Mainfränkische Platten (13)

(Grabfeldgau – 138,
Wern-Lauer-Platten – 135,
Gäuplatten im Maindreieck – 134, Schweinfurter Becken – 136, Hesselbacher Waldland – 139, Steigerwaldvorland – 137, Maintal)

 

13.1    Naturschutzfachlich hochwertige Waldgebiete der Mainfränkischen Platten

  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Weiterführung bzw. bei noch vorhandener typischer Struktur Wiederaufnahme der Mittelwaldbewirtschaftung in den durch besondere Artvorkommen ausgezeichneten Mittelwäldern (Ersatz überalterter Stöcke; Erhöhung des Anteils alter Oberhölzer; Erziehung eines ausreichenden Anteils von Kernwüchsigen; finanzieller Ausgleich für Mehraufwand und Minderertrag)

13.2    Naturschutzfachlich hochwertige Landschaft des südwestlichen Mellrichstädter Gäus

  • Förderung und Neuentwicklung hochwertiger Trockenstandorte auf Wellenkalk und Optimierung des Mager-Trocken-Biotopverbunds
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume, vor allem extensive Grünlandnutzung von Halbtrockenrasen und Magerwiesen (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Erhaltung des lichten Charakters in besonders wertvollen Trockenwäldern, teils auch Auflichtungen und ökologische Optimierung von Laubwaldbeständen
  • Rücknahme von Aufforstungen auf wertvollen Trockenstandorten
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen) mit vorgelagerten mageren und wärmeliebenden Säumen
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.3    Standortübungsplatz bei Mellrichstadt

  • weitere Berücksichtigung ökologischer Belange bei der militärischen Nutzung
  • auf besonders bedeutsamen Lebensräumen weitgehender Ausschluss des militärischen Betriebs, Kennzeichnung als Schutzzonen
  • Erhaltung der Kalkmagerrasen und Trocken-Biotopkomplexe durch gezielte Pflegemaßnahmen
  • Offenhalten ökologisch wertvollen Grünlands durch gezielte Pflegemaßnahmen, Verzicht auf weitere Aufforstungen in diesen Bereichen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung

13.4    Naturschutzfachlich hochwertige Kulturlandschaften der Mainfränkischen Platten

  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • biotopverbessernde Maßnahmen und Biotopneuschaffungen zur Optimierung und Weiterentwicklung des Biotopverbundes – auch in den umliegenden Gebieten
  • naturnahe Gestaltung der Gräben in der Geißlerniederung (Anheben der Sohle, Aufweitung des Profils) und Anlage von Pufferstreifen, teilweise als nur gelegentlich gemähte Staudenfluren.
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.5    Trockenstandorte, Nieder- und Mittelwälder im Raum Herbstadt – Trappstadt

  • Ausweisung von Pufferzonen um die hochwertigsten Trockenstandorte und Durchführung von Pflegemaßnahmen
  • Weiterführung bzw. bei noch vorhandener typischer Struktur Wiederaufnahme der ordnungsgemäßen Nieder- und Mittelwaldbewirtschaftung in den durch besondere Artvorkommen ausgezeichneten Mittelwäldern (Ersatz überalterter Stöcke; Erhöhung des Anteils alter Oberhölzer; Erzielung eines ausreichenden Anteils von Kernwüchsigen; finanzieller Ausgleich für Mehraufwand und Minderertrag)
  • Förderung thermophiler Waldgesellschaften und Waldsäume in Kombination mit landesweit bedeutsamen Magerrasen
  • Umbau von Nadelholzbeständen in standortheimische Laubmischwälder
  • Entwicklung der bayernweit nicht häufigen Potenziellen Natürlichen Vegetation in Teilbereichen zulassen
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Flächenausweitung der bestehenden naturbetonten Lebensräume (z.B. Hecken, Gebüsche) und Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen

13.6    Naturschutzfachlich hochwertige Mittelwälder im Raum Großbardorf

  • Weiterführung der ordnungsgemäßen Mittelwaldbewirtschaftung in den durch besondere Artvorkommen ausgezeichneten Mittelwäldern (Ersatz überalterter Stöcke; Erhöhung des Anteils alter Oberhölzer; Erziehung eines ausreichenden Anteils von Kernwüchsigen; finanzieller Ausgleich für Mehraufwand und Minderertrag)
  • Umbau der kleinflächig eingestreuten Nadelholzbestände in standortheimische Laubmischwälder
  • Extensive Nutzung bzw. Pflege der randlichen Magerrasenreste und Feuchtwiesenreste

13.7    Naturschutzfachlich wertvolle Bach- und Flusstäler der Mainfränkischen Platten

  • Überführung begradigter und ausgebauter Fließgewässerabschnitte in einen naturnahen Zustand bzw. Förderung einer eigendynamischen Fließgewässerentwicklung und einer naturnahen Auendynamik
  • Verbesserung der Abwasserreinigung und Reduzierung der Stoffeinträge aus landwirtschaftlichen Flächen, vorrangig in Gewässerabschnitten mit Gewässergüte schlechter als II
  • Verbesserung der biologischen Durchgängigkeit: sukzessive Beseitigung der Gewässerbarrieren (Mühlwehre und Abstürze), z.B. durch Rückbau, Sohlrampen, Umgehungsgerinne oder Anlage von Fischaufstiegshilfen
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen von wertvollen Lebensräumen, insbesondere der Feuchtbiotope, Entwicklung von Pufferflächen an empfindlichen Lebensräumen und Standorten
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen), Fortführung der Pflegemaßnahmen auf den Grundstücken der öffentlichen Hand
  • Flächenausweitung der bestehenden auetypischen Lebensräume, ggf. durch Wiedervernässungsmaßnahmen (z.B. Grabenaufstau, Anlage flacher Mulden)
  • Rückführung von Acker in Grünland im Auenbereich und in den Überschwemmungsgebieten zur Wiederherstellung der typischen talgebundenen Grünlandsysteme; Förderung einer extensiven Nutzung des Grünlandes in den häufig überschwemmten Bereichen und in für wiesenbrütende Vogelarten geeigneten Bereichen
  • Ausweisung von Uferstreifen entlang der Gewässer und Förderung naturnaher, arten- und strukturreicher Ufersäume

13.8    Trockenstandorte auf Gipskeuper zwischen Münnerstadt und Stadtlauringen

  • Neuschaffung von Trockenlebensräumen zur Ausweitung des Biotopverbunds im Bereich des größten zusammenhängendes Trockenverbundsystems auf Gipskeuper in Bayern
  • Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte, hier insbesondere magere Trockenstandorte
  • Ausdehnung und Neuanlage naturbetonter Biotope auch in derzeit suboptimalen Bereichen, dabei auch Förderung von Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen und Gras-/Krautsäume - in größerem Umfang
  • Förderung extensiver Nutzungen, vor allem der Schafbeweidung, insbesondere zur Pflege wertvoller Kalkmagerrasen
  • Förderung thermophiler Waldränder und naturbetonter Trockenstandorte in extensiven Weinbergen

13.9    Wellenkalkgebiet der Wern-Lauer-Platten

  • nach Möglichkeit Schafbeweidung der Plateaumagerrasen und ausgewählter Hangbereiche durch Triftweide 
  • extensive Grünlandnutzung von Halbtrockenrasen und Magerwiesen
  • Streuobstbau in möglichst extensiver Form unter Erhalt wertvoller Magerrasenstrukturen
  • kleinflächiger Weinbau mit Erhalt und Wiederaufbau traditioneller Weinbaustrukturen
  • Extensivierung der Ackernutzung auf Grenzertragsstandorten
  • Erhaltung des lichten Charakters in besonders wertvollen Trockenwäldern, teils auch Auflichtungen und ökologische Optimierung von Laubwaldbeständen
  • Rücknahme von Aufforstungen auf wertvollen Trockenstandorten
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen) mit vorgelagerten mageren und wärmeliebenden Säumen
  • Kalksteinbrüche nach Abbauende als wertvolle Trockenstandorte erhalten und nicht aufforsten
  • Lenkung der Erholungsnutzung, keine weiteren Freizeiteinrichtungen
  • Optimierung der wenigen Wasserläufe und Feuchtgebiete im Gebiet, Ausweisung von Pufferzonen
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.10  Truppenübungsplatz Hammelburg

  • Fortführung der bereits in Gang befindlichen Pflege- und Optimierungsmaßnahmen
  • weitere Berücksichtigung ökologischer Belange bei der militärischen Nutzung
  • extensive Grünlandnutzung von Halbtrockenrasen und Magerwiesen im Bereich des großen zusammenhängendes Grünlandgebiets
  • Erhaltung des lichten Charakters in besonders wertvollen Trockenwäldern, teils auch Auflichtungen und ökologische Optimierung von Laubwaldbeständen
  • weiterhin naturnahe Waldbewirtschaftung oder wie bisher Unterlassen jeglichen Bewirtschaftung in Teilbereichen
  • Förderung der vielen Kleingewässer, die durch den Militärbetrieb entstehen, und gezielte Neuanlagen

13.11  Waldgebiet „Hain“ und Tal des Hausener Mühlbachs nordöstlich Schweinfurt

  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen (besonders typische Ausprägungen natürlicher Waldgesellschaften, Sonderstandorte)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Offenhalten der Talräume in den Waldgebieten in ihrer charakteristischen Ausprägung als schmale Wiesentäler
  • Anlage bzw. Ergänzung markierter Rad- und Wanderwege zur erholungsorientierten Erschließung, dabei Wegeverbindungen möglichst auf bestehenden Feld- und Waldwegen
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Biotopneuschaffungen zur Optimierung des Biotopverbunds und Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds

13.12  Strukturreiche Kerbtäler und Hangbereiche im Hesselbacher Waldland

  • Förderung thermophiler Waldränder und wertvoller Trockenstandorte durch extensive Nutzung bzw. Pflege nach Möglichkeit mit Schafbeweidung, z.B. im Raum Hausen und Marktsteinach sowie im Bereich des Wässernachtals und dessen Umfeld
  • Ergänzung des Trocken-Biotopverbunds im räumlichen Bezug zu den strukturreichen und wertvollen Maintalhängen
  • Optimierung der Fließgewässer (z.B. Wässernach) durch Minderung der in Teilbereichen noch zu hohen Abwasserbelastung
  • Renaturierung der wenigen verbauten Fließgewässerabschnitte
  • Förderung eines durchgängigen Uferstreifens mit Ufergehölzen und -staudenfluren als Pufferstreifen (Breite 10 - 20 m);
  • extensive Mähnutzung der Feuchtwiesen und Seggenriede
  • Extensivierung der Fettwiesen (Reduzierung der Düngeintensität, Rücknahme von Entwässerungen, Reduktion der Mähfrequenz auf maximal 2 Schnitte im Jahr);
  • möglichst naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Reduzierung oder Aussetzen der Bewirtschaftung in ausgewählten Waldteilen
  • Bereitstellung ausreichender Altholz- und Totholzmengen und von überdurchschnittlich vielen Höhlen- und Horstbäumen
  • sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Waldteilen
  • Entwicklung und Förderung blütenreicher Saumgesellschaften an den Waldinnen- und –außenrändern
  • Optimierung eines Teils der Fischteiche als Entwicklungsgewässer für Amphibien und Libellen durch Extensivierung der Nutzung in einzelnen Teichen; vorrangig zu optimieren sind die Teichgruppen im Wässernachtal unterhalb Kreuzthal und bei Buch
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.13  Naturschutzfachlich wertvolle Maintalhänge zwischen Schweinfurt und Haßfurt

  • Erhalt bzw. Wiederherstellung der Strukturvielfalt an den Maintalhängen durch extensive Nutzung oder Pflege (Streuobstbau, Mahd, kleinflächige Beweidung, Entbuschung, Entfernung oder Umbau von Nadelholzaufforstungen); Neuschaffung naturnaher Lebensräume
  • Optimierung und Vernetzung weiterer Magerrasenreste und magerer Streuobstwiesen zur Förderung eines Mager-Trocken-Biotopverbundsystems unter Einbeziehung von Magerrasen, wertvoller Trockenstandorte an extensiven Weinbergen und thermophiler Waldränder
  • Förderung extensiver Nutzungsformen, vor allem der Schafbeweidung
  • möglichst extensive Nutzung der Weinberge, auch an intensiv genutzten Weinbergen Neuschaffung von Trockenstandorten
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten
  • aufgrund der bayernweit seltenen Standortbedingungen auch Entwicklung zur landesweit seltenen Potenziellen Natürlichen Vegetation (Steppenwaldreben-Eichenwald) ermöglichen (jedoch nicht auf aktuell wertvollen Flächen)

13.14  Naturschutzfachlich hochwertige Eichen-Hainbuchenwälder des Schweinfurter Beckens und Steigerwaldvorlands

  • rascher Umbau von Nadelholzreinbeständen in naturnahe Laubmischwälder (Kiefer allenfalls im Bereich von Flugsandauflagen), innerhalb der Eichen-Hainbuchenwälder möglichst mittels Naturverjüngung
  • Fortführung der mittelwaldartigen Nutzung bzw. Wiedereinführung in ausgewählten Eichen-Hainbuchenwäldern mit Vorkommen thermophiler Arten der Säume und lichten Wälder
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Förderung der Waldränder und ihrer thermophilen Säume, bei Bedarf Pflege
  • Ausweitung der Laubwälder zur Optimierung der Vernetzung der zahlreichen kleinen Waldinseln und zu wertvollen Biotopen in der Umgebung (da Bedrohung durch Isolierung, Stoffeinträge und Eutrophierung)

13.15  Naturschutzfachlich hochwertige Lebensräume auf Flugsand im Schweinfurter Becken und Steigerwaldvorland

  • Optimierung der letzten erhaltenen Sandtrockenrasen
  • Förderung und gezielte Neuanlage naturbetonter Lebensräume (vor allem Trockenrasen, Sandmagerrasen) aufgrund des im Bereich der Flugsandauflage besonderen Entwicklungspotenzials
  • Förderung naturnaher Wälder (auf Dünen- und Flugsandfeldern auch Kiefern-Wälder), möglichst naturnahe Waldbewirtschaftung
  • aufgrund der bayernweit seltenen Standortbedingungen auf Flugsand hier auch Entwicklung zur landesweit seltenen Potenziellen Natürlichen Vegetation (Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald) zulassen (jedoch nicht auf aktuell wertvollen Flächen)

13.16  Naturschutzfachlich hochwertige Maintalhänge südlich Garstadt

  • Erhalt bzw. Wiederherstellung der Strukturvielfalt an den Maintalhängen durch extensive Nutzung oder Pflege (Streuobstbau, Mahd, Entbuschung, Entfernung oder Umbau von Nadelholzaufforstungen); Neuschaffung naturnaher Lebensräume
  • Förderung des Trocken-Biotopverbundsystems unter Einbeziehung thermophiler Waldränder und Trockenstandorte
  • möglichst extensive Nutzung der Weinberge
  • an intensiv genutzten Weinbergen Neuschaffung von Trockenstandorten
  • Förderung der naturnahen Wälder, insgesamt möglichst naturnahe Waldbewirtschaftung
  • aufgrund der bayernweit seltenen Standortbedingungen auch Entwicklung zur landesweit seltenen Potenziellen Natürlichen Vegetation (Steppenwaldreben-Eichenwalds) entlang der Maintalhänge ermöglichen (jedoch nicht auf aktuell wertvollen Flächen)
  • Verbesserung des Erosionsschutzes in den Weinbergen

13.17  Naturschutzfachlich hochwertige Maintalabschnitte mit hohem Entwicklungspotenzial

  • Wiederherstellung naturnaher Uferabschnitte an geeigneten Stellen (Flachufer, Schlamm-Sand-Kies-Ufer, natürlicher Uferbewuchs)
  • Verbesserung der Durchgängigkeit der Stauanlagen in beiden Richtungen, Anbindung der Seitengewässer (Bäche, Gräben, Altwasser); Anlage von Umgehungsgerinnen
  • weitere Bemühungen zur Verbesserung der Wasserqualität, um durchgängig die Gewässergüteklasse II (mäßig belastet) zu erreichen
  • Renaturierung stark veränderter Bachunterläufe in der Aue
  • Aufweitung und Laufverlängerung der linearen Gräben, Abflachung der Grabenränder (unter Schonung wertvoller Pflanzenbestände), Anlage von Pufferstreifen
  • Optimierung der Altwasser und Buhnenteiche als artenreiche Lebensräume typischer Arten der Auen, ggf. weitere Einschränkung der fischereilichen und sonstigen Nutzung
  • Neuanlage flacher Gewässer als Laich- und Entwicklungsgewässer gefährdeter Amphibien, Libellen und weiterer wassergebundener Arten, Verzicht auf die Verfüllung von Tümpeln und Flutrinnen
  • Flächenvergrößerung, Regenerierung und Vernetzung von Feuchtgebieten wie Auwäldern, Röhrichten, Seggensümpfen, Feuchtwiesen etc.
  • Erhalt der wenigen naturnahen Auwaldreste, Umbau von Pappelanpflanzungen, Vernetzung der Auwaldinseln über die gewässerbegleitenden Gehölzsäume und Neuanlage auf intensiv agrarisch genutzten Flächen und auf Teilflächen von Abbaustellen (nicht auf extensiv genutztem Grünland und unbestockten Feuchtgebieten)
  • Förderung der Verlandungsvegetation und von Röhrichten entlang der Gewässer
  • weitere Regenerationsmaßnahmen im Bereich von Niedermoorrelikten, Wiederherstellung von Stromtalwiesen und Ausdehnung von Streuwiesen
  • Anlage bzw. Ausweisung von Pufferzonen (z.B. als Extensivwiesen oder auch Extensiväcker) um empfindliche und wertvolle Lebensräume
  • Wiedervernässung und Extensivierung von grundwassernahem Wiesenbereichen
  • Umwandlung von Acker in Grünland vor allem im Überschwemmungsbereich
  • Optimierung von Sandmagerrasen und sandigen Auewiesen und von Trockenstandorten an Böschungen und Wegrändern, auf unbefestigten Wegen und in Abbaustellen
  • Fortführung der extensiven Beweidung und der extensiven Mähnutzung auf den Magerrasen und -wiesen und Ausdehnung dieser Wiesen; dazu Erweiterung Reduktion der Düngezufuhr auf Fettwiesen und Rückführung von Ackerflächen in Grünland vor allem auf sandigen Standorten
  • Freihalten von offenen Sandflächen (z. B. in Abbaustellen, auf Sandanschwemmungen, an Abbruchkanten), zum Teil auch Sukzession
  • Optimierung der Abbaustellen im Maintal als Sekundärlebensräume typischer Auenarten und als Trittsteine im Biotopverbund
  • stärkere Gewichtung der Naturschutzfunktion von Abbaustellen (wichtige Sekundärlebensräume typischer Auenarten) und an neu entstehenden Baggerseen, Verbesserung der ökologischen Qualität rekultivierter Baggerseen (z. B. Abflachung der Ufer, Schaffung von Ruhezonen, Förderung von Verlandungsvegetation und Röhrichtflächen)
  • Erhalt störungsarmer Bereiche, ggf. Beruhigung sensibler Bereiche, v. a. an den Baggerseen, die als Rastgebiet für Zugvögel dienen
  • ggf. Wiederherstellung der funktionalen Verbindung zwischen Talaue und den Maintalhängen zur Sicherung der Wechselbeziehungen.

13.18  Abschnitte des Maintals mit vorrangig bedeutsamen Auenfunktionen

  • Wiederherstellung naturnaher Uferabschnitte an geeigneten Stellen (Flachufer, Schlamm-Sand-Kies-Ufer, natürlicher Uferbewuchs), z. B. im Rahmen des weiteren Mainausbaus
  • Verbesserung der Durchgängigkeit der Stauanlagen in beiden Richtungen, Anbindung der Seitengewässer (Bäche, Gräben, Altwasser);
  • weitere Bemühungen zur Verbesserung der Wasserqualität, um durchgängig die Gewässergüteklasse II (mäßig belastet) zu erreichen
  • Renaturierung stark veränderter Bachunterläufe in der Aue
  • Aufweitung und Laufverlängerung der linearen Gräben, Abflachung der Grabenränder (unter Schonung wertvoller Pflanzenbestände), Anlage von Pufferstreifen
  • Neuanlage flacher Gewässer als Laich- und Entwicklungsgewässer gefährdeter Amphibien, Libellen und weiterer wassergebundener Arten, Verzicht auf die Verfüllung von Tümpeln und Überschwemmungsrinnen
  • Flächenvergrößerung, Regenerierung und Vernetzung von Feuchtgebieten
  • Umbau von Pappelanpflanzungen, Vernetzung der Auwaldinseln über die gewässerbegleitenden Gehölzsäume und Neuanlage auf intensiv agrarisch genutzten Flächen und auf Teilflächen von Abbaustellen (nicht auf extensiv genutztem Grünland und unbestockten Feuchtgebieten)
  • Förderung der Verlandungsvegetation und von Röhrichten entlang der Gewässer
  • Anlage bzw. Ausweisung von Pufferzonen (z.B. als Extensivwiesen oder auch Extensiväcker) um empfindliche und wertvolle Lebensräume
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen)
  • Wiedervernässung und Extensivierung von grundwassernahem Wiesenbereichen
  • Umwandlung von Acker in Grünland vor allem im Überschwemmungsbereich
  • Optimierung von Sandmagerrasen und sandigen Auewiesen und von Trockenstandorten an Böschungen und Wegrändern, auf unbefestigten Wegen und in Abbaustellen
  • Freihalten von offenen Sandflächen (z. B. in Abbaustellen, auf Sandanschwemmungen, an Abbruchkanten)
  • Optimierung der Abbaustellen im Maintal als Sekundärlebensräume typischer Auenarten und als Trittsteine im Biotopverbund
  • stärkere Gewichtung der Naturschutzfunktion von Abbaustellen (wichtige Sekundärlebensräume typischer Auenarten) und an neu entstehenden Baggerseen, Verbesserung der ökologischen Qualität rekultivierter Baggerseen (z. B. Abflachung der Ufer, Schaffung von Ruhezonen, Förderung von Verlandungsvegetation und Röhrichtflächen)
  • Förderung extensiv bewirtschafteter Ackerrandstreifen und -parzellen auf sandigen Äckern der Mainaue
  • ggf. Wiederherstellung der funktionalen Verbindung zwischen Talaue und den Maintalhängen zur Sicherung der Wechselbeziehungen.

13.19  Abschnitte des Bahra-, Saale-, Lauer-, Nassach-, Wern- und Volkachtals mit vorrangig bedeutsamen Auenfunktionen

  • Überführung begradigter und ausgebauter Fließgewässerabschnitte in einen naturnahen Zustand bzw. Förderung einer eigendynamischen Fließgewässerentwicklung und einer naturnahen Auendynamik
  • Verbesserung der biologischen Durchgängigkeit: sukzessive Beseitigung der Gewässerbarrieren (Mühlwehre und Abstürze), z.B. durch Rückbau, Sohlrampen, Umgehungsgerinne oder Anlage von Fischaufstiegshilfen
  • Verbesserung der Abwasserreinigung und Reduzierung der Stoffeinträge aus landwirtschaftlichen Flächen, vorrangig in Gewässerabschnitten mit Gewässergüte schlechter als II (vorrangig Nassach, Wern und Volkach)
  • Entwicklung von Pufferflächen an empfindlichen Lebensräumen und Standorten
  • Flächenausweitung der bestehenden auetypischen Lebensräume, ggf. durch Wiedervernässungsmaßnahmen (z.B. Grabenaufstau, Anlage flacher Mulden)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen)
  • Rückführung von Acker in Grünland im Auenbereich und in den Überschwemmungsgebieten zur Wiederherstellung der typischen talgebundenen Grünlandsysteme; Förderung einer extensiven Nutzung des Grünlandes in den häufig überschwemmten Bereichen
  • Ausweisung von Uferstreifen entlang der Gewässer und Förderung naturnaher, arten- und strukturreicher Ufersäume

13.20  Unkenbachtal

  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Optimierung und Ausweitung insbesondere der Streuwiesen, aber auch der bestehenden Gewässer-, Feucht- und Trockenlebensräumen mit naturschutzfachlich herausragender Bedeutung
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen)
  • Neuanlage von naturnahen Lebensräumen, vor allem auf den zahlreichen Sonderstandorten (Sandböden, Niedermoor; sehr hohes Entwicklungspotenzial trotz starker Überprägung)
  • Regeneration der Niedermoorböden
  • Vernetzung des Sulzheimer Gipshügels mit den wertvollen Gebieten der Umgebung
  • Durchführung spezieller Artenhilfsmaßnahmen für hochgradig gefährdete Arten
  • Anhebung des Grundwasserstandes bzw. Wiedervernässung als Grundvoraussetzung für den Erhalt der Feuchtgebiete und insbesondere der Niedermoorböden
  • Optimierung der Gräben zur Förderung ihrer wichtigen Funktion als Verbundelemente
  • Verbesserung der Abwasserreinigung und Reduzierung der Stoffeinträge aus landwirtschaftlichen Flächen, vorrangig in Gewässerabschnitten mit Gewässergüte schlechter als II
  • Beibehaltung der Grünlandnutzung bzw. entlang des Unkenbachs Umwandlung von Ackerflächen in Grünland (Verringerung des Stoffeintags in Oberflächengewässer und Stärkung der Hauptverbundachse)
  • Reduktion des Düngemitteleinsatzes, teils Verzicht auf Düngung bzw. Ausrichtung der Düngung an einer extensiven Bewirtschaftung; Verzicht auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

13.21  Gebiete im Raum Schweinfurt mit vorrangiger Erholungsfunktion

  • Entwicklung gliedernder Elemente und Strukturen in landschaftstypischer Weise und Schaffen eines kleinteiligeren und abwechslungsreicheren Nutzungsmusters in den weniger abwechslungsreichen Agrarlandschaften
  • Anlage bzw. Ergänzung markierter Rad- und Wanderwege zur erholungsorientierten Erschließung, dabei Wegeverbindungen möglichst auf bestehenden Feld- und Waldwegen
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Erhalt bzw. Wiederherstellung der Strukturvielfalt an den Maintalhängen durch extensive Nutzung oder Pflege (Streuobstbau, Mahd, kleinflächige Beweidung, Entbuschung, Entfernung oder Umbau von Nadelholzaufforstungen); Neuschaffung naturnaher Lebensräume; hier Förderung extensiver Nutzungsformen, vor allem der Schafbeweidung
  • Optimierung und Vernetzung weiterer Magerrasenreste und magerer Streuobstwiesen zur Förderung eines Mager-Trocken-Biotopverbundsystems unter Einbeziehung von Magerrasen, wertvoller Trockenstandorte an extensiven Weinbergen und thermophiler Waldränder

13.22  Gebiete der Mainfränkischen Platten mit vorrangiger Bedeutung für den Schutz besonders empfindlicher Böden

  • extensive Grünlandnutzung bzw. eine standortgemäße Waldbegründung
  • Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutz- und Düngemitteln
  • Anstreben möglichst extensiver Nutzungsformen (auch aufgrund des Standortpotenzials für seltene Lebensgemeinschaften)
  • vermehrte Entwicklung von naturbetonten Biotopen zur Förderung des hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.23  Gebiete mit vorrangiger Bedeutung für den Schutz besonders empfindlicher Flugsandböden

  • extensive Grünlandnutzung bzw. eine standortgemäße Waldbegründung
  • vermehrte Entwicklung von naturbetonten Biotopen zur Förderung des hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.24  Waldgebiete des Grabfeldgaus mit vorrangiger Erholungsfunktion

  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • Weiterführung bzw. bei noch vorhandener typischer Struktur Wiederaufnahme der ordnungsgemäßen Mittelwaldbewirtschaftung in den durch besondere Artvorkommen ausgezeichneten Mittelwäldern (Ersatz überalterter Stöcke; Erhöhung des Anteils alter Oberhölzer; Erziehung eines ausreichenden Anteils von Kernwüchsigen; finanzieller Ausgleich für Mehraufwand und Minderertrag)

13.25  Waldgebiet „Weigler“ und Einschnittstrecke des Milztals

  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotopqualität
  • Weiterführung bzw. bei noch vorhandener typischer Struktur Wiederaufnahme der ordnungsgemäßen Mittelwaldbewirtschaftung in den durch besondere Artvorkommen ausgezeichneten Mittelwäldern (Ersatz überalterter Stöcke; Erhöhung des Anteils alter Oberhölzer; Erziehung eines ausreichenden Anteils von Kernwüchsigen; finanzieller Ausgleich für Mehraufwand und Minderertrag)
  • Überführung begradigter und ausgebauter Fließgewässerabschnitte in einen naturnahen Zustand bzw. Förderung einer eigendynamischen Fließgewässerentwicklung und einer naturnahen Auendynamik
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen von wertvollen Lebensräumen, insbesondere der Feuchtbiotope, Entwicklung von Pufferflächen an empfindlichen Lebensräumen und Standorten
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen)
  • Flächenausweitung der bestehenden auetypischen Lebensräume, ggf. durch Wiedervernässungsmaßnahmen (z.B. Grabenaufstau, Anlage flacher Mulden)

13.26  Waldgebiete der Wern-Lauer-Platten mit vorrangiger Erholungsfunktion

  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • Abstimmen der Waldbewirtschaftung und -pflege im Bereich von Sonderstandorten, Feucht- und Mager-Trocken-Biotopen auf den Erhalt und die Verbesserung der besonderen Biotop- und Erlebnisqualität
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Förderung großer Altholzmengen durch möglichst lange Umtriebszeiten, Bereitstellung von Totholz und Erhaltung von Höhlenbäumen
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)

13.27  Kulturlandschaft im Bereich des Wellenkalks mit vorrangiger Erholungsfunktion

  • Erhaltung des Landschaftsbilds und der Eignung für eine ruhige, naturbezogene Erholung in den strukturreichen Gebieten
  • Entwicklung gliedernder Elemente und Strukturen in landschaftstypischer Weise und Schaffen eines kleinteiligeren und abwechslungsreicheren Nutzungsmusters in den weniger abwechslungsreichen Teilgebieten
  • Anlage bzw. Ergänzung von markierten Rad- und Wanderwegen zur erholungsorientierten Erschließung, dabei Wegeverbindungen möglichst auf bestehenden Feld- und Waldwegen
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Förderung und gezielte Neuanlage naturbetonter Lebensräume (vor allem Trockenrasen, Kalkmagerrasen) aufgrund des im Bereich des Wellenkalks besonderen Entwicklungspotenzials
  • Verbesserung des Erosionsschutzes in den Weinbergen

13.28  Waldgebiete des Hesselbacher Waldlands mit vorrangiger Erholungsfunktion

  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • Sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Weiterführung bzw. bei noch vorhandener typischer Struktur Wiederaufnahme der ordnungsgemäßen Mittelwaldbewirtschaftung in den durch besondere Artvorkommen ausgezeichneten Mittelwäldern (Ersatz überalterter Stöcke; Erhöhung des Anteils alter Oberhölzer; Erziehung eines ausreichenden Anteils von Kernwüchsigen; finanzieller Ausgleich für Mehraufwand und Minderertrag)

13.29  Vorland des Steigerwaldtraufs mit vorrangiger Erholungsfunktion

  • Erhaltung des Landschaftsbilds in den strukturreichen Gebieten und der Eignung für die ruhige, naturbezogene Erholung
  • Entwicklung gliedernder Elemente und Strukturen in landschaftstypischer Weise in den weniger abwechslungsreichen Teilgebieten
  • Anlage bzw. Ergänzung von markierten Rad- und Wanderwegen zur erholungsorientierten Erschließung, dabei Wegeverbindungen möglichst auf bestehenden Feld- und Waldwegen
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.30  Waldbereiche der Mainfränkischen Platten mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz

  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • Aufbau strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum)
  • Förderung der Strukturvielfalt im Zuge einer möglichst naturnahen Waldbewirtschaftung zur Erhöhung des Erlebniswerts und Optimierung der Lebensraumfunktion
  • zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt innerhalb der Wälder Förderung standörtlich bedingter, besonderer Waldtypen (z.B. Feucht-, Bruchwälder) und Freihalten offener Wiesentäler und Lichtungen; ggf. Rücknahme von Aufforstungen in solchen Bereichen
  • sukzessive Erhöhung des Laubholzanteils in nadelholzdominierten Wirtschaftswäldern
13.31 Kulturlandschaften der Mainfränkischen Platten mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren, Biotopneuschaffungen zur Optimierung des Biotopverbunds und Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten

13.32  Bachtäler mit Entwicklungsbedarf im Grabfeldgau

  • Überführung begradigter und ausgebauter Fließgewässerabschnitte in einen naturnahen Zustand bzw. Förderung einer eigendynamischen Fließgewässerentwicklung und einer naturnahen Auendynamik
  • Verbesserung der Abwasserreinigung und Reduzierung der Stoffeinträge aus landwirtschaftlichen Flächen, vorrangig in Gewässerabschnitten mit Gewässergüte schlechter als II
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen von wertvollen Lebensräumen, insbesondere der Feuchtbiotope
  • Flächenausweitung der bestehenden auetypischen Lebensräume, ggf. durch Wiedervernässungsmaßnahmen (z.B. Grabenaufstau, Anlage flacher Mulden)
  • Rückführung von Acker in Grünland im Auenbereich und in den Überschwemmungsgebieten zur Wiederherstellung der typischen talgebundenen Grünlandsysteme; Förderung von extensiver Grünlandnutzung in häufig überschwemmten Bereichen
  • Ausweisung von Uferstreifen entlang der Gewässer und Förderung naturnaher, arten- und strukturreicher Ufersäume und von Pufferflächen an empfindlichen Lebensräumen und Standorten
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen)

13.33  Standortübungsplatz Brönnhof

  • weitere Berücksichtigung ökologischer Belange bei der militärischen Nutzung
  • Pflege bzw. extensive Nutzung der wertvollen Trockenstandorte, insbesondere Halbtrockenrasen und Waldsäume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Extensivierungs-, Renaturierungs- bzw. Neuschaffungsmaßnahmen zur Entwicklung neuer Lebensräume (Aufbau bzw. Optimierung des Biotopverbunds, Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds)
  • möglichst naturnah ausgerichtete Waldbewirtschaftung
  • kontinuierlicher Umbau der vorhandenen Nadelholzreinbestände in standortgemäße Mischwälder mit einer naturnahen Baumartenzusammensetzung
  • Förderung strukturreicher Waldränder (artenreicher Waldmantel aus vorwiegend Laubgehölzen, breiter vorgelagerter Gras- und Krautsaum; teils in Kombination mit Feucht- und Trockenstandorten)
13.34  Hangbereiche mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz zwischen Schonungen und Haßfurt
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen und Entwicklung von Pufferflächen um empfindliche Lebensräume und Standorte (z.B. magere Standorte, Gewässer)
  • Beibehalten extensiver Nutzungsformen bzw. Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. durch Bewirtschaftungsvereinbarungen)
  • aufgrund der bayernweit seltenen Standortbedingungen in verstärktem Maße Extensivierungs-, Renaturierungs- bzw. Neuschaffungsmaßnahmen zur Entwicklung neuer Lebensräume (Aufbau bzw. Optimierung des Biotopverbunds, Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbilds)
  • auf ausgewählten Flächen Entwicklung zur landesweit seltenen Potenziellen Natürlichen Vegetation des Steppenwaldreben-Eichenwaldes zulassen (jedoch nicht auf aktuell wertvollen Flächen)
  • Strukturanreicherung in den ausgeräumt wirkenden Fluren
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten
13. 35 Abschnitte des Main- und Werntals mit Entwicklungsbedarf
  • Verminderung vorhandener Beeinträchtigungen von wertvollen Lebensräumen und Entwicklung von Pufferflächen an empfindlichen Lebensräumen und Standorten
  • Flächenausweitung der bestehenden auetypischen Lebensräume, ggf. durch Wiedervernässungsmaßnahmen
  • Pflege wertvoller naturnaher Lebensräume (z.B. Bewirtschaftungsvereinbarungen für Nass- und Streuwiesenflächen)
  • Überführung begradigter und ausgebauter Abschnitte der Wern in einen naturnäheren Zustand bzw. Förderung einer eigendynamischen Fließgewässerentwicklung und einer naturnäheren Auendynamik
  • Verbesserung der Abwasserreinigung und Reduzierung der Stoffeinträge aus landwirtschaftlichen Flächen, vorrangig in Gewässerabschnitten mit Gewässergüte schlechter als II
  • Verbesserung der biologischen Durchgängigkeit: sukzessive Beseitigung der Gewässerbarrieren, z.B. durch Rückbau, Sohlrampen, Umgehungsgerinne oder Anlage von Fischaufstiegshilfen
  • Rückführung von Acker in Grünland im Auenbereich und in den Überschwemmungsgebieten zur Wiederherstellung der typischen talgebundenen Grünlandsysteme; Förderung einer extensiven Nutzung des Grünlandes in den häufig überschwemmten Bereichen
  • Ausweisung von Uferstreifen entlang der Gewässer und Förderung naturnaher, arten- und strukturreicher Ufersäume
13.36  Gebiete der Mainfränkischen Platten mit besonderer Boden- und Grundwasserschutzfunktion
  • Reduzierung des  Einsatzes von Pflanzenschutz- und Düngemitteln
  • Durchführung von Bodenuntersuchungen bei Flächenstillegungen, Aufforstungen und Extensivierungsmaßnahmen, um eine Mobilisierung von Schadstoffen durch Bodenversauerung auszuschließen
  • Maßnahmen zur Verringerung des Bodenabtrags auf erosionsgefährdeten Ackerstandorten
13.37  Abschnitte des Maintals mit vorrangiger klimatischer Bedeutung
  • Freihalten der wichtigen Frischlufttransportbahn von weiterer Bebauung
  • ansonsten sollten hier die Maßnahmen wie unter 13.35 (Abschnitte des Maintals mit Entwickungsbedarf) durchgeführt werden

 

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