Fränkisches Keuper-Lias-Land (11)
(Steigerwald-115, Haßberge-116,
Itz-Baunach-Hügelland - 117)

 

 

 

VRG 11.1         Großflächige Waldgebiete der Haßberge

Das von großflächigen Wäldern beherrschte Gebiet soll aufgrund seiner sehr hohen Lebensraumqualität und seiner hervorragenden Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds gesichert werden.

Die forstwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholung berücksichtigen und die standörtliche Vielfalt des Gebietes beachten. Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen, in ihrer Großflächigkeit zurückdrängen oder zu einer Zerschneidung führen, sollen aus Gründen des Artenschutzes und der Erholungsvorsorge vermieden werden. Dabei sollen die Waldbereiche mit hohem Anteil an Nadelholzreinbeständen in naturnahe Laubwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung überführt werden (meist Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder).

In diesem sehr waldreichen Gebiet sollte der Wald nicht auf Kosten der Offenlandbereiche, insbesondere der Wiesentäler (z.B. der Kerbtäler des südlichen Haßbergetrauf), ausgeweitet werden, der Verbrachung und Verbuschung soll entgegengewirkt werden.

VRG 11.2        Zentralbereich des Bundorfer Forsts

Dieses großflächige Waldgebiet soll aufgrund seiner sehr hohen Lebensraumqualität und seiner gegen Versauerung empfindlichen Böden gesichert werden. Daneben ist es wegen seiner Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds sicherungswürdig.

Die forstwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholung berücksichtigen und die standörtliche Vielfalt des Gebietes beachten. Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen, in ihrer Großflächigkeit zurückdrängen oder zu einer Zerschneidung führen, sollen aus Gründen des Artenschutzes und der Erholungsvorsorge vermieden werden. Dabei sollen die überwiegenden Waldbereiche mit hohem Anteil an Nadelholzreinbeständen in naturnahe Laubwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung überführt werden (meist Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder). Vor allem wegen der versauerungsempfindlichen Böden ist aus Gründen des vorsorgenden Grundwasserschutzes diese Überführung in naturnahe Mischwälder vordringlich.
In diesem sehr waldreichen Gebiet sollte der Wald nicht auf Kosten der Offenlandbereiche, insbesondere der Wiesentäler, ausgeweitet werden, der Verbrachung und Verbuschung soll entgegengewirkt werden.

VRG 11.3         Haßbergetrauf und -vorland

Diese Teilflächen des Haßbergetraufs und -vorlands sollen wegen ihrer sehr hohen Lebensraumqualität und ihrer Funktion im regionalen Biotopverbund erhalten und gesichert werden. Daneben sollen sie wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung (u.a. zahlreiche Aussichtspunkte mit weiten Ausblicken) und des meist abwechslungsreichen Landschaftsbilds, östlich Goßmannsdorf auch zum Schutz empfindlicher Böden erhalten und gesichert werden.

Die sehr kleinräumige Landschaftsgliederung am Haßbergetrauf und –vorland gilt als naturschutzfachlich äußerst hochwertig. Von zentraler Bedeutung sind daher die Erhaltung und Optimierung der landesweit bedeutsamen Lebensraumkomplexe an den Hängen mit Magerrasen, Magerwiesen, Weinbergen, Kalkscherbenäckern, Heckengebieten, Streuobst, thermophilen Säumen und Laubwäldern sowie der Quellgebiete (mit Feuchtwäldern), Bachläufe und Auenwiesen, nicht zuletzt wegen ihrer Bedeutung für den landesweit bedeutsamen Biotopverbund Haßberge - Maintal. Darüber hinaus sollen die Steinbrüche bezüglich ihrer Funktion als Sekundärlebensräume gefährdeter Pflanzen- und Tierarten verbessert werden. Im Hassbergevorland südlich Prappach sind z.T. noch Optimierungs- und Entwicklungsmaßnahmen des Naturschutzes erforderlich, die vorrangig durchgeführt werden müssen, denn teilweise sind die Lebensräume beeinträchtigt oder weisen nur geringe Größenausdehnungen auf. Dem Brachfallen der Flächen mit nachfolgender Verbuschung soll ebenso entgegengewirkt werden wie einer gezielten Aufforstung oder einer Verarmung an gliedernden Landschaftselementen.
Bei der Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung gilt es, die Qualität und Eigenart des Landschaftsbildes und Biotpverbundbelange in besonderer Weise zu berücksichtigten. Dazu sollen z.B. flächenintensive Formen der Bebauung, großdimensionierte Baukörper und/oder eine Zerschneidung der auch als visuelle Leitstruktur bedeutsamen Landschaft vermieden werden. Die landwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes berücksichtigen. Eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung ist hierbei - besonders östlich Goßmannsdorf - erforderlich.

VRG 11 .4         Maintalhänge östlich Zeil

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer Vielfalt und ihres Strukturreichtums mit einem hohen Anteil naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume und ihrer Funktion innerhalb eines regionalen Biotopverbundsystems entwickelt und gesichert werden.

Daneben sollen sie auch wegen ihrer hervorragenden Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung, wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds und aus Gründen des Bodenschutzes gesichert werden.

Neben der Erhaltung der Trockenstandorte kommt der weiteren Stärkung der Maintalhänge als bayernweit bedeutsame Trockenverbundachse eine hohe Dringlichkeit zu. Dazu sollen weitere wichtige Trockenstandorte einschließlich der Saumbereiche und naturnahen Waldbereiche naturschutzrechtlich gesichert werden, soweit nicht bereits eine Sicherung als Natura 2000-Gebiet gewährleistet ist. Extensive Nutzungsformen sollen erhalten, Gefährdungen durch Verbuschung und Aufforstung soll entgegengewirkt, Trockenstandorte sollen an intensiv genutzten Weinbergen neu geschaffen werden.
Außerdem sollen Eingriffe, die bestehende Wanderlinien thermophiler Arten beeinträchtigen oder unterbrechen und zur Isolation von Populationen führen können (z. B. Straßen- und Wegebau, Aufforstungen, Siedlungsausdehnung, Freizeitanlagen usw.) verhindert werden. Als Besonderheit sind v.a. die historischen Weinberge bei Steinbach, die mit ihrem charakteristischen Fischgrät-Trockenmauerwerk zu den überregional bedeutsamen historischen Kulturlandschaftselementen gehören, zu erhalten.
Auf eine boden- und grundwasserschonende Bewirtschaftung der Weinberge ist hinzuwirken.

VRG 11 .5  Strukturreiche Kulturlandschaften der Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands
 
       

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer Vielfalt und ihres Strukturreichtums mit einem hohen Anteil naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume und ihrer Funktion als Ausgangsgebiete zum Aufbau eines funktionsfähigen regionalen Biotopverbundsystems erhalten und gesichert werden.

Im Raum Neubrunn und Stettfeld sowie östlich Pfaffendorf sollen sie daneben auch auf Grund ihrer hervorragenden Bedeutung für eine ruhige, naturbezogene Erholung und ihres landschaftlichen Erscheinungsbilds gesichert werden, im Raum Breitbrunn und Sulzdorf auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden.

Allerdings sind z.T. innerhalb dieser Gebiete noch Optimierungsmaßnahmen des Naturschutzes erforderlich, wenn die Lebensräume beeinträchtigt sind oder geringe Größenausdehnungen aufweisen. Insbesondere die hervorragend erhaltene historische Kulturlandschaft östlich Pfaffendorf (weiteres Umfeld von Altenstein) soll wie die strukturreiche Kulturlandschaft um Neubrunn vor Zerschneidungen oder Zurückdrängung ihrer Ausdehnung z.B. durch Straßen- und Wegebau, Aufforstung, Siedlungsausdehnung, Freizeitanlagen usw. verschont bleiben.
Die landwirtschaftliche Nutzung soll v.a. im Raum Breitbrunn und Sulzdorf auch verstärkt die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigen. Auf eine Verringerung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes soll hingewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
Gebiete östlich Pfaffendorf (weiteres Umfeld von Altenstein), Neubrunn (Neubrunner Flur), Breitbrunn, Sulzdorf, Rentweinsdorf und Stettfeld

VRG 11.6         Standortübungsplatz Ebern

Das Gebiet des Standortübungsplatzes Ebern soll auf Grund seiner sehr hohen Lebensraumqualität bzw. seines hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume erhalten und gesichert werden. Der südliche Bereich soll auch zum Schutz empfindlicher Böden gesichert werden.

Zur Sicherung der Arten- und Lebensraumvielfalt soll auch nach der Aufgabe der militärischen Nutzung in diesem FFH-Gebiet eine naturnahe Bewirtschaftung der Wälder und eine extensive Nutzung des mageren Grünlandes (Mahd, Schafbeweidung) gefördert werden. Es sollen breite Übergangszonen zu den Offenland- und Waldbereichen bestehen bleiben. Darüber hinaus sollen Kleingewässer und offene Bodenstellen erhalten bzw. gezielt neu angelegt werden.

Zerschneidungen oder Zurückdrängung seiner Ausdehnung z.B. durch Straßen- und Wegebau, Aufforstung, Siedlungsausdehnung, Freizeitanlagen usw. sollen nicht erfolgen.

 VRG 11.7  Naturschutzfachlich wertvolle Wälder der südöstlichen Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands
 


Diese Wälder sollen aufgrund ihrer sehr hohen Lebensraumqualität und ihrer hervorragenden Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung, westlich Burgpreppach auch zum Schutz empfindlicher Böden erhalten und gesichert werden.

Daneben sind sie auch wegen ihres landschaftlichen Erscheinungsbilds sicherungswürdig.

Insbesondere wegen der Bedeutung für den Artenschutz und der Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung sollen Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen, in ihrer Ausdehnung zurückdrängen oder zu einer Zerschneidung führen, vermieden werden. Die forstwirtschaftliche Nutzung soll auch verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholung berücksichtigen, indem v.a. die Vielfalt und Naturnähe der Wälder erhalten bzw. gefördert wird. Dabei sollen die Waldbereiche mit hohem Anteil an Nadelholzreinbeständen (z.B. westlich Burgpreppach) in naturnahe Laubwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung überführt werden (meist Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder). Traditionell offene Waldwiesen und Wiesentäler in den Wäldern sollten unbedingt erhalten werden. Damit ist auch verbunden, dass ehemalige Waldwiesen und –täler, die mit Fichten aufgeforstet wurden, wieder in Wiesentäler zurückgeführt werden oder dort wenigstens eine naturnahe Baumartenzusammensetzung und Bewirtschaftung angestrebt wird. Als eine Besonderheit innerhalb der Waldgebiete gelten die Steinbrüche; besonders hervorzuheben sind die Sandsteinbrüche entlang des Ebelsbachtales, die Rhätsandsteinbrüche auf den Kuppen des westlichen Itz-Baunach-Hügellands und der große Basaltsteinbruch am Zeilberg, die Lebensraumkomplexe von hervorragender Bedeutung für den Artenschutz darstellen und daher unbedingt erhalten werden sollen.
V.a. im Waldgebiet westlich Burgpreppach ist wegen der versauerungsempfindlichen Böden auch aus Gründen des vorsorgenden Grundwasserschutzes und wegen der positiven Wirkung auf das Landschaftsbild eine Überführung des Nadelwalds in einen naturnahen Mischwald vordringlich.

Wichtige Beispielgebiete:
Wälder entlang des nördlichen Ebelsbachtals, westlich Burgpreppach, südlich Sternberg und östlich Maroldsweisach.

VRG 11.8         Trockenstandorte und Mittelwälder östlich Trappstadt

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer regional, überregional und landesweit bedeutsamen Trockenstandorte und ihrer hochwertigen Wälder mit teils noch aktuell genutzten Nieder- und Mittelwäldern mit einem hohen Entwicklungspotenzial für seltene und gefährdete Lebensräume entwickelt und gesichert werden.

Daneben sollen die Wälder auch auf Grund ihrer Bedeutung für eine ruhige, naturbezogene Erholung gesichert werden.

Ausgehend von den bestehenden Biotopen sollten in der weiteren Umgebung des bestehenden Schutzgebietes regionale und lokale Trockenverbundachsen auf Gipskeuper aufgebaut werden. In den Waldbereichen sollte eine ordnungsgemäße und nachhaltige Bewirtschaftung der Mittelwälder gefördert werden. Nicht standortgemäße Nadelholzaufforstungen sollten dringend in Laubmischwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung umgebaut werden, vor allem auch im Naturschutzgebiet Altenburg. Für die Erhaltung und Entwicklung der wertvollen Magerrasen und Trockenrasen sollte die Pflege durch Schafbeweidung vorangetrieben werden.

 VRG 11.9   Naturschutzfachlich wertvolle Bach- und Flusstäler des Fränkischen Keuper-Lias-Lands
 
       

Folgende Bach- und Flusstäler des Fränkischen Keuper-Lias-Lands sollen für die Entwicklung regionaler Biotopverbundsysteme, die Entwicklung von Feuchtgebietslebensräumen sowie für den Schutz der Gewässer einschließlich der Auenfunktionen gesichert werden:

  • Rodachtal
  • Alstertal unterhalb Memmelsdorf
  • Baunachtal zwischen Pfarrweisach und Ebern
  • Aurachtal und
  • Tal der Rauhen Ebrach bei Wustviel.

Daneben sollen ihre gliedernde Funktion im Landschaftsbild, ihre Eignung für eine ruhige, naturbezogene Erholung sowie überwiegend intakte Aueböden erhalten werden. Auch begleitende Hänge der Bachtäler sollen wegen ihrer Verbundfunktion für Arten der Mager-Trocken-Standorte und Arten der Gebüsche und Wälder sowie wegen ihres typischen landschaftlichen Erscheinungsbildes gesichert werden.
In den genannten Tälern ist eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung besonders wichtig. Hochwasserabflussgebiete sollen als (möglichst extensiv genutztes) Grünland bewirtschaftet werden. In den Talräumen sollen keine Waldbegründungen stattfinden, auch wertvolle Offenlandbiotope an den Hangleiten sollen nicht aufgeforstet werden.
V.a. in Ortsbereichen und deren Umgriff des Alster- und Aurachtals (dort auch in Abschnitten mit Teichwirtschaft), sind die Auenfunktionen und die Gewässerbettstruktur zu verbessern. Für die Neuschaffung von naturbetonten Lebensräumen und zur naturnäheren Gestaltung der Gewässer einschließlich ihrer Ufer sollen ausreichend Flächen bereitgestellt werden.
Diffuse und punktuelle Stoffeinträge sind – auch in den Einzugsgebieten - zu reduzieren. Dazu soll u.a. die Erhöhung des Grünlandanteils (Ausnahme: Aurachtal) dienen. Eine Siedlungsentwicklung im Auenfunktionsraum soll unterbleiben.

VRG 11.10       Meist großflächige Laubwaldgebiete des Steigerwalds

Das von großflächigen Laubmischwäldern beherrschte Gebiet soll aufgrund seiner sehr hohen Lebensraumqualität und seiner hervorragenden Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds erhalten und gesichert werden.

Die forstwirtschaftliche Nutzung soll die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholung berücksichtigen und die standörtliche Vielfalt des Gebietes beachten. Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen, in ihrer Großflächigkeit zurückdrängen oder zu einer Zerschneidung führen, sollen aus Gründen des Artenschutzes und der Erholungsvorsorge vermieden werden.
In diesem sehr waldreichen Gebiet sollte der Wald nicht auf Kosten der Offenlandbereiche, insbesondere der Wiesentäler, ausgeweitet werden, der Verbrachung und Verbuschung soll dort entgegengewirkt werden.

VRG 11.11       Steigerwaldtrauf sowie Maintalhänge östlich Sand

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer Vielfalt und ihres Strukturreichtums mit einem hohen Anteil naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume und ihrer Funktion innerhalb eines regionalen Biotopverbundsystems erhalten und gesichert werden.

Daneben sollen sie auch wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds und ihrer Erholungseignung (u.a. zahlreiche Aussichtspunkte mit Fernblick), bei Zell und Eschenau auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden, gesichert werden.

Hier stehen die Erhaltung, Pflege und Optimierung der hochwertigen, überregional bis landesweit bedeutsamen Lebensraumkomplexe aus naturnahen Laubmischwäldern und Bachtälern sowie kleinstrukturierter Trockenhänge im Vordergrund. Diese wertvollen Lebensräume und Sonderstandorte sowie visuellen Leitstrukturen sollen nicht durch Zerschneidung oder Schmälerung infolge baulicher oder infrastruktureller Maßnahmen beeinträchtigt werden. Dem Brachfallen der Flächen mit nachfolgender Verbuschung soll ebenso entgegengewirkt werden einer gezielten Aufforstung. Traditionell waldfreie Wiesenbereiche und insbesondere die Wiesentäler sollen offengehalten werden. Eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung ist v.a. auf empfindlichen Böden bei Zell und Eschenau vordringlich.

VRG 11.12       Strukturreiche Kulturlandschaften im Steigerwald

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer Vielfalt und ihres Strukturreichtums mit einem hohen Anteil naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume bzw. mit einem hohen Entwicklungspotenzial für seltene und gefährdete Lebensräume und ihrer Funktion innerhalb eines regionalen Biotopverbundsystems entwickelt und gesichert werden.

Daneben sollen sie auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden, wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds und ihrer Erholungseignung gesichert werden

Allerdings sind gebietsweise noch Optimierungs- und Entwicklungsmaßnahmen des Naturschutzes erforderlich, wenn die Lebensräume beeinträchtigt sind oder nur geringe Größenausdehnungen aufweisen. In den Gebieten mit hoher Strukturvielfalt ist einem Verlust an gliedernden Elemente entgegenzuwirken

Die landwirtschaftliche Nutzung soll auch verstärkt die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigen. Auf eine Verringerung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes soll hingewirkt werden.

 VRG 11.13   Abschnitte des Baunach- und Alstertals mit vorrangig bedeutsamen Auenfunktionen
 
      

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer Vielfalt und ihres Strukturreichtums mit einem hohen Anteil naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume bzw. mit einem hohen Entwicklungspotenzial für seltene und gefährdete Lebensräume und ihrer Funktion innerhalb eines regionalen Biotopverbundsystems entwickelt und gesichert werden.

Daneben sollen sie auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden, wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds und ihrer Erholungseignung gesichert werden

Die dargestellten Talabschnitte sollen zum Schutz der Gewässer einschließlich der Auenfunktionen, zum Schutz wertvoller Aueböden sowie für die Entwicklung regionaler Biotopverbundsysteme und von Feuchtgebietslebensräumen erhalten und gesichert werden. Daneben sollen ihre gliedernde Funktion im Landschaftsbild und ihre Bedeutung für eine ruhige, naturbezogene Erholung erhalten werden.

In den dargestellten Talabschnitten

  • Baunachtal oberhalb Neuses und Rentweinsdorf und
  • Alstertal oberhalb Memmelsdorf

ist eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung besonders wichtig. Hochwasserabflussgebiete sollen als (möglichst extensiv genutztes) Grünland bewirtschaftet werden. In den Talräumen sollen keine größeren Waldbegründungen stattfinden.
Diffuse Stoffeinträge sind – auch an den Nebenbächen – zu reduzieren. Dazu soll im in den genannten Talabschnitten die Umwandlung von Ackerflächen in Grünland dienen. Eine Siedlungsentwicklung im Auenfunktionsraum soll unterbleiben.

VBG 11.14  Gebiete des Fränkischen Keuper-Lias-Lands mit vorrangiger Bedeutung für den Schutz besonders empfindlicher Böden
 

     

Diese Böden dieser Gebiete sollen aus Gründen des Bodenschutzes, als Standorte für die Entwicklung seltener Lebensgemeinschaften sowie wegen des Grundwasserschutzes gesichert werden. Im Raum Fitzendorf und nordwestlich Stettfeld sind die dargestellten Bereiche auch wegen ihrer derzeitigen Lebensraumqualität, am Steigerwaldtrauf auch wegen ihrer Bedeutung für die Erholung sicherungswürdig. Die Talböden im Itztal bei Gleusdorf sollen auch wegen ihrer besonderen Lebensraumqualität und im Hinblick auf die Auenfunktionen entwickelt und gesichert werden.

V.a. im Raum Fitzendorf, Bischwind, westlich Pfarrweisach und östlich Walchenfeld soll eine extensive Grünlandnutzung bzw. eine standortgemäße Waldbegründung (auf Grund der versauerungsgefährdeten Standorte allerdings nicht großflächig) angestrebt werden. Neben der Erhaltung (Raum Fitzendorf, Stettfeld) kommt in diesen Gebieten insbesondere der weiteren Entwicklung naturbetonter Strukturen eine besondere Bedeutung zu, da sie günstige Voraussetzungen für die Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume aufweisen (z.B. sandige Böden). Dazu müssen bestehende Beeinträchtigungen beseitigt werden. Die bestehenden Lebensräume sollten ferner optimiert, nach Möglichkeit in ihrer Fläche ausgedehnt und zu lokalen Biotopverbundsystemen weiterentwickelt werden.
Eine Überbauung dieser Gebiete sowie ein Abbau von Rohstoffen sollen vermieden werden.

Wichtige Beispielgebiete: Raum Fitzendorf, Bischwind, nordwestlich Stettfeld, westlich Pfarrweisach, östlich Walchenfeld.

VBG 11.15       Waldbereiche der Haßberge mit hohem Entwicklungspotenzial

Die dargestellten Waldbereiche sollen aufgrund ihrer Lebensraumqualität, v.a. aber wegen ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume entwickelt und gesichert werden. Außerdem sollen sie auf Grund ihrer hervorragenden Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds gesichert werden.

Die forstwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholung berücksichtigen und die standörtliche Vielfalt des Gebietes verstärkt beachten. Dabei sollen v.a. im Bramberger Wald die Waldbereiche mit hohem Nadelholzanteil in naturnahe Laubwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung überführt werden. Eingriffe, die die Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen oder zu einer Zerschneidung führen, sollen aus Gründen des Artenschutzes und der Erholungsvorsorge vermieden werden.
Im Bramberger Wald sollte der Wald nicht auf Kosten der Offenlandbereiche, insbesondere der Wiesentäler, ausgeweitet werden, der Verbrachung und Verbuschung soll allgemein entgegengewirkt werden.

VBG 11.16       Vorrangig erholungswirksame Wälder der Haßberge

Diese Teilflächen großer Waldgebiete sollen wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen ihrer Lebensraumqualität bzw. ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume erhalten und gesichert werden. Daneben soll das meist abwechslungsreiche Landschaftsbild erhalten und gesichert werden.

Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldflächen und die Waldränder in ihrer Vielfältigkeit erhalten bzw. entwickelt und optimiert werden. Dazu soll insbesondere in den nadelholzdominierten Wäldern im mittleren Bereich der Haßberge die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil – nicht zuletzt auch wegen der meist versauerungsempfindlichen Böden - ausgerichtet werden. In traditionellen Offenlandbereichen wie z.B. den Wiesentälern soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen, Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung und dem Verlust naturnaher Strukturen entgegengewirkt werden. Um die Gebiete in ihrer Erholungseignung und ihrer Bedeutung für Arten mit Ansprüchen an große, ungestörte Flächen nicht weiter einzuschränken, sollten Ausweitungen der verlärmten Bereiche verhindert und weiteren Beeinträchtigungen z.B. durch Zerschneidungen entgegengewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
Waldbereiche südöstlich Aub, südlich Stöckach, westlich Hohnhausen, Bischofsheimer Forst zwischen Hofstetten und Steinbach

VBG 11.17       Bereiche des Haßbergetraufs mit hohem Entwicklungspotenzial

Diese Teilflächen des Haßbergetraufs sollen wegen ihrer Lebensraumqualität, v.a. aber auf Grund ihres sehr hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume und ihrer Funktion im regionalen Biotopverbund erhalten und gesichert werden. Daneben sollen sie östlich Kleinbardorf, Zeil und Königsberg sowie bei Ebelsbach auch zum Schutz empfindlicher Böden erhalten und gesichert werden. Die Teilfläche östlich Königsberg ist wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung und des abwechslungsreichen Landschaftsbilds sicherungswürdig.

Von zentraler Bedeutung sind dabei die Entwicklung und Optimierung der Lebensraumkomplexe an den Hängen mit Magerrasen, Magerwiesen, Heckengebieten, Streuobst, thermophilen Säumen und Laubwäldern sowie der Quellgebiete (mit Feuchtwäldern), Bachläufe und Auenwiesen, nicht zuletzt wegen ihrer Bedeutung für den landesweit bedeutsamen Biotopverbund Haßberge - Maintal. Dem Brachfallen der Flächen mit nachfolgender Verbuschung soll ebenso entgegengewirkt werden wie einer gezielten Aufforstung oder einer weiteren Verarmung an gliedernden Landschaftselementen.
Bei der Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung gilt es, die Qualität und Eigenart des Landschaftsbildes und Biotpverbundbelange in besonderer Weise zu berücksichtigten. Dazu sollen z.B. flächenintensive Formen der Bebauung, großdimensionierte Baukörper und/oder eine Zerschneidung der auch als visuelle Leitstruktur bedeutsamen Landschaft vermieden werden. Außerdem sollen etwaige Eingriffe die bestehenden Wanderlinien thermophiler Arten nicht beeinträchtigen. Die landwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes berücksichtigen. Eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung ist hierbei - besonders bei den o.g. Gebieten mit empfindlichen Böden - wichtig.

Wichtige Beispielgebiete:
östlich Kleinbardorf, Zeil und Königsberg, nördlich Ebelsbach und Stettfeld.

VBG 11.18       Vorrangig erholungswirksame Bereiche des Haßbergetraufs und -vorlands

Diese Teilflächen des Haßbergetraufs und -vorlands sollen wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung (u.a. zahlreiche Aussichtspunkte mit weiten Ausblicken) erhalten sowie wegen ihrer Lebensraumqualität bzw. ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume sowie ihrer Funktion im regionalen Biotopverbund entwickelt und gesichert werden. Daneben soll das meist abwechslungsreiche Landschaftsbild erhalten und gesichert werden.

Die typische Kleinteiligkeit dieser Kulturlandschaft soll erhalten werden. Der südliche Teil des Haßbergetraufs stellt sich nicht nur als westexponierter Steilabfall dar, sondern ist zusätzlich durch zahlreiche, enge und tief eingeschnittene Kerbtäler gegliedert. Insbesondere Im Bereich dieser Kerbtäler gilt es einer eventuellen Wiederbewaldung infolge der Verbrachung der ehemaligen Wirtschaftsflächen entgegenzuwirken. Generell soll auch einer gezielten Aufforstung oder einer weiteren Verarmung an gliedernden Landschaftselementen im gesamten Gebiet entgegengewirkt werden. Das vorhandene Wegenetz soll so erhalten und gestaltet werden, dass die Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt und mit ihren aussichtsreichen Höhen für Wanderer möglichst in Form von Rundwegen erschlossen und erlebbar ist, ohne störungsempfindliche Arten und Lebensräume zu beeinträchtigen.
Zerschneidungswirksame Eingriffe oder die Nutzung dieser exponierten Lagen zu Bauzwecken (z.B. für die Errichtung von Windkraftanlagen) würden zu nachhaltig und großräumig wirksamen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes und der Funktion als visuelle Leitstrukturen führen. Bei der Siedlungsentwicklung im Haßbergevorland im Raum Prappach sollen flächenintensive Formen der Bebauung, großdimensionierte Baukörper und/oder eine visuelle Zerschneidung der Landschaftseinheit vermieden werden.
Bestehende wertvolle Lebensräume und Sonderstandorte sollen nicht beeinträchtigt werden. Neben der Erhaltung kommt in diesen Gebieten insbesondere der weiteren Entwicklung naturbetonter Strukturen eine besondere Bedeutung zu, insbesondere in Bereichen, die günstige Voraussetzungen für die Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume aufweisen (z.B. Steilhänge) sowie wegen ihrer Lage in einer landesweit bedeutsamen Biotopverbundachse. Die landwirtschaftliche Nutzung soll daher verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes berücksichtigen.

 VBG 11.19 Kulturlandschaften der Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands mit hohem Entwicklungspotenzial
 

      

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer Lebensraumausstattung, v.a. aber wegen. ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume und ihrer Funktion als Ausgangsgebiete zum Aufbau eines funktionsfähigen regionalen Biotopverbundsystems entwickelt und gesichert werden. Im Raum Altenstein und Stettfeld sollen sie daneben auch auf Grund ihrer hervorragenden Bedeutung für eine ruhige, naturbezogene Erholung und ihres landschaftlichen Erscheinungsbilds gesichert werden, nördlich Sternberg auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden.

Allerdings sind häufig innerhalb dieser Gebiete noch Optimierungs- und Entwicklungsmaßnahmen des Naturschutzes erforderlich, denn häufig sind die Lebensräume beeinträchtigt oder weisen nur geringe Größenausdehnungen auf. Außerdem sollen sie vor Zerschneidungen oder Zurückdrängung ihrer Ausdehnung z.B. durch Straßen- und Wegebau, Aufforstung, Siedlungsausdehnung, Freizeitanlagen usw. verschont bleiben.
Die landwirtschaftliche Nutzung soll v.a. nördlich Sternberg neben Artenschutzbelangen auch verstärkt die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigen. Auf eine Verringerung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes soll hingewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
Gebiete im Raum Altenstein, nördlich Sternberg und südöstlich Stettfeld.

 VBG 11.20 Vorrangig erholungswirksame Kulturlandschaften um Neubrunn und
Jesserndorf
 


Diese Gebiete sollen wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen des meist abwechslungsreichen Landschaftsbilds erhalten und gesichert werden. Daneben sollen sie auf Grund ihrer Lebensraumqualität bzw. ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume und bei Jesserndorf auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden entwickelt und gesichert werden.

Die traditionell geprägte Kulturlandschaft um Neubrunn und Jesserndorf zeichnet sich durch ihre Kleinteiligkeit und ihren Reichtum an naturnahen Strukturen aus. Eine kulturhistorische Besonderheit ist die Breitstreifenflur „Rosengarten“ bei Dörflis. Da traditionelle Kulturlandschaften dieses Erhaltungsgrades aber landesweit immer seltener werden, gilt es, sie als ablesbare Geschichte in der Landschaft in ihrer Aussagekraft zu erhalten. Gleichzeitig stellen die historischen Flurformen ein Potenzial für die Entwicklung der Erholungsnutzung dar. Durch ihre Thematisierung und bewusste Einbindung in das Angebot für die ruhige, naturbezogene Erholung soll ein Anziehungspunkt für Erholungssuchende und historisch Interessierte geschaffen werden.
Wegen des Vorkommens von Böden mit schwach ausgeprägtem Versauerungswiderstand, zur Aufwertung des Landschaftsbildes und aus Gründen des Artenschutzes sollen nadelholzdominierte Bestände langfristig in Wälder mit überwiegendem Laubholzanteil umgewandelt werden. Auf Grund des Stellenwerts für Waldtierarten, die großflächiger, zusammenhängender Lebensräume bedürfen, aber auch wegen der Erholungseignung sollen Eingriffe, die Zerschneidung, Schmälerung oder Verlärmung bewirken, vermieden werden.
Eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung ist besonders im Raum Jesserndorf vordringlich. Eine weitere Entwicklung von Siedlungsflächen und Infrastruktureinrichtungen soll sehr maßvoll erfolgen.

VBG 11.21       Kulturlandschaft im Raum Altenstein

Das dargestellte Gebiet sollen wegen seiner hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen ihres charakteristischen Landschaftsbilds erhalten und gesichert werden. Daneben soll es nördlich Altenstein auf Grund seiner Lebensraumqualität bzw. seines hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume sowie als Ausgangsgebiet für den Aufbau eines regionalen Biotopverbunds, südlich Altenstein wegen des Vorkommens empfindlicher Böden entwickelt und gesichert werden.

Die Kulturlandschaft im Raum Altenstein (weiterer Umgriff des Naturschutzgebiets) gehört zu den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Region. Aufgrund der Besonderheit der Kulturlandschaft um Altenstein kommt der Erhaltung des Ist-Zustandes vorrangige Bedeutung zu. Dabei gilt es insbesondere die historische Aussagekraft der Landschaft – v.a. der ritterschaftlichen Gutslandschaft des 19. Jahrhunderts nordwestlich Altenstein - in besonderer Weise zu berücksichtigen. Störungen des Landschaftsbildes und des historischen Ensembles, sei es durch Eingriffe oder durch schleichende Prozesse, sollen vermieden werden. Das vorhandene Wegenetz soll so erhalten und gestaltet werden, dass die historische Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt für Wanderer möglichst in Form von Rundwegen erschlossen und erlebbar ist.
Bestehende wertvolle Lebensräume und Sonderstandorte sollen nicht beeinträchtigt werden. Zur Strukturanreicherung und zum Aufbau eines Biotopverbundsystems sollen Flächen für die Neuentwicklung naturbetonter Lebensräume bereitgestellt werden. Die landwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes berücksichtigen. Eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung ist hierbei besonders südlich Altenstein vordringlich.

VBG 11.22  Wälder der südöstlichen Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands mit hohem Entwicklungspotenzial
 


Diese Wälder sollen aufgrund ihrer Lebensraumqualität, v.a. aber wegen ihrer günstigen Voraussetzungen für die Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume entwickelt und gesichert werden. Daneben sind sie auch wegen ihrer hervorragenden Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung sowie im Gemeindewald Stettfeld, nordöstlich Kirchlauter und östlich Burgpreppach auf Grund des Vorkommens gegenüber Versauerung empfindlicher Böden sicherungswürdig.

Insbesondere wegen der Bedeutung für den Artenschutz und der Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung sollen Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig verändern oder beeinträchtigen, in ihrer Ausdehnung zurückdrängen oder zu einer Zerschneidung führen, vermieden werden. Die forstwirtschaftliche Nutzung soll auch verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholung berücksichtigen, indem v.a. die Vielfalt und Naturnähe der Wälder gefördert wird. Dabei sollen die Waldbereiche mit hohem Anteil an Nadelholzreinbeständen in naturnahe Laubwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung überführt werden (meist Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder). Traditionell offene Waldwiesen und Wiesentäler in den Wäldern sollten unbedingt erhalten werden. Damit ist auch verbunden, dass ehemalige Waldwiesen und –täler, die mit Fichten aufgeforstet wurden, wieder in Wiesentäler zurückgeführt werden oder dort wenigstens eine naturnahe Baumartenzusammensetzung und Bewirtschaftung angestrebt wird.
V.a. in den o.g. Gebieten mit versauerungsempfindlichen Böden ist auch aus Gründen des vorsorgenden Grundwasserschutzes und wegen der positiven Wirkung auf das Landschaftsbild eine Überführung des Nadelwalds in einen naturnahen Mischwald vordringlich.

Wichtige Beispielgebiete:
Waldgebiet zwischen Altenstein und Ebern, südwestlich Ditterswind, Teilbereiche des Haßwalds und Gemeindewald Stettfeld

VBG 11.23 Vorrangig erholungswirksame Wälder der südöstlichen Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands
 


Diese Teilflächen größerer Waldgebiete sollen wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen ihrer Lebensraumqualität bzw. ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume erhalten und gesichert werden. Daneben soll das meist abwechslungsreiche Landschaftsbild erhalten und gesichert werden.

Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldflächen und die Waldränder in ihrer Vielfältigkeit erhalten bzw. entwickelt und optimiert werden. Dazu soll insbesondere in den nadelholzdominierten Wäldern die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil – v.a. im Raum Maroldsweisach – Ditterswind nicht zuletzt auch wegen der versauerungsempfindlichen Böden - ausgerichtet werden. In traditionellen Offenlandbereichen wie z.B. den Wiesentälern soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen, Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung und dem Verlust naturnaher Strukturen entgegengewirkt werden. Um die Gebiete in ihrer Erholungseignung und ihrer Bedeutung für Arten mit Ansprüchen an große, ungestörte Flächen nicht weiter einzuschränken, sollten Ausweitungen der verlärmten Bereiche verhindert und weiteren Beeinträchtigungen z.B. durch Zerschneidungen entgegengewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
Waldbereiche nördlich Sternberg, westlich und östlich Maroldsweisach, Ditterswind, Memmelsdorf, im Umfeld von Ebern, südwestlich Unterpreppach

VBG 11.24 Bach- und Flusstäler des Fränkischen Keuper-Lias-Lands mit Entwicklungsbedarf
 


Folgende Bach- und Flusstäler des Fränkischen Keuper-Lias-Lands sollen für die Entwicklung regionaler Biotopverbundsysteme, die Entwicklung von Feuchtgebietslebensräumen sowie für den Schutz der Gewässer einschließlich der Auenfunktionen und zum Schutz empfindlicher Böden gesichert und entwickelt werden:

  • Baunachtal zwischen Neuses und Pfarrweisach sowie unterhalb Ebern und Rentweinsdorf
  • Itztal unterhalb Untermerzbach und
  • Tal der Rauhen Ebrach (außer im Raum Wustviel).

Daneben sollen ihre gliedernde Funktion im Landschaftsbild, ihre Eignung für eine ruhige, naturbezogene Erholung sowie überwiegend intakte Aueböden erhalten werden. Noch bestehende Reste von Feuchtwiesen und Seggenriedern sind als wichtige Ausgangsbiotope des Biotopverbundes zu erhalten und durch extensive Mähnutzung zu pflegen.
In den genannten Tälern ist eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung besonders wichtig. Hochwasserabflussgebiete sollen als (möglichst extensiv genutztes) Grünland bewirtschaftet werden. Für die Revitalisierung von Auestandorten und zur naturnäheren Gestaltung der Gewässer einschließlich ihrer Ufer sollen ausreichend Flächen bereitgestellt werden. In den dargestellten Talräumen sollen keine größeren Waldbegründungen stattfinden.
V.a. in Ortsbereichen und deren Umgriff des Baunach- und Itztals sind die Auenfunktionen vordringlich zu verbessern. Für die Neuschaffung von naturbetonten Lebensräumen und zur naturnäheren Gestaltung der Gewässer einschließlich ihrer Ufer sollen ausreichend Flächen bereitgestellt werden.
Diffuse und punktuelle Stoffeinträge sind – auch in den Einzugsgebieten – zu reduzieren. Dazu soll in den dargestellten Talabschnitten u.a. die Umwandlung von Ackerflächen in Grünland dienen. Eine Siedlungsentwicklung im Auenfunktionsraum soll unterbleiben.

VBG 11.25       Waldbereiche des Steigerwalds mit hohem Entwicklungspotenzial

Das von großflächigen Mischwäldern beherrschte Gebiet soll aufgrund seiner Lebensraumqualität. v.a. aber seines hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume entwickelt und gesichert werden. Außerdem soll es auf Grund seiner hervorragenden Bedeutung für die ruhige, naturbezogene Erholung, wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds sowie südlich Roßstadt auch auf Grund des Vorkommens gegen Versauerung empfindlicher Böden gesichert werden.

Die forstwirtschaftliche Nutzung soll die Belange des Arten- und Biotopschutzes sowie der Erholung berücksichtigen und die standörtliche Vielfalt des Gebietes beachten. Eingriffe, die diese Waldbestände nachhaltig beeinträchtigen, in ihrer Großflächigkeit zurückdrängen oder zu einer Zerschneidung führen, sollen aus Gründen des Artenschutzes und der Erholungsvorsorge vermieden werden. Es soll darauf hingewirkt werden, dass die nadelholzdominierten Waldbestände insbesondere nördlich Tretzendorf langfristig in Laub- und Mischwälder umgewandelt werden.
In diesem sehr waldreichen Gebiet sollte der Wald nicht auf Kosten der Offenlandbereiche, insbesondere der Wiesentäler, ausgeweitet werden, der Verbrachung und Verbuschung soll dort entgegengewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
Waldbereiche südlich und südöstlich Eltmann, südlich Roßstadt, östlich Oberschwarzach

VBG 11.26       Bereiche des Steigerwaldtraufs mit hohem Entwicklungspotenzial

Diese Gebiete sollen auf Grund ihrer naturschutzfachlich wertvollen Lebensräume, v.a. aber wegen ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume und ihrer Funktion innerhalb eines regionalen Biotopverbundsystems entwickelt und gesichert werden. Daneben sollen sie auch wegen des landschaftlichen Erscheinungsbilds und ihrer Erholungseignung gesichert werden.

Hier stehen die Entwicklung und Optimierung hochwertiger Lebensraumkomplexe aus naturnahen Laubmischwäldern und Bachtälern sowie kleinstrukturierter Trockenhänge im Vordergrund. Diese Lebensräume und Sonderstandorte sowie visuellen Leitstrukturen sollen nicht durch Zerschneidung oder Schmälerung infolge baulicher oder infrastruktureller Maßnahmen beeinträchtigt werden. Dem Brachfallen der Flächen mit nachfolgender Verbuschung soll ebenso entgegengewirkt werden wie einer gezielten Aufforstung. Traditionell waldfreie Wiesenbereiche und insbesondere die Wiesentäler sollen offengehalten werden.

VBG 11.27       Vorrangig erholungswirksame Wälder des Steigerwalds

Diese Teilflächen größerer Waldgebiete sollen wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung sowie wegen ihrer Lebensraumqualität bzw. ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume erhalten und gesichert werden. Daneben soll das meist abwechslungsreiche Landschaftsbild erhalten und gesichert werden.

Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Waldflächen und die Waldränder in ihrer Vielfältigkeit erhalten bzw. entwickelt und optimiert werden. Dazu soll insbesondere in den nadelholzdominierten Wäldern bei Falsbrunn und Dankenfeld die Waldverjüngung künftig auf die Entwicklung strukturreicher Wälder mit hohem Laubholzanteil – bei Dankenfeld nicht zuletzt auch wegen der versauerungsempfindlichen Böden - ausgerichtet werden. In traditionellen Offenlandbereichen wie z.B. den Wiesentälern soll zur Erhaltung der Erlebnisvielfalt des Waldgebietes Aufforstungen, Wiederbewaldungstendenzen infolge von Verbuschung und dem Verlust naturnaher Strukturen entgegengewirkt werden. Um die Gebiete in ihrer Erholungseignung und ihrer Bedeutung für Arten mit Ansprüchen an große, ungestörte Flächen nicht weiter einzuschränken, sollten Ausweitungen der verlärmten Bereiche verhindert und weiteren Beeinträchtigungen z.B. durch Zerschneidungen entgegengewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
Waldbereiche östlich Unterschleichach, zwischen Fatschenbrunn und Falsbrunn, südlich Dankenfeld

VBG 11.28       Vorrangig erholungswirksamer Steigerwaldtrauf

Diese Teilflächen des Steigerwaldtraufs sollen wegen ihrer hervorragenden Erlebniswirksamkeit für eine ruhige, naturbezogene Erholung (u.a. zahlreiche Aussichtspunkte mit weiten Ausblicken) erhalten sowie wegen ihrer Lebensraumqualität bzw. ihres hohen Entwicklungspotenzials für seltene und gefährdete Lebensräume sowie ihrer Funktion im regionalen Biotopverbund entwickelt und gesichert werden. Daneben soll das meist abwechslungsreiche Landschaftsbild erhalten und gesichert werden

.Dem Brachfallen der Flächen mit nachfolgender Verbuschung soll ebenso entgegengewirkt werden wie einer gezielten Aufforstung oder einer weiteren Verarmung an gliedernden Landschaftselementen. Die typische Kleinteiligkeit dieser Kulturlandschaft soll erhalten werden. Bei der Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung gilt es, die Qualität und Eigenart des Landschaftsbildes in besonderer Weise zu berücksichtigten. Dazu sollen z.B. flächenintensive Formen der Bebauung, großdimensionierte Baukörper und/oder eine Zerschneidung der Landschaft vermieden werden.
Bestehende wertvolle Lebensräume und Sonderstandorte sollen nicht beeinträchtigt werden. Neben der Erhaltung kommt in diesen Gebieten insbesondere der weiteren Entwicklung naturbetonter Strukturen eine besondere Bedeutung zu, insbesondere in Bereichen, die günstige Voraussetzungen für die Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume aufweisen (z.B. Steilhänge). Die landwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Arten- und Biotopschutzes berücksichtigen. Eine boden- und grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung ist hierbei besonders wichtig.

VBG 11.29 Wälder der Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz
 


Die dargestellten Gebiete sollen aufgrund ihrer Lebensraumqualität und ihrer Funktion als Ausgangspunkte eines aufzubauenden Biotopverbunds entwickelt und gesichert werden. Daneben sollen die Wälder bei Schweinshaupten, westlich Pfaffendorf, nördlich Bischwind und Kirchlauter, westlich Rentweinsdorf, nördlich und östlich Breitbrunn (an der Regionsgrenze) und nördlich Stettfeld auch wegen des Vorkommens gegen Versauerung empfindlicher Böden und damit aus Gründen des vorsorgenden Grundwasserschutzes gesichert werden.

Deshalb soll in Gebieten mit hohem Anteil von Nadelholzreinbeständen die Entwicklung strukturreicher Laubmischwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung angestrebt werden. Ggf. sollen traditionell waldfreie Wiesenbereiche, insbesondere die Wiesentäler offengehalten werden. Diese Wälder erfüllen in der Kulturlandschaft eine wichtige Lebensraumfunktion; in der ansonsten relativ strukturarmen Agrarlandschaft stellen sie oft die einzigen Ausgangspunkte eines aufzubauenden Biotopverbunds dar. Weitere Beeinträchtigungen dieser meist großflächigen Wald-Lebensräume v.a. durch zerschneidungswirksame Eingriffe sollen daher verhindert werden.

Wichtige Beispielgebiete:
neben den o.g. Gebieten Wälder im Raum Sulzdorf, östlich Ermershausen, südlich Hafenpreppach, südöstlich Neuses

VBG 11.30 Kulturlandschaft der Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz
 


Die dargestellten Gebiete sollen aufgrund ihrer Lebensraumqualität und als Ausgangsgebiete für den Aufbau eines regionalen Biotopverbundsystems entwickelt und gesichert werden. Daneben sollen die Kulturlandschaften zwischen Maroldsweisach und Pfaffendorf sowie südöstlich Breitbrunn auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden gesichert werden.

Diese Gebiete mit einer durchschnittlichen Ausstattung an naturbetonten Lebensräumen eignen sich in Ergänzung zu den in den Naturräumen verbreiteten „Gebieten hervorragender Bedeutung“ als Ausgangsgebiete für den Aufbau eines regionalen Biotopverbundsystems. Neben der Erhaltung und der Beseitigung von Beeinträchtigungen kommt deshalb in diesen Gebieten insbesondere der weiteren Entwicklung naturbetonter Strukturen eine besondere Bedeutung zu, insbesondere in Bereichen, die günstige Voraussetzungen für die Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume aufweisen (z.B. sandige Böden). Die bestehenden Lebensräume sollten ferner optimiert, nach Möglichkeit in ihrer Fläche ausgedehnt und zu lokalen Biotopverbundsystemen weiterentwickelt werden. Ausgehend von diesen Gebieten sollte eine Strukturanreicherung in den übrigen Gebieten des Naturraums zum Aufbau eines regionalen Biotopverbundsystems vorangetrieben werden. Um weitere negative Folgen für den Artenschutz und das Landschaftsbild zu verhindern, sollen störende fernwirksame Gebäude und Anlagen, visuelle Zerschneidungen und störende Formen der Siedlungsentwicklung, wie z.B. die Bebauung steiler Hanglagen weitgehend vermieden werden.
Die landwirtschaftliche Nutzung soll v.a. in den o.g. Gebieten verstärkt die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigen. Auf eine Verringerung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes soll hingewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
zwischen Maroldsweisach und Pfaffendorf, südlich Untermerzbach sowie südöstlich Breitbrunn

VBG 11.31  Waldbereiche des Steigerwalds mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz
 


Die dargestellten Gebiete sollen aufgrund ihrer hohen Lebensraumqualität und ihrer Funktion als Ausgangspunkte eines aufzubauenden Biotopverbunds entwickelt und gesichert werden. Daneben sollen sie auch wegen des Vorkommens gegen Versauerung empfindlicher Böden und damit aus Gründen des vorsorgenden Grundwasserschutzes gesichert werden.

Deshalb sollen in den dargestellten Gebieten Nadelholzreinbestände in strukturreiche Laubmischwälder mit standortheimischer Baumartenzusammensetzung umgebaut werden. Ggf. sollen traditionell waldfreie Wiesenbereiche, insbesondere die Wiesentäler offengehalten werden. Diese Wälder erfüllen in der Kulturlandschaft eine wichtige Lebensraumfunktion; in der ansonsten relativ strukturarmen Agrarlandschaft stellen sie oft die einzigen Ausgangspunkte eines aufzubauenden Biotopverbunds dar. Weitere Beeinträchtigungen dieser meist großflächigen Wald-Lebensräume v.a. durch zerschneidungswirksame Eingriffe sollen daher verhindert werden.

Wichtige Beispielgebiete:
Wälder zwischen Trossenfurt und Fürnbach, an der südöstlichen Regionsgrenze südlich Falsbrunn

VBG 11.32 Kulturlandschaft des Steigerwalds mit besonderer Bedeutung für den Artenschutz
 


Die dargestellten Gebiete sollen aufgrund ihrer Lebensraumqualität und als Ausgangsgebiete für den Aufbau eines regionalen Biotopverbundsystems entwickelt und gesichert werden. Daneben sollen diese Kulturlandschaften auch wegen des Vorkommens empfindlicher Böden gesichert werden.

Diese Gebiete mit einer durchschnittlichen Ausstattung an naturbetonten Lebensräumen eignen sich in Ergänzung zu den in den Naturräumen verbreiteten „Gebieten hervorragender Bedeutung“ als Ausgangsgebiete für den Aufbau eines regionalen Biotopverbundsystems. Neben der Erhaltung und der Beseitigung von Beeinträchtigungen kommt deshalb in diesen Gebieten insbesondere der weiteren Entwicklung naturbetonter Strukturen eine besondere Bedeutung zu, insbesondere in Bereichen, die günstige Voraussetzungen für die Entwicklung seltener und gefährdeter Lebensräume aufweisen (z.B. sandige Böden). Die bestehenden Lebensräume sollten ferner optimiert, nach Möglichkeit in ihrer Fläche ausgedehnt und zu lokalen Biotopverbundsystemen weiterentwickelt werden. Ausgehend von diesen Gebieten sollte eine Strukturanreicherung in den übrigen Gebieten des Naturraums zum Aufbau eines regionalen Biotopverbundsystems vorangetrieben werden.
Die landwirtschaftliche Nutzung soll v.a. in diesen Gebieten verstärkt die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigen. Auf eine Verringerung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes soll hingewirkt werden.

Wichtige Beispielgebiete:
zwischen Dippach und Trossenfurt/Kirchaich, zwischen Trossenfurt und Dankenfeld, bei Fatschenbrunn sowie entlang des oberen Rauhen Ebrachtals

VBG 11.33 Gebiete der Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands mit besonderer Boden- und Grundwasserschutzfunktion
 


Die Böden in diesen Gebieten sollen aus Gründen des Boden- und des Grundwasserschutzes und als Standorte für die Entwicklung seltener Lebensgemeinschaften gesichert werden.

Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigen. Auf eine Verringerung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes soll hingewirkt werden. Versauerungsfördernde Maßnahmen sollen unterbleiben.
Ausgehend von strukturreicheren Gebieten gilt es in den einförmigeren Teilen der Landschaftseinheit, die Lebensraumqualität und das Landschaftsbild durch die Entwicklung naturnaher Strukturen zu verbessern. Bei der Art und Verteilung der einzubringenden Strukturen ist die naturräumlich und historisch bedingte Eigenart der Landschaft zu berücksichtigen und zu stärken.

Wichtige Beispielgebiete:
Gebiete um Maroldsweisach, südlich des Baunachtals bei Walchenfeld/Sulzbach, um Burgpreppach und Hafenpreppach, zwischen Pfarrweisach und Ebern, westlich und südlich Bischwind, im Raum Breitbrunn – Kirchlauter, und nördlich Ebelsbach.

VBG 11.34       Gebiete des Steigerwalds besonderer Boden- und Grundwasserschutzfunktion

Die Böden in diesen Gebieten sollen aus Gründen des Boden- und des Grundwasserschutzes und als Standorte für die Entwicklung seltener Lebensgemeinschaften gesichert werden.

Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung soll verstärkt die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigen. Auf eine Verringerung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes soll hingewirkt werden. Versauerungsfördernde Maßnahmen sollen unterbleiben.
Ausgehend von strukturreicheren Gebieten gilt es in den einförmigeren Teilen der Landschaftseinheit, die Lebensraumqualität und das Landschaftsbild durch die Entwicklung naturnaher Strukturen zu verbessern. Bei der Art und Verteilung der einzubringenden Strukturen ist die naturräumlich und historisch bedingte Eigenart der Landschaft zu berücksichtigen und zu stärken.

Wichtige Beispielgebiete:
Gebiete nördlich Trossenfurt, östlich Dankenfeld, nördlich des Rauhen Ebrachtals zwischen Untersteinbach und Prölsdorf, westlich Geusfeld.


 

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