9.1.3    Natura 2000-Gebiete

"Natura 2000“ steht für das zusammenhängende Netz besonderer Schutzgebiete, das gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie vom 21.05.1992 (kurz: FFH-Richtlinie) und Vogelschutzrichtlinie vom 02.04.1979 für ganz Europa eingerichtet werden soll. Das Hauptziel ist, damit einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zum allgemeinen Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Für die Auswahl der Gebiete sind neben dem Vorkommen bestimmter europaweit besonders schutzwürdiger Lebensraumtypen und Arten vor allem die Kriterien Repräsentanz, Kohärenz (wichtige Funktion im überregionalen Biotopverbund), Größe, Erhaltungszustand und Größe ausschlaggebend. Bevorzugt gemeldet wurden Gebiete, die sich bereits im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, die bereits naturschutzrechtlich geschützt sind oder dafür vorgesehen sind und die überwiegend dem Naturschutz gewidmet sind. In den an die EU-Kommission gemeldeten Gebieten muss dem Erhaltungsgebot und dem Verschlechterungsverbot Rechnung getragen werden. Außerdem sind sukzessive Managementpläne aufzustellen.

Die im LEK berücksichtigten Natura 2000-Gebiete entsprechen den Meldungen des Freistaats Bayern an die EU vom 15. Oktober 2001, die im Allgemeinen Ministerialblatt 11/2001 der Bayerischen Staatsregierung bekannt gemacht wurden.

Die Flächenbilanzen im Rahmen des LEK wurden mit einem Geographischen Informationssystem erstellt und können von den offiziellen Flächenangaben der Natura 2000-Gebiete geringfügig abweichen, da sie sich auf die Außengrenzen der Gebiete beziehen und Flächen, die innerhalb der FFH-Gebiete (auf der Basis von Flurkarten) ausgeklammert wurden (z.B. Äcker, Hofstellen), unberücksichtigt lassen.

In der Region Main-Rhön waren demnach bis zum 15.10.01 insgesamt ca. 56.750 ha als Natura 2000-Gebiete gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Gebiete) und Vogelschutzrichtlinie (SPA-Gebiete) gemeldet. Dies entspricht einem Flächenanteil von ca. 14 %. Innerhalb des Schutzgebietssystems der Region stellen die Natura 2000-Gebiete zusammen mit den Naturschutzgebieten und den regional bedeutsamen besonders geschützten Landschaftsbestandteilen die wichtigsten „Bausteine“ dar. Als Ausgangsbasis für die Herleitung eines Schutzgebietskonzepts sind daher nicht nur die bestehenden Naturschutzgebiete zu betrachten, sondern auch die gemeldeten Natura 2000-Gebiete.

Innerhalb der naturräumlichen Haupteinheiten verteilen sich die gemeldeten Natura 2000-Gebiete in der Region Main-Rhön wie folgt (Tabelle 9.4):

Tabelle 9.4:     Flächenanteile der gemeldeten Natura 2000-Gebiete (Stand: 15.10.01) an den naturräumlichen Haupteinheiten

Naturraum

Fläche (ha) *

Anteil (%)

Hohe Rhön (354)

ca. 14.940

ca. 62,4

Vorder- und Kuppenrhön (353)

ca. 3.810

ca. 16,9

Südrhön (140)**

ca. 4.230

ca. 5,4

Grabfeldgau (138)

ca. 3.150

ca. 4,7

Wern-Lauer-Platten (135)

ca. 5.690

ca. 13,6

Gäuplatten im Maindreieck (134)

ca. 40

ca. 0,6

Schweinfurter Becken (136)*

ca. 1.570

ca. 10,0

Hesselbacher Waldland (139)

ca. 1.240

ca. 4,6

Steigerwaldvorland (137)

ca. 2.820

ca. 8,3

Steigerwald (115)

ca. 9.800

ca. 43,6

Haßberge (116)

ca. 8.520

ca. 28,6

Itz-Baunach-Hügelland (117)

ca. 940

ca. 3,1

* Flächenstatistik basierend auf den Außengrenzen der Natura 2000-Gebiete, d.h. ohne ausgeklammerte Flächen innerhalb

**           Naturraum Südrhön (141) einschließlich Sandsteinspessart (141) und Schweinfurter Becken (136) einschließlich Mittleres Maintal (133)

Nachfolgend genannte Natura 2000-Gebiete sind in der Region Main-Rhön gemäß FFH-Richtlinie der Europäischen Union gemeldet (Stand: 15.10.01).

 

Tabelle 9.5:     Gemeldete Natura 2000-Gebiete gemäß FFH-Richtlinie (Stand: 15.10.01)

Schutzgebietsbezeichnung

Kurzbeschreibung

Fläche

Naturaum Hohe Rhön (354)

Hohe Rhön
5426-307

Biotopreichste Landschaft Unterfrankens: Hochlagen mit weiträumigen, mosaikartig verzahnten, vielgestaltigen Wiesengesellschaften, großflächigen Borstgrasrasen, Bergmähwiesen, wertvollen Feuchtbereichen und Moorgebieten; Hangbereiche mit sehr alten, artenreichen Laubholzbeständen; Vorkommen äußerst seltener Arten

18685 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Naturraum Vorder- und Kuppenrhön (353)

Trockenlebensräume bei Ostheim a.d. Rhön
5527-302

Komplexe Trockenlebensräume auf Muschelkalk mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, Kalk-Buchen- und sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern; wichtiger Bestandteil des Biotopverbundsystems der Trockenlebensräume in der Rhön 355 ha
Naturraum Südrhön (140) - einschließlich Sandsteinspessart (141)

Hohe Rhön
5426-307

Komplexe Trockenlebensräume auf Muschelkalk mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, Kalk-Buchen- und sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern; wichtiger Bestandteil des Biotopverbundsystems der Trockenlebensräume in der Rhön

18685 ha

Großteil im Naturraum Hohe Rhön

Teiche bei Schönau an der Brendt
5626-301

Naturnahe Teiche mit Verlandungszonen in weitreichendem, naturnahen Waldgebiet; Lebensraum der Großen Moosjungfer

3 ha

Schmalwasser- und Premichtal
5626-302

Ungestörte Wiesentäler in großflächigem Waldgebiet der Südrhön mit mageren Extensivwiesen regionaler bis überregionaler Bedeutung

313 ha

Salzwiesen bei Bad Neustadt
5627-302

Bayernweit einziger und letzter Standort salzbeeinflusster Wiesenvegetation mit alljährlichen Überschwemmungen und Vorkommen extrem seltener Pflanzenarten; Lebensraum für stark gefährdete Brut- und Zugvogelbestände

202 ha

Mausohrkolonien in der Rhön
5627-303

Mausohrwochenstuben in Kirchendachstühlen von bundesweiter bis landesweiter Bedeutung

0 ha

Wälder und Trockenstandorte bei Bad Kissingen und Münnerstadt
5726-301

Steilstufen des Wellenkalks mit Kalktrockenrasen und Wacholderheiden in Verbindung mit Wärme liebenden Wäldern (sekundäre Eichen-Hainbuchen- und Buchenwälder) und sehr gut ausgebildeten Säumen; landesweit bedeutsame Trocken- und Laubwaldstandorte; hoher Arten- und Individuenreichtum an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten; Jagdlebensräume von Fledermausarten

3421 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Schondratalsystem
5824-301

Einziges Restvorkommen der Flussperlmuschel in der Buntsandsteinregion Süddeutschlands; typisch ausgebildetes Tal mit lückigen Erlenwaldsäumen, Pfeifengraswiesen, feuchten Hochstaudensäumen und extensiven Mähwiesen

300 ha

Naturschutzgebiet "Sodenberg-Gans"
5824-302

Basaltkegel in Muschelkalklandschaft mit ausgedehnten Basaltschutthalden und außerordentlich reichhaltigen Komplexlebensräumen aus Kalkmagerrasen (Enzian-Schillergrasrasen, Mainfränkische Erdseggen-Trockenrasen), naturnahen Buchen- und sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern

488 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Mausohrkolonien  in Machtilshausen und Diebach
5825-301

Wochenstuben des Mausohrs in Kirchendachstühlen von europaweiter Bedeutung

0 ha

Wälder und Trockengebiete um Hammelburg
5826-301

Hangzonen und angrenzende Plateaulagen des Saaletals mit naturnahen und reich gegliederten Vegetationskomplexen aus Wäldern, Trockenstandorten unterschiedlicher Ausprägung, (aufgelassenen) Weinbergen und Streuobstbeständen; Teil des bundesweit bedeutsamen Trockenverbundsystems entlang von Saale und mittlerem Maintal mit hoher Anzahl und Dichte

854 ha

Teilflächen in den Wern-Lauer-Platten

Buchenwaldregion Hochspessart und Spessart-Nord
6022-301

Großflächige, geschlossene Buchen- und Eichenwälder als Schwerpunkt zur Erhaltung dieser Waldtypen innerhalb des Oberen und Unteren Buntsandsteins; Vorkommen der Wildkatze

18785 ha

Naturraum Grabfeldgau (138)

Trockenhänge im Saale-, Streu- und Löhriether Tal
5627-301

Landesweit bedeutsame Biotopverbundachse trocken-warmer Standorte des Saale- und Streutales mit Anbindung an die Thüringer Bestände; ausgedehnte artenreiche Salbei-Glatthaferwiesen im Komplex mit Hecken, Magerrasen und Gehölzen

90 ha

Teilflächen in den Wern-Lauer-Platten

Salzwiesen bei Bad Neustadt
5627-302

Bayernweit einziger und letzter Standort salzbeeinflusster Wiesenvegetation mit alljährlichen Überschwemmungen und Vorkommen extrem seltener Pflanzenarten; Lebensraum für stark gefährdete Brut- und Zugvogelbestände

202 ha

Waldwiesen und Moore im Neuwirthshauser Forst
5725-301

Einer der wertvollsten Feuchtgebietskomplexe im westlichen Unterfranken: Saure, nährstoffarme Pfeifengraswiesen, Niedermoorflächen und Bruchwälder mit bedeutenden Amphibien- und Libellenvorkommen von überregionaler Bedeutung

180 ha

Mausohrkolonien in der Rhön
5627-303

Mausohrwochenstuben in Kirchendachstühlen von bundesweiter bis landesweiter Bedeutung

0 ha

Laubwälder bei Bad Königshofen
5628-301

Artenreiche, teilweise als Mittelwald genutzte Laubwälder auf Gipskeuper (sekundäre wechselfeuchte Eichen-Hainbuchenwälder, Steinsamen-Eichen-Elsbeerenwälder) in Verzahnung mit landesweit bedeutsamen, Wärme liebenden Magerrasen und Säumen

1863 ha

Milztal bei Irmelshausen
5628-302

Niederung mit extensiv genutzten Mähwiesen, feuchten Hochstaudensäumen und mäandrierendem Bachlauf; Vorkommen des Schwarzblauen Wiesenknopf-Ameisenbläulings und der Wanstschrecke

96 ha

Haßbergetrauf von Königsberg bis Stadtlauringen
5728-302

Keuperbergland mit großflächig zusammenhängenden und komplexen Magerstandorten: Salbei-Glatthaferwiesen, Halbtrockenrasen,  Streuobstbeständen sowie Wärme liebenden, sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern und Säumen; wichtiges Bindeglied für einen landesweiten Biotopverbund von Trockenlebensräumen

611 ha

Teilflächen im Naturraum Haßberge

Naturraum Wern-Lauer-Platten (135)

Winterquartiere der Mopsfledermaus bei Neustadt
5627-304

Bayernweit bedeutsame Winterquartiere für die Mopsfledermaus in Kellern und Gewölben; eines der größten Mausohr-Winterquartiere im Naturraum Mainfränkische Platten 0 ha

Wälder und Trockenstandorte bei Bad Kissingen und Münnerstadt
5726-301

Steilstufen des Wellenkalks mit Kalktrockenrasen und Wacholderheiden in Verbindung mit Wärme liebenden Wäldern (sekundäre Eichen-Hainbuchen- und Buchenwälder) und sehr gut ausgebildeten Säumen; landesweit bedeutsame Trocken- und Laubwaldstandorte; hoher Arten- und Individuenreichtum an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten; Jagdlebensräume von Fledermausarten

3421 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Trockenhänge im Saale-, Streu- und Löhriether Tal
5627-301

Landesweit bedeutsame Biotopverbundachse trocken-warmer Standorte des Saale- und Streutales mit Anbindung an die Thüringer Bestände; ausgedehnte artenreiche Salbei-Glatthaferwiesen im Komplex mit Hecken, Magerrasen und Gehölzen

90 ha

Teilflächen im Grabfeldgau

Naturschutzgebiet "Sodenberg-Gans"
5824-302

Basaltkegel in Muschelkalklandschaft mit ausgedehnten Basaltschutthalden und außerordentlich reichhaltigen Komplexlebensräumen aus Kalkmagerrasen (Enzian-Schillergrasrasen, Mainfränkische Erdseggen-Trockenrasen), naturnahen Buchen- und sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern

488 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Mausohrkolonien  in Machtilshausen und Diebach
5825-301

Wochenstuben des Mausohrs in Kirchendachstühlen von europaweiter Bedeutung

0 ha

Wälder und Trockengebiete um Hammelburg
5826-301

Hangzonen und angrenzende Plateaulagen des Saaletals mit naturnahen und reich gegliederten Vegetationskomplexen aus Wäldern, Trockenstandorten unterschiedlicher Ausprägung, (aufgelassenen) Weinbergen und Streuobstbeständen; Teil des bundesweit bedeutsamen Trockenverbundsystems entlang von Saale und mittlerem Maintal mit hoher Anzahl und Dichte

854 ha

Teilflächen in der Südrhön

Truppenübungsplatz Hammelburg
5925-301

Großflächiger, unzerschnittener Lebensraumkomplex von regionaler bis europaweiter Bedeutung für Flora und Fauna mit großflächigen Kalkmagerrasen, Zwergstrauchheiden sowie repräsentativen Buchen- und Eichen-Hainbuchen-Wäldern; zusammen mit den benachbarten Natura 2000-Gebieten bundesweit bedeutsamer Trockenlebensraum-Verbund

3591 ha

Naturraum Gäuplatten im Maindreieck (134)

*** *** ***
Naturraum Schweinfurter Becken (136) - einschließlich Mittleres Maintal (133)

Mainaue zwischen Schweinfurt und Dettelbach
6127-302

Größter naturnaher Abschnitt am Mittellauf des Mains mit bedeutenden Vorkommen von natürlichen Hartholzauwäldern, Baggerseen, Sandterrassen, Altwässern und freifließendem Flussabschnitt; optimal ausgeprägte Sandgrasheiden und Vorkommen extrem seltener, prioritärer Arten im Maintal 715 ha
Naturraum Hesselbacher Waldland (139)

Wälder und Trockenstandorte bei Bad Kissingen und Münnerstadt
5726-301

Steilstufen des Wellenkalks mit Kalktrockenrasen und Wacholderheiden in Verbindung mit Wärme liebenden Wäldern (sekundäre Eichen-Hainbuchen- und Buchenwälder) und sehr gut ausgebildeten Säumen; landesweit bedeutsame Trocken- und Laubwaldstandorte; hoher Arten- und Individuenreichtum an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten; Jagdlebensräume von Fledermausarten

3421 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Naturschutzgebiet "Urlesbachtal"
5828-301

Schmales, naturnahes Wiesental mit Flachmoor- und Streuwiesenkomplexen, Nasswiesen, bodensauren Magerrasen und angrenzenden Laubmischwaldbeständen

23 ha

Wässernachtal
5928-301

Strukturreiches Wiesental  und edellaubholzreiche Buchen-Eichenmischwälder mit eingestreuten Nadelholzparzellen; aus Mittelwaldnutzung entstandene wertvolle Laubmischwälder und Schluchtwälder; fast vollständig offenes Wiesental mit natürlichem Bachlauf; wertvoller Amphibienlebensraum

612 ha

Naturraum Steigerwaldvorland (137)

Mainaue bei Augsfeld
5929-303

Artenreicher Biotopkomplex in der Mainaue mit repräsentativen Vorkommen von Niedermooren, Salbei-Glatthaferwiesen, Sandrasen und Stromtalwiesen; größtes nordbayerisches Vorkommen des Fleischfarbenen Knabenkrauts 494 ha

Vogelfreistätte Graureiherkolonie Dippach am Main
6030-302

Eichen-Hainbuchenwald und naturräumlich repräsentativer Schluchtwald des Maintals; eine der größten Graureiherkolonien Bayerns

19 ha

Sulzheimer Gipshügel und Grettstädter Wiesen
6027-301

Landes- und europaweit bedeutsame Restbestände kontinentaler Gipssteppen-Vegetation in einzigartiger, enger Verzahnung mit Stromtal-, Streu- und Nasswiesen, Pfeifengraswiesen, Hochstaudenfluren, Schneidrieden, Bruchwaldgesellschaften und Halbtrockenrasen; Vorkommen von Eiszeitrelikten und mehreren vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und Tierarten

91 ha

Mausohrkolonien im Steigerwaldvorland
6028-301

Landes- und bundesweit bedeutsame Wochenstubenquartiere des Mausohrs in Kirchendachstühlen

0 ha

Laubwälder im Steigerwaldvorland
6028-302

Überwiegend sekundär durchgewachsene, trockene oder feuchte Ausbildungen von Eichen-Hainbuchenwäldern auf schweren Tonböden mit deutlichem Mittelwaldcharakter und besonderer Bedeutung für Höhlenbrüter und Fledermäuse

230 ha

Mainaue zwischen Schweinfurt und Dettelbach
6127-302

Größter naturnaher Abschnitt am Mittellauf des Mains mit bedeutenden Vorkommen von natürlichen Hartholzauwäldern, Baggerseen, Sandterrassen, Altwässern und freifließendem Flussabschnitt; optimal ausgeprägte Sandgrasheiden und Vorkommen extrem seltener, prioritärer Arten im Maintal

715 ha

Naturraum Steigerwald (115)

Vogelfreistätte Graureiherkolonie Dippach am Main
6030-302

Eichen-Hainbuchenwald und naturräumlich repräsentativer Schluchtwald des Maintals; eine der größten Graureiherkolonien Bayerns 19 ha

Mittleres Aurach-Tal von Priesendorf bis Walsdorf
6030-303

Naturnahe Bachaue mit ausgedehnten Schilfbeständen, Teichketten mit Verlandungszonen und Erlen-Eschen-Wäldern; wertvolle Lebensraumkomplexe im regionalen Fließgewässer-Verbund

120 ha

Buchenwälder und Wiesentäler des Nordsteigerwaldes
6128-301

Großflächige, zusammenhängende sekundäre Eichen-Hainbuchenwälder auf Keuper mit naturnahen Wiesentälern; Waldregion mit internationaler Bedeutung für den Artenschutz und zweitwichtigste Vorrangfläche für großflächige Waldschutzgebiete in Laubwaldgebieten in Deutschland

8414 ha

Naturraum Haßberge (116)

Quellbäche der Baunach, Bundorfer und Bramberger Wald
5728-301

Ausgedehntes, zusammenhängendes Laubwaldgebiet mit sekundären Eichenwäldern sowie Buchen- und Erlen-/Eschenwäldern; vielfältige Waldmäntel mit Mittel- und Niederwaldanteilen; naturbetonte Wiesentäler mit artenreichem Feuchtgrünland; wichtige Nahrungsgebiete für das Große Mausohr

1698 ha

Teilflächen im Itz-Baunach-Hügelland

Haßbergetrauf  von Königsberg bis Stadtlauringen
5728-302

Keuperbergland mit großflächig zusammenhängenden und komplexen Magerstandorten: Salbei-Glatthaferwiesen, Halbtrockenrasen,  Streuobstbeständen sowie Wärme liebenden, sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern und Säumen; wichtiges Bindeglied für einen landesweiten Biotopverbund von Trockenlebensräumen

611 ha

Teilflächen im Grabfeldgau

Haßbergtrauf von Zeil am Main bis Königsberg
5929-301

Keuperbergland-Gebiet mit einer der größten zusammenhängenden Mager-Komplexlebensräume in Bayern aus Salbei-Glatthaferwiesen, Halbtrockenrasen, Streuobstbeständen, aufgelassenen Weinbergen sowie Wärme liebenden Eichen-Hainbuchen-Wäldern und Säumen; herausragende Abfolge, Verzahnung und Verbundsituation von Trockenrasen

1264 ha

Laubwälder um Ebern/Schloß Rentweinsdorf
5930-301

Durch naturnahe Bewirtschaftung entstandene, großflächige und strukturreiche Mischwälder; im Schloss Rentweinsdorf eine der fünf größten Mausohrwochenstuben Bayerns von europaweiter Bedeutung

1116 ha

Teilflächen im Itz-Baunach-Hügelland

Naturwaldreservat Stachel
5930-302

Naturbelassener ehemaliger Mittelwald mit sekundärem Eichen-Hainbuchenwald und naturnahem Buchenwald in typischer Ausprägung; Naturwaldreservat

24 ha

Standortübungsplatz Ebern
5930-303

Extensiv genutzte, von Hecken, Gebüschen und teilweise alten Streuobstbeständen strukturierte Offenland-Lebensräume von überregionaler Bedeutung

172 ha

Maintalhänge zwischen Zeil und Dörfleins
6030-301

Trockenbiotop-Verbundnetz an den Südhängen zum Maintal aus extensiv genutzten Wiesen, Kalkmagerrasen, Säumen und Eichentrockenwäldern mit außergewöhnlich hohem Arten- und Vegetationstypenreichtum; größtes Bocks-Riemenzungen-Vorkommen in Nordbayern

372 ha

Naturraum Itz-Baunach-Hügelland (117)

Altenburg
5629-303

Durch Mittel- und Niederwaldbewirtschaftung entstandener struktur- und artenreicher Laubmischwald in Verzahnung mit Halbtrockenrasen und Gebüschkomplexen; Verbindungselement zu Thüringer Trockenkomplexen 287 ha

Reutsee
5729-301

Naturnah ausgebildetes Gewässer mit breiter Verlandungszone; eines der größten Kammmolch-Vorkommen in Unterfranken; bedeutendes Winterquartier und Rastplatz für nordische Entenarten

12 ha

Alsteraue von der Landesgrenze bis zur Mündung
5830-301

Langgestrecktes Wiesenbachtal mit Vorkommen des Schwarzblauen Wiesenknopf- Ameisenbläulings und einem der größten Bachmuschel-Vorkommen im Naturraum

100 ha

Laubwälder um Ebern/Schloß Rentweinsdorf
5930-301

Durch naturnahe Bewirtschaftung entstandene, großflächige und strukturreiche Mischwälder; im Schloss Rentweinsdorf eine der fünf größten Mausohrwochenstuben Bayerns von europaweiter Bedeutung

1116 ha

Teilflächen im Naturraum Haßberge

Nachfolgend genannte Natura 2000-Gebiete sind in der Region Main-Rhön gemäß Vogelschutz-Richtlinie der Europäischen Union gemeldet (Stand: 15.10.01).

Tabelle 9.6:     Gemeldete Natura 2000-Gebiete gemäß Vogelschutzrichtlinie (Stand: 15.10.01)

Schutzgebietsbezeichnung

Kurzbeschreibung

Fläche

Naturräume Hohe Rhön (354), Vorder- und Kuppenrhön (353) und Südrhön (140) mit Sandsteinspessart (141)

Hohe Rhön
5526-401

Biotopreichste Landschaft Unterfrankens mit einem weiten Spektrum von Feucht-, Trocken- und Magerkomplexen; naturnahe Wälder mit sehr alten, artenreichen Laubholzbeständen; artenreiche Vogelwelt; letztes außeralpines Vorkommen des Birkhuhns; bedeutendster Bestand des Wachtelkönigs in Nordbayern; charakteristisches Artenspektrum der an Laubwald und eine strukturreiche Kulturlandschaft gebundene Vogelarten

17462 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Naturraum Grabfeldgau (138)

Haßbergetrauf und Bundorfer Wald
5728-401

Strukturreiche Hänge mit Magerwiesen, Halbtrockenrasen, Gebüschkomplexen, Hecken und Streuobstbeständen; oberhalb des Hangtraufes naturnahe, struktur- und artenreiche Laubmischwälder, durchsetzt mit Wiesentälern; Lebensräume von landesweiter Bedeutung für den VogelschutzStrukturreiche Hänge mit Magerwiesen, Halbtrockenrasen, Gebüschkomplexen, Hecken und Streuobstbeständen; oberhalb des Hangtraufes naturnahe, struktur- und artenreiche Laubmischwälder, durchsetzt mit Wiesentälern; Lebensräume von landesweiter Bedeutung für den Vogelschutz

7701 ha

Teilflächen im Naturraum Haßberge

Standortübungsplatz Mellrichstadt
5527-401

Strukturreiches Offenlandgebiet mit Magerrasen, Verbuschungsstadien und randlichen Waldkomplexen; wichtigste Verbundachse für Vogelarten zwischen Grabfeld und Rhön

229 ha

Naturraum Wern-Lauer-Platten (135)

Truppenübungsplatz Hammelburg
5925-301

Großflächiger, unzerschnittener Lebensraumkomplex von regionaler bis europaweiter Bedeutung für Flora und Fauna mit großflächigen Kalkmagerrasen, Zwergstrauchheiden sowie repräsentativen Buchen- und Eichen-Hainbuchen-Wäldern; zusammen mit den benachbarten Natura 2000-Gebieten bundesweit bedeutsamer Trockenlebensraum-Verbund 3591 ha

Naturräume Gäuplatten im Maindreieck (134), Schweinfurter Becken (136) mit Mittlerem Maintal (133), Hesselbacher Waldland (139)

Maintal und Steigerwaldvorland bei Schweinfurt und Volkach
6027-401

Main zwischen Schonungen und Dettelbach (mit Mainschlinge bei Volkach) mit Altwasser- und Baggerseenkomplexen, Auwaldresten sowie Eichen-Hainbuchenwäldern und Grünlandflächen; bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Arten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie 5751 ha
Naturräume Gäuplatten im Maindreieck (134), Schweinfurter Becken (136) mit Mittlerem Maintal (133), Hesselbacher Waldland (139)

Maintal und Steigerwaldvorland bei Schweinfurt und Volkach
6027-401

Main zwischen Schonungen und Dettelbach (mit Mainschlinge bei Volkach) mit Altwasser- und Baggerseenkomplexen, Auwaldresten sowie Eichen-Hainbuchenwäldern und Grünlandflächen; bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Arten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie

5751 ha

Teilflächen in benachbarten Naturräumen

Mainaue bei Eltmann und Haßfurt
5929-401

Gewässerlebensräume, Feuchtgebiete, Feuchtwiesen, kleine Wälder und Sandmagerrasen als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Vögel (u.a. größte bayerische Graureiherkolonie) mit Vorkommen von Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie und der Roten Liste Bayerns

1127 ha

Naturraum Steigerwald (115)

Oberer Steigerwald
6029-401

Ausgedehntes, naturnahes Buchenwald- und Buchen-/Eichen-Mischwaldgebiet mit hohem Struktur- und Artenreichtum; Schlucht- und Hangmischwälder; in den Wiesentälern Erlen-/Eschenwälder und Weichholzauen; individuenreiche Vorkommen zahlreicher gefährdeter Waldvogelarten 13582 ha
Naturräume Haßberge (116) und Itz-Baunach-Hügelland (117)

Haßbergetrauf und Bundorfer Wald
5728-401

Strukturreiche Hänge mit Magerwiesen, Halbtrockenrasen, Gebüschkomplexen, Hecken und Streuobstbeständen; oberhalb des Hangtraufes naturnahe, struktur- und artenreiche Laubmischwälder, durchsetzt mit Wiesentälern; Lebensräume von landesweiter Bedeutung für den Vogelschutz 7701 ha

 


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