutzung
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren, Biotopneuschaffung vor allem im Bereich der Böden mit Standortpotenzial für seltene Lebensgemeinschaften
35.12 Gebiete der südlichen Vorder- und Kuppenrhön mit vorrangiger Erholungsfunktion
  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotop- und Erlebnisqualität
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • langfristig Umbau nadelholzdominierter Wälder in Laub- und Mischwälder
  • bei Flächenstillegungen, Aufforstungen und Extensivierungsmaßnahmen Bodenuntersuchungen und eine gezielte Aushagerung vornehmen (Vermeidung erhöhter Nitrat-Auswaschung)
  • Minimierung von Stickstoffüberschüssen und Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes
  • nach Möglichkeit vermehrte Grünlandnutzung
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren, Biotopneuschaffungen zur Optimierung des Biotopverbunds und Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds
35.13 Waldgebiet zwischen Wildflecken und Kreuzberg mit vorrangiger Erholungsfunktion
  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotop- und Erlebnisqualität
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
35.14 Strukturreiche Landschaften und Waldgebiete der nördlichen Vorder- und Kuppenrhön mit hohem Erholungswert
  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotop- und Erlebnisqualität
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren, Biotopneuschaffungen zur Optimierung des Biotopverbunds und Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten und anderen Feuchtgebieten
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche
  • Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten
  • Minimierung von Stickstoffüberschüssen und Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes
35.15  Nadelholzreiche Wälder mit vorrangiger Erholungsfunktion
  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • ggf. Wiedervernässung von Quellstandorten
  • Freihalten traditioneller Offenlandschaften, insbesondere der wertvollen Grünlandbereiche
35.16 Kulturlandschaften der nördlichen Vorder- und Kuppenrhön mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren, Biotopneuschaffungen zur Optimierung des Biotopverbunds und Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds
  • bei Flächenstillegungen, Aufforstungen und Extensivierungsmaßnahmen Bodenuntersuchungen und eine gezielte Aushagerung vornehmen (Vermeidung erhöhter Nitrat-Auswaschung)
  • Minimierung von Stickstoffüberschüssen und Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes
  • Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten
  • nach Möglichkeit vermehrte Grünlandnutzung
35.17 Gebiete der nördlichen Vorder- und Kuppenrhön mit vorrangiger Bedeutung für den Schutz empfindlicher Böden
  • bei Flächenstillegungen, Aufforstungen und Extensivierungsmaßnahmen Bodenuntersuchungen und eine gezielte Aushagerung vornehmen (Vermeidung erhöhter Nitrat-Auswaschung)
  • Minimierung von Stickstoffüberschüssen und Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes sollte
  • nach Möglichkeit vermehrte Grünlandnutzung
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren, Biotopneuschaffungen zur Optimierung des Biotopverbunds und Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds
  • Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten
35.18 Gebiete der Nördlichen Vorder- und Kuppenrhön mit vorrangiger Bedeutung für den Grundwasserschutz
  • bei Flächenstillegungen, Aufforstungen und Extensivierungsmaßnahmen Maßnahmen zur gezielten Aushagerung sowie Bodenuntersuchungen zur Vermeidung erhöhter Nitrat-Auswaschung
  • Minimierung von Stickstoffüberschüssen durch standortangepasste Düngung (Orientierung am Entzug); Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes
  • nach Möglichkeit vermehrte Grünlandnutzung
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren, Biotopneuschaffungen zur Optimierung des Biotopverbunds und Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds
  • Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

 

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